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sinn der natürlichen Aristokratie gegen das oligarchische Verderblich zu sichern undmit den Veränderungen der Zeit im Einklänge zu erhalten. 37.
A ristvmeneS, ein junger. unternehmenderHeld und Llnführer der Diesse-nier gegen die Spartaner, 882 v. Estr. ftKerkwurdig^abcr auch fabelhaft ist seineReltung aus einer tiefen Hehle, wohin er von den Spartaner» geworfen wordenwar, durch einen FucbS, dem er nachkletterte oder vielmehr in seinem Baue nach-kroch. Ungeachtet seines HeldenmuiheS und seiner Kühnheit konnte er doch nichtverhindern, daß Messenien in dem Kampfe unterlag.
A r i st ö p h a n e S, der einzige Lustspieldichter der Griechen, von dem wirganze Stücke besitzen, der Sohn eines gewissen Philippus, und von Geburt einAthenienser. Als Dichter trat er in dem vierten Jahre des peloponnesischen Krieges1427 v. Chrft aus, und wurde, da er sich einige Scherze auf den damals mächtigenDemagogen Kleon erlaubt hatte, von diesem angeklagt, den Titel eines athenien-sischen Bürgers unrechtmäßigerweise angenommen zu haben. Er vertheidigte sichvor Gericht bloß mit den bekannten Versen Homer's :
Meine Mutter die ßuttft, er sei mein Vater; koch selber
Weil! ich s ȟbt; denn von selbst weist Niemand, wer ibn gczcnaet,
und wußte, da dieselbe Klage noch 2 Mal gegen ihn erneuert ward, sie jedes Malzu entkräften. An Kleon rächte er sich in der Folge durch sein Lustspiel: „Die Rit-ter", in welchem er selbst dieRolle des Kleon spielte, da kein Schauspieler den Muthdazu baire. Dies Wenige wird uns von A.'S Leben erzählt, den die Alten vor-zugsweise den Komiker, wie Homer den Dichter nannten. Von 51 Lustspielen,die er verfaßte, besitzen wir noch 11, und in denselben ohne Zweifel die Blütheden alten Komödie, d,e in seinem letzten Stücke, dem ..Plukus", schon in die mittlereübergeht; aber um sie in ihrer Fülle zu genießen, um nicht von den Ausgelassen-heit-,! und Unsittlichkeiten, mir denen sie reichlich ausgestattet sind. beleidigt zuwerden, bedarf es eines mit den Sitten und Ausichren des Alterthums sehr vertrau-ten Lesers. Einem solchen wertenfthr zierlich reiner AtlieismuS, die Gewandtheitund S orgfalt in der Anlage und Ausführung und andre Vorzüge der Form, durchwelche A. sich den Ruhm der Meisterschaft erworben hat. niebt entgehen. SeinWitz und seine Laune sind ebenso unersehöxsiich, wie seine Kühnheit okme Gren-zen. Die Griechen waren von der Feinheit und Anmuth seiner Stucke bezaubert,und Plato sagte, die Grazien hätten sieh seinen Geist zur Wohnung auSersehe».„Wir", urtheilt ein neuer Gelehrter, ,.bei unsern Begriffen von Anständigkeit,möchten die Seele des A. eher für den Wohnsitz des mmhwilligsten , boshaftestenSarvrS halten, oder ibn wenigstens mit Göthe den ungezogenen Liebling, der Gra-zien nennen". — Er bediente sieb der Allegorie, politische Gegenstände, sowie dieLaster und Thorheiten seiner Zeit anzugreifen. In politischem und moralischemSinne ist er ein strenger Verfechter alter Zucht, Sitte, Lehre und Kunst, daherseine Ausfalle gegen SokrateS (in den „Wolken") und gegen EuripitoS (in den„Fröschen" und andern Komödicrst. Die Freiheit der alten Komödie erlaubte ausdiesem Felde der persönlichen Satvre das Unglaubliche, und A.'S Kühnheit undPhantasie machten einen so großartig ausgelassenen Gebrauch von derselben, daßnichts Göttliches und Menschliches, wo es irgend eine Blöße darbot, ihrer cari-kwenden Parodie entging. Selbst das athenische Volk scheute und schonte er sowenig, daß er es auf eine höchst j mimerüche Weise in seinem alten Demo S pcr-sonisieirre. Unaufhörlich wirst er ihm seine Wankelmütbigkeit, seinen Leichtsinn,seine Lieb- für Schmeicheleien, seine thörichte Leichtgläubigkeit und steine Nei-gung zu überspannten Hoffnungen vor; statt darüber ersinnt zu sein, belohntenihn d,e Athenienser mit einem Kranze von dem heiligen Ölbaum, eine damals au-ßerordentliche Ehrenbezeigung. Diese ungemessene Freiheit war der Eharakrerdes alten Lustspiels, w-lcbes man lange als eine Stütze der Demokratie b --trachtete,