Arago Arakats.ha 317
Mnke davon finden fich schon bei PlinkiS (ll. X. IN,. X I, zeot. 28); auch wirddavon in einer 1588 zu Görlitz erschienenen „Ewigwährenden Practica" gehandelt.In neuerer Zeit hat Ö.uatrenurc-Di-jonval, ehemal.Pditglied der Akad. der Wis-sensch. zu Paris , während einer 8monatl. Gefangenschaft, i» der einige Spinnenseine einzig- Gesellschaft waren, viele Beobachtungen über sie angestellt, und 1597zu Paris seine Entdeckung des beständigen Verhältnisses bckannrgemacht, das zwi-schen dem Erscheinen oder Verschwinden, der Arbeit oder Ruhe, dem mehren odermindern Umfang der Gewebe und Anhängefäten der Spinnen verschiedener Artenund den atmosphärischen Veränderungen von schönem Wetter auf Regen, von derTrockenheit zur Nässe, vorzüglich aber von der Hitze zur Kälte und vom Frostezum Thauwetter stattfindet.
Arago (Dominigue Franeois), geb. zu Estagel bei Perpignan den 28. Febr.1786, war schon 1804 Lehrer in'der polytechnischen Schule. 1805 wurde er Se-cretair des Lurean ,Ies Iviizsstuckc,. Mit Biot und den spanischen CommissarienChaix und RodrigueS setzte er, nachdem Delambre und Möchain dcnMeridianbs-gen zwischen Dünkirchen und Barcelona aufgenommen halten, diese Messung biszur Insel Formentera fort. Als damals ein französ. Heer in Spanien einrückte,wurde A. von spanischen Behörden verhaftet und blieb mehre Monate in Rosas .Als er von hier zur See nach Frankreich zurückkehren wollte, brachte ihn ein Frei-beuter nach Algier . 1809 verschaffte ihm der dortige französ. Eonstil die Freiheitwieder. Er hatte das Glück gehabt, seine Instrumente und alle berechnete Obser-vationen zu retten. Letztere machen eine Fortsetzung der früher von dein InstituthcrauSgeg. cku svztölno iiwliigue" auS U. d. Tit. „Leenoil ck'obzervnlioiis^önckezchuez, sslr. et zckivr., excoiü e,<i p>ar circkre ein Lnre.ru clcs longittnieseu Lrz>.r<r,ie zrour cleleriiiincr la varintinn cko I.r zicsonteur et «lez ckegrcz ter-rezlres zur le iiralongenient ein mernllen cle L.rrlz; reck. z>. Liol et.-Vr.r^e>"(4.).— A. trat an Lalande's Stelle in dasNationallnstitut und 1816 in die 3. Sect. derk. Akademie der Wissensch. Gegenwärtig beschäftigt er sich mehr mit der Phvfik, be-sonders mit Untersuchungen über die Theorie des Lichts u. mit dekn GalvaniSmuS.
A ragon, dieKrone, machte sonst den zweiten Hauptbestandtheil Spaniens aus und war aus den Königreichen Aragon, Valencia und Mallorca , sowie demFürstcnthume Eataluna zusammengesetzt. Bis zur Vermählung Ferdinand desKatholischen mit der casiilianischen Erbin Isabella machte Aragon ein von Eastiliaganz getrenntes Reich aus, das damals nicht bloß jene 4 Provinzen, sondern auchals Nebenländer beide Sieilien und Sardinien umfaßte. Nach Ferdinands Tode,1516, ward es auf immer mit Eastilia veieinigt, die aragonischen Provinzen be-hielten aber ihre alten Vorrechte, Freiheiten und Gesetze, die sie erst unter denBourbonen, da sie bei Gelegenheit des Erbfolgekricges sich zu fest an die östreichi-sche Sache gekettet hatten, fast gänzlich verloren. Die jetzige Provinz Aragonführt noch den Titel eines Königreichs.
Arak oder Rak, ein starker Branntwein aus Reis, Zuckerrohr oder demSafte der Kokosnüsse. Der letztere, welcher der beste ist, kommt aus Baravia;andrer aus Goa. Zu Goa gibt es dreierlei Lorten, nämlich einfache, doppelteund 8 Mal abgezogene. Der doppelte wird am meisten gesucht, obwol er nicht sostark wie der baravlsche ist.
Arakatscha, eine Pflanze, deren Vaterland die Andenkette (die Eordille-rcn) ist, und die zuerst in Santa-Fä de Bogota (Neugranata im spanischen Sudamerika ) entdeckt wurde. Sie ist nahrhafter und vervielfältigt sich schneller alsdie Kartoffel (8ccku,>u>» lulxuos»,-,), die bekanntlich in derselben Gegend, in denWäldern bei -Lanta-.F - de Bogota, in Peru und Ehile wild wächst. An Geschmackund Festigkeit gleicht die Arakatscha der spanischen Wallnuß. Der Bode» erfodcrtkeinen großer» Grad von Warme und Naffe, als Europa darbietet; daher sie in