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Arie
Arion
fange des 8. Jahrh. auf. Schwerer hielt es, die Vandalen zum Katholicismuszu bekehren. Sie waren seit 430 strenge Arianer und wußten die Herrschaft ihrerSekre in Nordafrika selbst mit den grausamsten Verfolgungen gegen die Katholikengeltend zu machen; erst Delisar'S Siege endigten 534 mit ihrem Reiche auch ihreTrennung von der rechtgläubigen Kirche. Am längsten erhielt sich der ArianismuSbei den Longobarden, die ihn nach Italien brachten und ihm bis 882 treu blieben.Seitdem machten die Arianer nirgends mehr eine eigne Partei aus , und wenn dieAlbigenser in Frankreich im 12. und 13. Jahrh, ähnlicher Lehren beschuldigt wur-den, und dieLwkten, welche vom 16. Jahrh, bis jetzt unter dem Name» Antitri-nüarier begriffen werden, sich in der That zu der Meinung, daß Christus dem Va-ter untergeordnet sei, bekannten, so mochten doch weder Jene noch Diese für Aria-ner gelten. L.
Arie in der Musik (von dem ital. -nri.,) bedeutet heutzutage ein ausge-führtes Gesangstück, in welchem ein lyrischer Zustand ausgedrückt wird. DieArie wurde zuerst dem taktlosen Gesang entgegengesetzt, wie er im Recitativ undin dem gehaltenen, langsamen Choral vorkommt. Daher leitet auch Saumaiseihren Namen von dem lateinischen acea ab. Die Arie gehörte sonach zur Figu-ralmusik, und man nannte daher das ausgeführte, nicht choralmäßige Lied sonstArie, gleichviel, ob es von einer oder mehren Stimmen ausgeführt wurde. Inder neuern Zeit wird aber vorzugsweise das von einer Stimme vorgetragene undnut Instrumenten begleitete lyrische Gesangstück Arie genannt, wenn es unter ge-wichen Formen ausgeführt ist. So kam eS in großem, geistlichen und weltlichenMusikwerken, ;. B. Cantaten, Oratorien, Opern, oder auch selbständig in Con-certen vor. Da die Arie ein besonders dazu geeignetes lyrisches Gedicht voraus-setzt, so wurde auch dieses häufig Arie genannt. Es verlangt wohllautende einfachelyr. Ldtrophen. Der angegebenen Bestimmung nach hat die Arie einen GefühlS-zustand von einer gewichen Dauer, Krastäußerung und rein menschliches Interessezur Grundlage, zu welchem häufig das Recitativ vorbereiten soll. seilst hieltman in einer Arie für nöthig ein Vorspiel (Ritornell ), eine große bedeutendeHaupt-mrlodie, welche nebst deren Ausführung den ersten Theil ausmachte, einen zwei-ten kürzern und weniger ausgeführten Theil, der mit dem erstem einen Gegensatzbildete, nach welchem man späterhin auch den ersten Theil wiederholte. SeitGluck und Mozart wich man von diesem Leisten ab, wählte andre Formen undrichtete sich, wie Mozart besonders that, mehr nach dem Inhalte des Textes undderStimmung des Singenden. Doch konnte Mozart den Federungen der Virtuosi-tät seiner Zeit nicht ganz widerstehen : indem er auch mit Hinsicht auf dieselbe vieleBravourarien schrieb, die nicht ganz am Platze waren, aber nie ganz des Ausdrucksentbehren. Eine andre Form der Arien sind neuerdings die mehr auf Verzierungdes Gesangs berechneten Cavatinen (s. d.) der neuern Italiener geworden. Gegen-wärtig folgen die Deutschen entweder diesen nach oder schlagen, dem Char > er fol-gend, verschiedene Wege ein. — Ariette heißt eine kleine, d. i. minder ausge-führte Arie, was auch durch die zum Grunde liegende einfachere und leichtere Ge-müthsstimmung bedingt ist. — Ar io so aber nennt man einen arienmäßigen kur-zen Gesang, der bei einzelnen lyrischen Stellen eintritt und das Recitativ unterbricht.
A r i m a n, s. Da mon.
Arimasp e n, ei» fabelhaftes Volk, das bald nach Scythien, bald in dierhipäischen Gebirge verseht und mit den Cyklopen verwechselt wird.
A rion, der Erfinder des Dithyrambus , geb. zu Methrmna aufLesbos,lebte um 625 v. Chr. Er hielt sich am Hofe Periander'S zu Koriruh auf, und be-suchte dann iLücilien und Italien. Zu Tarent gewann er den Preis in einem mu-sikalischen Wettstreite. Als er mit reichen Schätzen sich auf einem korinthiscbenschiffe eingeschifft hatte, um zu seinem Freunde Periander zurückzukehren, be-