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Erster Band. A bis Bl.
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378
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378 Aral Aranjuez

Deutschland zuerst in Bamberg oder Würzburg mit Erfolg angebaut worden ist.Hm 19. St. des „s)u.iit. journ. ok «clonae, literat. ancl tlie rirl;" (Octbr.1820) theiltLambertMehres über die?lrakatscha(I1er.ic!eum tubcrosmn älolnnik)und über ihren Anbau in England mit. Merkwürdig ist, was James Grey Jack-son im 20. St. des „()n:irt. jonrn. ok solenoe etc." anführt, daß diese Pflanzeauch im Gebiet von Nieder-Suse, auf der Südseite des Atlas, wächst, und vonden Arabern Arakatschan oder Atschu sd. i. die durstige Wurzel) genannt wird. Wiehat sie ihren Weg nach Amerika gefunden und hier ihren ursprünglichen Namenbehalten? Besaßen die ältern Araber mehr Kenntnisse von der Seefahrt, als mangemeiniglich glaubt? Oder sollen wir die Meinung von einem versunkenen Festlande(Atlantis) annehmen, das vor seinem Untergang eine Verbindung zwischen Afrika und Südamerika vermittelte? 20.

Aral, nächst dem kaSpischen Meere der größte Binnensee Asiens , den dieAlten nicht gekannt haben. Er liegt in der Steppe der Turkomanen, Chowaresmierund Kirgiskaisacken, und ist 1124 LäM. groß. Seine Länge beträgt 45, seinegrößte Breite 30 Meilen. Sein Wasser ist salzig, wie alle stehende Gewässer ohneAusströmung. Er nimmt den Amu (Opus) und Sir (Jaxartes) auf, und enthälteine Menge von Stören, Hausen und Seehunden. Wüste «andsteppen umge-ben ihn, und seine verlauteten Ufer sind ohne Hafen. Die Verdunstung, und keinAbfluß, scheint ihm sein Wasser zu entziehen. Er liegt sehr niedrig und ist von vie-len kleinern Seen und Sümpfen und keinen Bergen umgeben. Wahrscheinlichhing er vornials mit dem kaSpischen Meere zusammen, dessen östliches Ufer vomwestlichen Ufer des Aral nur 20 deutsche Meilen niedrigen Sand - und Sumpfbo-dens entfernt ist. Beide gegeneinandergekehrte Enden dieser Meere sind sehr seicht.Der Aral ist voll Inseln, die ebenso unbewohnt sind als seine Ufer.

Aranda (Don Pedro Pablo Abaraca de Bolea, Graf von', aus einer aus-gezeichneten Familie in Aragonien , geb. 21. Dec. 1718, widmete sich den Waffen,da er aber viel Beobachtungsgeist zeigte, ernannte ihn Karl III. zu seinem Ge-sandten bei August III., Konig von Polen , welche «kelle er 7 Jahre lang bekleidete.Nach seiner Rückkehr ward er Generalstatthalrer von Valencia ; 1765 rief ihn derKönig in Folge eines zu Madrid auSgebrochcnen Aufstandes zurück und ernannteihn zum Präsidenten des Raths von Eastilien. A. stellte nicht nur die Ordnungwieder her, sondern bewirkte auch die Vertreibung der Jesuiten aus dem König-reiche. Doch gelang es dem Einflüsse Roms und der Priester, den König dahin zubringen, daß er A. von sich entfernte und ihn als Gesandten nach Frankreich schickte. In Paris verlebte A. 9 Jahre, kehrte dann nach Madrid als Staatsrathzurück und lebte in einer Art Ungnade, als die Königin, unzufrieden mit dem Gra-fen Florida Bianca, 1792 ihm dessen Platz ertheilen ließ. Einige Monare späterwurde er, nicht ohne den bittersten Spott des Hofes und der Nation, durch DonManuel Godov >s. Alcudia . ersetzt. A. blieb zw ir Vorsitzer des «taarsrachs,den er in Tkatigkeit gesetzt hatte, ward aber, als er einst seine Meinung über denKrieg gegen Frankreich ausgesprochen harte, nach Aragonien verwiesen. Hier starber 1799, mit Hinterlassung einer junge,! Witwe, ohne Kinder. Madrid ver-dankt ihm großtenthcilsS icherhcü,Reinlichkeit und die Abstellung vieler Mißbrauche.

Aranjuez, Villa und k. Residcnzschloß i «itio ), mirPrachrgärrcn, schönenUlmengängen und einem Iagdpark, in der spanischen Provinz Toledo , in einen, rei-zendenSchattenthale des Tazo, der hier den Larama aufnimmt, 7 Legoas (5 Mei-len) von Madrid , wohin eine von Ferdinand V I. auf römische Art gebaute Kunst-straße führt, von der jede Meile 3 Mill. Realen (e>wa 180,000 Thlr) gekoster ha-ben soll. Der Hof lebt hier gewöhnlich von Ostern bis Ende Juni, dann steigt dieVolksmenge von 2000 Ins auf 8000 Menschen. Schon Karl I. (V.) bestimmtedieses schone Thal zu der Anlage eines L üio. Philipp II. gründete Schloß und