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Anttbis
Anville
Dieser blühende Zustand der Stadt bekam während der denkwürdigen Belagerung l
von 1585 unter dem Prinzen von Parma den ersten Ltofi, und schwand gämlich, j
, als im westfälischen Friede» die Scheide für sie geschlossen wurde. Josephs > l. Le,--' such, diesen Zwang aufzuheben, mißlang, und erst die Franzosen setzten nack der iEroberung der ostr, sssiederlande durch, was jener Kaiser für Antwerpen hatte chnn 1wollen. Die Scheide wurde sur frei erklärt, und der Handel würde sich nun schnellgehoben haben, wenn Napoleon nicht den Ort in einen Waffenplatz umgeschaffenhätte. 1811 wurde die Lkadt von den Engländern und Sachsen unter Graham ein- ^geschlossen und von Carnot vertheidigt, der sie erst, in Folge des mit Monsieur abge- ^schlossencn Waffenstillstandes, am 5. Mai übergab. Geboren sind hier die beruhn»- >tcn Maler van Dyk, beide TenierS , Sevher, Craver, „FloriS und Brill. '
?lnübiS, eine der vornehmsten Gottheiten der Agvpter. Anfangs verehrteman ihn unter der Gestalt eines Hundes, nachher in menschlicher Gestalt mit einemHundskopfe, daher KpnokephaloS genannt. Die Lage nennt ibn einen S ohn desOsiris , den dieser, wähnend, sich zu der Isis gesellt zu haben, mit Nephthys erzeugte.
Als Isis sich hiervon durch den Lotuskranz überzeugt, den Osiris bei Nephthvs zu»rnckgelassen hatte, suchte sie das aus Furcht vor Typhon von seiner Mutter aus- lgesetzte Kind auf, fand es mit Hülfe einiger Hunde, erzog es, und hatte an ihm !einen treuen Wächter und Begleiter. A. bewacht die Götter, wie der Hund die ;Menschen. Alm Plntarch. Nach Diodor begleiteten A. und Makedon, seineSohne, den Osiris auf seinen Zügen. A, trug einen mit einem Hnndsfelle über- jzogenen Helm und wurde daher in der Gestalt eines Hundes verehrt. — Nach derastronomischen Theologie der Ägypter war A. der siebente unter den 8 Göttern derersten Elaste, und bezeichnete, gleichbedeutend mit PicrnieS (dem gemeinen Na-men des Planeten Mercnrlus , den Mercur. Als dieser war er denn auch Regenteiner Tagesstunde und Genius der Weisheit. Seine ursprüngliche Gestalt stammtwol aus dem Tbierdienste der Agvpter her; hier war er Schutzgeist der Jagd, dannwurde er, nach Zoega, Lchuhgeist überhaupt, Wächter der Götter. Die Grie-chen fanden ihn in ihrem Hermes wieder; so verschmolz er mit diesem.
Anvill e (Jean Baptiste Donrgnignon d'), erster Geograph des Königs,Pensionnair der Akad, der Inschriften und schönen Künste u. s. w., war 1657 zuPans geboren. Eine Landcharte, welche der Zufall ihm als 12jabrigem Knabenin die Hände führte, »neckte seine Neigung für die Geographie. Er sing an, die Län-der und Gegenden, deren die römischen Geschichtschreiber erwähnen, zu einwerfen,und richtete alle seine Ltudien aus die Geographie. Er las die Alten nur in der Ab-sicht, die Lage der Städte, von denen sie sprechen, herauszubringen, und die Gren-zen der weiten Reiche, wozu wir die Züge in der Geschichte finden, zu bestimmen.
So hatte er sich frühzeitig umfassende Kenntnisse in der Geographie erworben;durch sie ward er bald den angesehensten Gelehrten bekannt und erhielt in einemAlter von 22 I. die Bestallung als konigl. Geograph. Jetzt sing er an die Masseseiner Kentnisse zu sichten und zu ordnen, und dadurch erwarb er sich jenen feinenTakt, der einem Instinkt gleicht, aber bei d'A. das Ergebniß scharfsinniger, mitBerücksichtigung aller Umstände gemachter Vcrgleichnngen war. Fast allenthalbenfand sein Scharfblick die Wahrheit auf. Daher gebührt ihm als Kririk- r einer derausgezeichnetsten Plätze, und um so gerechter, da die meisten seiner Meinungenund Vermuthungen durch spätere Untersuchungen an Ort und Stelle bestätigt wor-den sind. Im Ganzen hat er 211 Charten und Plane^nnd 78 Abhandlungen her-ausgegeben. Vor alle» verdient seine Charte vom alten 'Ägypten Erwähnung. Sein„Orlüs voterilnis iinln-,", sein „Orliir in»»»,,,!," müssen in den Händen Allersein, welche die alte Geschichte lesen; so auch seine Charte» von Gallien, Italien und Griechenland . Ein Gleiches gilt von den Charten derselben Länder für die mitt-lere Zeit. Auch seine Charten der neuern Zeit leisten Alles, was die damals vor-