Die besten AuSg. sind von Heyne (2. Anst., Göttingen 1803, 2 Bde.) und vonClavier (Paris 1805, 2 Bde.) mit franz. Übersetz. —Apollodor hieß auch einberühmter Baumeister, der das b'vru», Inssxü baute.
Apollodor von Athen , ein berühmter Maler, s. Malerei.
A p o l l o n i k o n, eine von den Orgelbauern Flight und Robson 1817 voll-endete große Drehorgel, die aber- auch durch Claviaturen, deren 5 neben einanderangebracht sind, von mehren Musikern zugleich gespielt werden kann. Sie soll demMälzl'schen Panharmonikon ähnlich sein und eine majestätische Wirkung hervor-bringen, welche durch die Mannigfaltigkeit der Register sehr gewinnt. S. Nie-meyer'S „Reise", 2 Thl. — Früher erfand der Instrumentmacher Roller, ausHessen-Darmstadt gebürtig, ei» Instrument mit 2 Claviaturen, welches alsPianoforte und als Positiv gespielt werden kann und zugleich mit einem musikali-schen Automaten verbunden war. Im 2. Iahrg. der „Leipz. musik. Zeitung" istcS beschrieben. Dieses Instrument hieß Apollo »io n.
A pollvninS von Perga in Phamphilien, einer von den 4 Schriftstellern(Enklides, ArchimedeS, ApolloniuS , Diophantes), die wir als die Gründer dermathematischen Wisseiischaften betrachten müssen. Er lebte um 240 v. Chr. undstndirte die Mathematik zu Alexandrien unter den Schülern des Euklides. Donseinen vielen mathematischen Schriften ist das Buch von den Kegelschnitten (AuSg.Orford 1710, Fol.), welche Lehre er durch neue Erfindungen und glückliche Er-klärungen erweiterte, das berühmteste.— ApolloniuS von RhoduS war nachEinigen zu Alexandria , nach A. zu Naukratis um 230 v. Chr. geboren, begab sichaber, da ihn die Eifersucht andrer Gel inten in seinem Daterlande unaufhörlichverfolgte, nach RhoduS , wo er die Rhetorik mit so viel Auszeichnung lebrte, undsich durch seine Schriften so großen Ruhm erwarb, daß die Rhodier ibm das Bür -gerreebl ertheilten. Er ging nach Alexandrien zurück, um EratostheneS in derAufsicht über die Bibliothek dieser Stadt zu ersetzen. Von seinen vielen Werkenbesitzen wir allein die „Argonautika ", ein Gedicht von mittelmäßigem Werth, sogroßen Fleiß auch der Dichter auf die Ausarbeitung desselben verwandte. EinzelneStellen zeichnen sich jedoch vorrheilhaft aus, besonders die Episode von der Liebeder Medea. Die besten AuSg. sind von Brunck, Strasb. 1780, Leipz. 1810und Anmerk. 1813 (letztere noch unvollendet). Dgl. Weichert, „Über das Lebenund Gedicht des ApolloniuS" (Meißen 1821.) — ApolloniuS von Trema inKappadocien, am Anfange der christl. Zeitrechnung geb., Anhänger der Pythago-räischen Philosophie. Der Phönizier EuthvdemuS unterrichtete ihn in der Gram-matik, Rhetorik und den verschiedenen philosophischen Lehren, EnrineS von He-raklea aber in der Pythagoräischen Philosophie. A. suhlte einen unwidersteh-lichen Trieb, ein Schüler des PythagoraS, nach den strengen Regeln seinerLehre, zu werden. Es befand sich zu ÄgoS ein dem Äskulap geheiligter Tempel,wo dieser Gott zu Gunsten der Kranken Wunder wirkte. A. begab sich in den-selben. PvthagoraS's Vorschriften zufolge, enthielt er sich aller thierischen Nah-rung und lebte nur von Früchten und Kräutern, trank keinen Wein, kleidete sichin Zeuche aus Pflanzenstoffen, ging barfuß unk ließ sein Haar wachsen. Die Prie-ster des Tempels unterrichteten ihn und weihten ihn in ihre Mvsierien ein. Dia»sagte, daß Äskulap selbst ihn zum Zeugen seiner Euren machte: doch hören wirnicht, daß er damals Wunder zu wirken versucht hätte. Er bildete eine philoso-phische Schule und legte sich ein 5jährigcS Stillschweigen auf. Während dieserZeit besuchte er auch Pamphilien und Cilieien, später Antiockia, EphesuS und a.Städte. Darauf beschloß er, über Babvlo» nach Indien zu gehen, um die Leh-ren der Brammen kennen zu lernen, und da seine Schüler ihm zu folgen verwei-gerten. begab er sich allein auf den Weg. Ein gewisser DamiS, der ihm begegneteund ihn als eine Gottheit betrachtete, ward sei» Begleiter und Reisebeschreiber.