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Erster Band. A bis Bl.
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Aräometer

Arutus

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Karten. Seine Nachfolger, vorzüglich Ferdinand VI., Karl III. und Karl IV. ,verschönerten und vergrößerten es. Die Villa ist in holländischem Geschmack gebaut,hat breite und gerate Straßen, die rechtwinklig durchschnitten sind. Das schloßhat schöne Marmorlreppen, herrliche Spiegel von S.IldefonS, reiche Kunstwerkeund sowie die Kirche und das Kloster viele gute Gemälde von spanischen und Italien .Meistern; sehr reich ist die von Karl IV. mit großer Pracht angelegte Casa del La-brador. Das von den spanischen Dichtern oft besungene Aranjuez ist seiner Gär-ten, Alleen und Wasserkünste wegen berühmt. Die Gärten bilden die Form einesSterns. Die Hauptallee von Ulmen ist 6 — 700 Schritt lang, 12 Fuß breit undhat eine lebendige Umzäunung. Alle 70 — 80 Schritte sind Ruheplätze in Formeines Hexagon mit Springbrunnen. Zwölf Ulmenwege stoßen in einen runden,großen Platz zusammen. Sonst waren auch die hiesige königl. Stuterei, die Maul-esel- und Büffelzucht, mehre Cultur-, Obst- und Gartenanlagen in einem gutenZustande. In der Nähe ist eine O.uelle, aus der man eine Art Glaubersalz gewinnt.Bekannt ist Aranjuez durch die Revolution vom 18.März 1808. («.Spanien.)S. die Beschreib, dieses Sitio, von Hasse, im „Kronos " (Leipz. 1816).

Aräometer, gr.Dichtheitsmesser(fürFlüssigkeiten); eineSenkwage,hy-drostatische Wage rc., ein Werkzeug, mittelst dessen Einsenkung in Flüssigkeiten,z. B. Wasser, Sole, Bier, Branntwein, man die Verhältnisse der Dichtigkeit oderspecifischen Schwere derselben und dadurch ihre Güte bestimmen kann. Der griech.Name Aräometer bedeutet ein Maß der Dünne. Die Einrichtung der Aräometergründet sich auf folgende «ätze: 1) Wenn ein Aräometer von unverändertem Ge-wicht in 2 flüssige Materien eingesenkt wird, so Verhalten sich die Dichten dieserMaterien umgekehrt wie die Räume, um welch? das Aräometer sich in dieselbeneingetaucht hat; 2) wenn ein Aräometer in 2 flüssige Materien bis zu gleicher Tiefeeingesenkt wird, so verhalten sich die Dichten derselben wie die Gewichte, die manin beiden Fällen dem Aräometer hat geben müssen, um es gleich tief einzusenken.Jeder dieser beiden Sätze gibt eine besondere Einrichtung der Aräometer; auf denersten Satz gründen sich die Aräometer mit Gradeintheilungen, aus den zweitenSatz die Aräometer mit Gewichten. Letztere verdienen den Vorzug. Vgl. A.Baumgärtner's „Aräometrie, oder Anleit. zur Bestimm, d. spec. Gew. und j. Ver-fett, genauer Aräometer für Chvmisten u. Technologen" (Wien 1820).

Ära rat, Gebirge in Armenien , besonders im Paschalik Erzerum. Es steigtfast ganz einzeln aus einer weiten Ebene empor, ob es gleich durch niedrige Verbergeniit dem Taurus in Verbindung steht, und sein mit ewigem Schnee bedeckter Gi-pfel , der die Form eines in 2 Spitzen gespaltenen ZuckerhutS hat, bietet mit s. zer-rissenen Felsenklüften und Abgründe» einen furchtbaren Anblick dar. Seine höchsteKuppe (Mazis) liegt in der persischen Provinz Iran und erhebt sich über 12,000Fuß hoch. Sie ist die erhabenste der ganzen Gegend, daher die heilige Mythe aufderselben die Arche Noah's sich niedersetzen läßt. 1829 bereiste Parroc aus Dorpat nebst mehre» Srudircnden den Ararat in naturwissenschaftlicher Hinsicht.

Aratus, griech.Dichter, geb. ;u«oli(Pompejopolis)inCilicien, lebteum270 v. Chr. und stand i» Gunst bei PtolcmäuS Philadelphus und in steter Freund-schaft mit AntigonuS Gonatas , dem Sohne des DemetriuS PolioreeteS. Wir ken-ne» ihn nur aus seinem Gedichte „Pinie,worin er uns Alles, was man da-mals vom Himmel und dessen Zeichen und Erscheinungen wußte und kannte, in cor-recten und eleganten Versen überliefert, wiewol man Ursache hat zu glauben, daß erselbst nicht Astronom war. In welchem Ansehen dieses Werk bei den Alten stand,erkennt man daraus, daß Cicero, CäsarGermanicuS und Avienus eS übersetzten, undEratosiheneS u. a. große Astronomen es commentirren. Die besten AuSg. sind vonFell (Oxford 1672) und von Bnhle (Leipz. 1793 —1801, 2 Bde.), welchen sichdie neueste von Matthia (Frankfurt 1817, 8.) anreiht. Deutsch von I. H. Voß