Arabien
Äquiiiertialsiänne
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libristen, und es grenzt an das Unglaubliche, was die indischen Gleichgewichtskünst-ler nach der Erzählung niedrer Reisenden leisten. Das, die Franzosen viel beschickzu äquilibristischen Fertigkeiten , und daß sie große Künstler darin besitzen, ist be-kannt; auch in Deutschland fehlt es nicht daran, z. B. in Wien, Berlin, Hamburg ,Leipzig u. a. Meßplätzen. Die Äquilibristen werden nicht selten mit Gauklern,Taschenspielern u. a. Kunststückmachern gleichbedeutend genommen. 11.
Äq u i n o c t i a l st ü r m e. AurZeir der beiden Nachtgleichen reinigen heftigeStürme die Luft und wühlen das Meer so auf, daß selbst die Häfen nicht immerSchuhj gewähren. Anfang und Dauer dieser Orkane lassen sich nicht genau ange-ben, so wenig als die Gründe dieser Erscheinung.
Äguinoctiu m , Nachtgleiche, diejenige Zeit im Jahre, wo Tag undNacht einander gleich sind; daher die Dauer des Tages 12 Stunden beträgt, unddie Sonne genau um 6 Uhr auf- und um 6 Uhr untergcbt. Dies ist zwei Mal imJahre terFall: im Frühling und im Herbst, jedes Mal wenn die Lonne im Äqua-tor sieht. Die FrühlingSnachtaleiche bezeichnet den Eintritt des Frublings, dieHerbstnachkgleiche den des Herbstes ; zu allen andern Zeiten ist die Länge des Tagesund der Nacht ungleich, dieser Unterschied abcrum desto größer, je mehr man sichdem einen odcrtem andern Pole nähert, dagegen unter gleichen Breite» allenthalbenvon gleicher Größe. Unter der Linie verschwindet diese Ungleichheit gänzlich, hiergeht jedes Mal an den Tage» der Nachtglcichen die Sonne um 6 Uhr auf und um6 Ubr unter. Auf der uns entgegengesetzten Halbkugel unserer Erde nimmt zwardie Ungleichheit der Tage in demselben Verhältniß wie die Breite zu, nur das dorrdie Tage zunehmen, wenn sie bei uns abnehmen, und umgekehrt. y-L. Frühling,Herbst, Vorrücken der Nachtgleichen.)
Aquitanien, der lateinische Name einer römischen Provinz in Gallien ,welche die Gegenden an der Küste des Oeeans von der Garonne bis an die Pyrenäen und vom Meere bis Toulouse umfaßte. AugustuS erweiterte sie bis an die Loire .Die Anwohner dieses westlichen Küstenlandes heißen bei den Celten Aremorikerund waren vermuthlich iberische, beim Vorrücken der Celten nach Westen gedrängteStämme z sie trieben Seehandel. In Aquiranien stifteten die Westgothen nach412 ein Reich; seitdem war eü bald ein Königreich, bald ein Herzogthum, undhieß später Guvenne.
Äquipollen z, inderLogikdasDerhältnißgleichgeltenderUrrheile. Gleich-geltende äquixollentej Urtheile aber sind solche, welche gleichen Inhalt haben, undsind es in logischer Hinsicht, wenn die Verschiedenheit derselben nicht bloß im Aus-drucke beruht (grammatisch ist), sondern in der Form des Gedankens. So sind dieSätze: Aristoteles war des Alexander Lehrer, und Alexander war des Aristoteles Schüler, in logischer Hinsicht äquipollente blitze. Da nun dieses Verhältniß vonder Art ist, daß, wenn ich den einen zweier solcher Sähe für wahr erkläre, ich auch denandern als wahr annehmen muß, und wenn ich den einen für falsch erkläre, auchden andern für falsch erklären muß, mithin Eins aus dem Andern unfehlbar folgt,und beide für einander gesetzt werben können: so benibt auf diesem Verhältnisse dieClasse von unmittelbaren Schlüssen, welche man Gleichgeltungsschlüsse (rntioei-
immeüloi.i ocl ocgiiPoIlenw»,) nennt. Indessen leuchtet diese Gleichgeliungnicht immer ohne genaue Untersuchung ein : Letzteres ist der Fall besonders dann,wenn die Vorstellungen, unter welchen die Sähe gedacht werten, verschieden sind.
Arabeske, s. Grotteske.
Ära dien, eine Halbinsel (46,17811!?)?. mit 12 Mill. Einw.), der west-lichste Theil im südlichen Asien , vom 52. — 16° L. und vom 12. — 36° N. B.,von den Einwohnern bald Arabiah , bald Dschesira al Arab, von den Türken undPersern Arabistan genannt, liegt zwischen dein arabische» und persischen Meerbusen,ist nördlich von den großen Wüsten Irak und Dschesira, südl.vom arabischen MeereEvnr.-Lex. Siebente Anst. Bd. l. 24