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Äquator Äquilibrist
Folgen davon, die bald in völlige Abzehrung übergingen. Daß man den Tag desTotes habe vorherbestimme» kennen, ist eine Fabel. Über die Zusammensetzungdieses (Mistes sind die seltsamsten Gerüchte verbreitet worden. Eine Auflösung vonkrvstallisirtem Arsenik scheint der Hauptbestandtheil gewesen zu sein, welchemman, „wahrscheinlich um ihn zu verstecken, noch irgend etwas Andres hinzusetzte.
Ä guator (Gleicher, Mittellinie).linker dem Himmelsäquator versteht niandenjenigen eingebildete» größten Kreis der HimmelSkugel, aufdessen Ebene die Welt-ape senkrecht sieht, der von den Weltpolen überall um 90° entfernt ist, dessen Polemithin die Weltpole sind, sowie seine Are zugleich die Weltape ist. Er theilt dieHim-inclskugel in die nördliche und südliche Halbkugel. Bei ihrem scheinbaren jährlichenUmlaufe tritt die Lwnne 2,Mal in den Äquator, zu Anfang des Frühlings und zuAnfang tesHerbüeS. (eL.Äquinoctium.) Alsdann sind Tag und Nacht gleich;daher der Name Äquator (Gleicher^. Die Lage der Gestirne gegen den Äquator wirddurch ihre gerade Abweichung und Aufsteigung (s. d.) bestimmt. — DerÄquator, auch Äquinoctiallmie, und von den Leesahrcrn schlechthin die Linie ge-nannt, ist derjenige größte Kreis unserer Erdkugel, der von den Polen derselben inallen Punkten um 90° absteht. Seine Pole sind die Erdpole, und seine Are dieErd-axe. Er fällt in die Ebene des Himmelsäquators. Alle Orte, die er durchschneidet,haben beständig gleich lange Tage und Nächte. Durch ihn wird unsere Erdkugel indie nördliche und südliche Halbkugel getheilt. Nach seiner Richtung erfolgt die täg-liche Umdrehung der Erde. Er durchschneidet das mittlereAfrika, in Asien die InselnSumatra , Dornes, Telebes ic., läuft dann durch das Südmeer und durchschneidetSudamerika an der Grenze von Terra firma, von wo er durch das Weltmeer bis»ach Afrika geht. Wie man nach ihm in der Geographie die Lage der Orte auf derErde bestimmt, s. unter Breite und Länge. — Die Linie passirenheißt, aus der Seefahrt den Äquator durchschneiden. In der Region desselbenherrschen furchtbare Windstillen, die mit Orkanen wechseln.
A q u a v i v a, Iesuitengeneral, s. Jesuiten .
A q u i l a, Hauptsi. der Äbruzzo ulteriore II. im Gebirge des Apetmins, mit5500 Einw. (das alre Amiternum , Geburtsort des Sallustius), ist als Vereini-gungspunkt niehrer Straßen von miliiairischer Wichtigkeit und hat eme Citadelle,die 1815 und 1821 bei dem ersten Erscheinen der Östreicher capitulirre. (S.Abbruzze n.)
Aquilcja, auch Aglar, zur Zeit dcr römischen Kaiser eine blühende Han-delsstadt am adriarischen Meere und am Timavus in Oberitalien; Marc Aurel er-hob sie 168 zur erste» Festung des Reichs. Sie war der Schlüssel Italiens gegendie Barbaren und wurde ihres Reichthums wegen zuweilen 1><>»>!> .-wonn,!.-, ge-nannt; auch war sie der Sitz eines Patriarchen, dessen DiöceS 1550 in die Erz-biSthumer Üdine und Görz (später Laibach) getheilt wurde. 452 zerstörte sie Attila.Die Einwohner hatten sich auf Inseln gefluchtet, wo nachher Venedig erbautwurde. Später entstand hier eine unbedeutende Stadt, die jetzt zu dem östrcich.Königreiche Illyrien (Kreis Triest, Friaul ) gehört; die Einw. (1500) ernährensich hauptsächlich von der wenig einträglichen Fischerei, und Fremde besuchen denOrt der dort befindlichen römischen Alterthümer wegen.
Ä q u i l i b r i st (von dem lat. :»-gni>ch,'inni. Gleichgewicht, wagerechterStand) ist ein Mensch, welcher seinen Körper auch bei den unnatürlichsten Stel-lungen und den gewagtesten Bewegungcn dennoch im Gleichgewicht zu erhaltenversteht, der, ungeachtet er scheint ganz entgegengesetzte Wirkungen hervorbrin-gen zu wollen, z. B. zu stürzen, hinzufallen, dennoch sich aufrecht erhält undden Schwerpunkt nicht verliert. Der Äquilibrist macht seine kunstvollen Bewe-gungen, Stellungen, Sprünge :e. vor den Augen Andrer zu ihrer Belustigung, .undjeder Seiltänzer muß zugleich Äquilibrist sein. Indien ist das Vaterland der Äqui-