Band 
Erster Band. A bis Bl.
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ArchimedcS

Spielen den Siegeskranz durch einen Hymnus auf den Hercules. Sein Leben soller im Kriege, nach Andern durch Meuchelmörder verloren haben. Furchtbarerwar A. mit der Feder als mir dem Scbwerte. LykambeS, der ihm seine Toch-ter versprochen, treulos aber seine Zusage gebrochen hatte, erhenkte sich ausGram über die Satvre, durch welche der beleidigte Dichter Rache nahm. Mitgleicher Bitterkeit verfolgte er alle diejenigen seiner Mitbürger, die das Unglückhatten ihm zu mißfallen. Sein Andenken wurde in ganz Griechenland so hochverehrt, daß man ihn dem Homer an die Seite stellte. Man rühmt au seinenjambischen Gedichten die Kraft des Styls, die Lebhaftigkeit der Bilder, eine sinn-volle Kürze, erhabene Gefühle und eine kräftige, aber bittere Satyre. Aber auch inandern, höhern lyrischen Gattungen galt er als Muster. Seine Werke sind bisauf wenige Bruchstücke für uns verloren gegangen, die von Liebe! gesammelt sind,Leipz. 1812 —17, überf. v. Stolberg und Herder. Da er des getheilten Penta-meters zu feinen Gedichten sich bediente, so heißt dieser daher der archilochischeD e r L:

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Archiinödes, der berühmteste unter den alten Geometern, geb. zu Syrakus um 287 v. Chr., ein Verwandter des Königs Hiero, scheint kein öffentliches Amtbekleidet, sonder» sich ganz auf die Wissenschaften beschränkt zu haben. SeineVerdienste um die Mathematik vollkommen zu würdigen, fehlt uns eine genaueKenntniß von dem Zustande der Wissenschaft vor ihm; doch weiß man, daß er siemit Entdeckungen von höchster Wichtigkeit bereichert hat, aufweiche die Neuernihre Messungen krummliniger Flächen und Körper gegründet haben. EuklideS be-trachtet in seinen Elementen nur einige dieser Größen in Beziehung auf einander;aber er vergleicht sie nicht mit geradlinigen Flächen und Körpern. A. hat die zudiesem Übergänge nöthigen Sätze in seinen Abhandlungen von der «phäre und demCylinder, den Spbäroiden und Konoiden, und in seiner Schrift von der Messungdes Cirkels, entwickelt. Zu noch schwierigern Betrachtungen hat er sich erhobenin seiner «chrift von den Spiralen, deren Urverständlichkeit jedoch selbst vonKennern schwer zu besiegen ist. A. ist der Einzige unter den Alten, der uns et-was Genügendes über die Theorie der Mechanik und über die Hydrostatik über-liefert. Er hat zuerst den Satz gelehrt: „daß ein in eine Flüssigkeit getauchterKörper so viel an seinem Gewichte verliert, als die Schwere eines gleichen Volu-mens der Flüssigkeit beträgt", und bestimmte mittelst desselben, wie viel Zusatzder Verfertiger einer Krone, die der König Hiero aus reinem Golde verlangthatte, betrüglicherweise hinzugefügt habe. Die Auflösung dieses Problems fander, als er eben badere, und sie verursachte ihm so viel Freude, sagt man, daß erunbekleidet aus dem Bade nach Hause eilte, mit dem Ausruf: „Ich habe es ge-sunden! ich habe es gefunden!" Die praktische Mechanik scheint zu A?s Zeilenebenfalls eine neue Wissenschaft gewesen zu sein, denn seine Äußerung, daß erdie Erde umdrehen wolle, wenn man ihm einen Punkt außer derselben gäbe,wo er stehen könne, zeugt von dem Enthusiasmus, den ihm die außerordentlichenWirkungen seiner Maschinen eingeflößt hatten. Er ist der Erfinder des Flaschen-zugs, wahrscheinlich auch der schraube ohne Ende u. s. w. Während der Belage-rung von -LtyrakuS entwickelte A. sein ganzes Talent, um zur Vertheidigung seinesVaterlandes mitzuwirken. PolybiuS, LiviuS und Plutarch sprechen ausführlichund mit Bewunderung von den Maschinen, die er den Angriffen der Römer ent-gegenstellte. Sie melden jedoch Nichts davon, daß er mit Brennspiegeln die feind-liche Flotte in Brand gesteckt habe: eine Sache, die an sich höchst unwahrscheinlichist und nur auf spätern Nachrichten des Galen und Lucian beruht. In demselbenAugenblicke, wo die Römer, unter MarcelluS, durch Überrumpelung sich derStadt bemächtigten, saß A., wie die Sage erzählt, in Nachdenken vertieft, auf