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Anweisung Anziehung
handenen Hiilfsnuttel verstatteten. Er war einfach nnd bescheiden, obgleich fürden Tadel etwas zu empfindlich. Die natürliche Zarcheit seines Körpers hinderteihn nicht, täglich 15 Stunden zu arbeiten. Zwei Jahre vor seinem Tode erlagenseine geistigen Kräfte dem Alter; so starb er 1782. Seine kostbare Charicnsamm-lung harte 1779 die Regierung gekauft.
A nweisung (Assignation), der Auftrag, welchen der Anweisende (Astsignant) einem Andern (dem Asstgnator) ertheilt, Etwas bei einem Dritten (dem 'Astsignaten) zu erheben. Sie hat die Wirkung, daß der Angewiesene mit rechtlicherWirkung, sodaß der Anweisende es gegen sich gelten lassen muß, an den Assignatorzahlen kann, und daß der Assignator für Versehen (Dersäumnifi im Einfodern derangewiesenen Summe, eigenmächtig gegebene Nachsicht und dergl.) hasten muß.Wenn der Schuldner seinen Gläubiger auf einen Dritten anweist, so hat dies nichtdie Kraft einer Zahlung; der Schuldner bleibt so lange verhaftet, bis die Zahlungwirklich erfolgt ist, wogegen er bei wirklicher Cession nur für die Richtigkeit der an-gewiesenen Federung zu haften hat (s. Cession), und wenn diese vorhanden ist,von seiner Vei bindlickkeit frei wird. Eine De lega tio n (s. d.) macht ihn sogleichfrei. Die Assignation kann in der Regel wieder weiter übertragen werten. Un-ter Kaufleuten haben die Assignationen (msncl->t.,) nach manchen LandcSgesetze» dieKraft eines Wechsels. 37.
A » w u r s im Münzwesen, eine Maschine, vermittelst welcher die grobenMünzsorten geprägt werden. S ie besteht aus einem Unter - und einem Oberstäm-pel, welche genau auf einander passen und durch Gewicht oder irgend eine andreKraft den zur Ausprägung des Geldes ersoderlichen Druck erhalten.
A n w u r f, Abp u h. Fast alle Mauern werden bald zur mehren Dauer-haftigkeit, bald zum Putz mit einer Zusammensetzung von Erde, Kalk, Gyps, Glas-stücken u. s. w. beworfen. Eine Hauptsache dabei ist, daß die Substanz, welche dieMauer an sich bildet, und die Substanz, welche den Anwurfausmacht, sich so eom-pact miteinander vereinigen, daß Verwitterung, Salpeterausschlag und Schlagre-gen die tickte Verbindung der Mauer und des Anwurfs nicht leicht wieder zerstörenkönnen. Zu dem Ende ist bisweilen ein Anstrich oder dünner Anwurf einer vermit-telnden Substanz nöthig, der die dichte Verbindung der eigentlichen Mauer und desAnwurfs erst chemisch möglich macht. Es ist eine Hauptsache für einen geschicktenArchitekten, hierin den Anwerfern genaue Vorschriften zu geben, die nach der Idea-lität und dem Klima versckieden sein müssen. An der Südseite der Gebäude ist nurbei ungemein starken Mauern der Anwurf wegen der Witterung in unserm Klimazu entbehren. 18.
Anziehung (Attraction), das Bestreben sowol der Materie im Allgemei-nen, als auch der verschiedenen besondern Körper, sich einander zu nähern, Ver-bindungen einzugehen und in denselben zu verharren; zuweilen aber auch die derMaterie inwohnende, dabei tbätig werdende Kraft. Die Erfahrung lehrt, daß dieseEigenschaft aller Materie zukomme. Auch flüssige Körper hängen mit ibren Tbei-len zusammen und leisten Widerstand, wenn man sie trennen will. Flüssigkeitenvereinigen sich in Tropfen, Tropfen, wenn sie sich nähern, in größere Massen. Flüs-sige Körper hängen sich an feste, besonders an solche, die eine sehr glatte Oberflächehaben, z. B. an Glas. Sie steigen ferner in feine Röhrcken von selbst hinauf (s.Oaarrö hrch u. si w. — Jeder Körper, wenn er aufgehoben war, neigt sich, frei-gelassen, zur Erde und fällt gegen dieselbe. Der sonst senkreckte Bleiwurf nimmtin der Nahe hoher Berge eine schiefe Richtung an; das Meer strebt gegen denMond an; der Mond selbst wird stets nach der Erde, die Erde nebst den übrigenPlaneten nach der Sonne hingezogen. In dem ganzen Laufe der Himmelskorpirherrsckr das unverkennbare Gesetz der gegenseitigen Anziehung. ^7chon die griechi-schen Naturforscher sprechen ven der Arrraption; KopernieuS und Tvcho nekmen