Band 
Erster Band. A bis Bl.
Seite
423
JPEG-Download
 

Armakolim

423

Ärlay

gen wolle, das sie Alle tüchtig scheren werde. Allein auch von Dale trennte sich A.,und auf sick selbst stehend, galt er nun bald für einen der reichste» Spinner desLandes, und bei seinem Tode, den 3.'Aug. 1192 in der von ihm errichtete» großenAnstalt Erumford, schätzte man sein Vermögen auf wenigstens 500,000 Pf.Wenn auch Kay die erste Idee zu den Arkwrighl'schen Spinnmaschinen nicht abge-sprochen werden möchte, so darf doch nickt verkannt werden, daß Derjenige, dereine rohe Idee in ihren Zweigen ausbildet und sie zu allen den Zwecken anzuwen-den verstekr, deren sie fakiz ist, dem ersten Erfinder oder Angeber weit voi zuziehe»bleibe. Seit A.'S Zeit ist in der Behandlung der Baumwolle, in Dtin, wasman das Wassermaschinengarn nennen kann, keine wichtige neue Entdeckung oderVerbeff.ruug gemacht worden, bim sich einen Begriff von den unermeßlichen Fol-gen zu machen, die A.'S Erfindung aus die Ausdehnung der Bauuiwollfabrieationgehabt bar, genügt es anzuführen, daßvon 1111 —80 die jährliche Durchscknirr-einfuhr roher Baumwolle aus 5,135,000 Pfund, von 1811 >— 21 aber im Durch-schnitt aus 1i4 MOl. bestand, von welchen 130 M>ll. Pfund in England verar-beitet, wenigstens gesponnen wurden.

A rlay, BaromcindervormaligenGrafschaftBilrgund(lAai>eI><--sl<'inif),jetzt im Iuradepart., gehörte früher dem Hause Ehalon, von welchem die Prinzenvon Oralsten abstammen. (S. Oranien und Nassau .) Diese unbedeutendeBesitzung machte einen Theil der durch den Tod König Wilhelms III. von Englanderledigten oranischen Erbschaft aus, und ward seitdem, wegen der Ansprüche despreuß. Hauses auf diese Erbschaft, in den Titel der Könige von Preußen aufgenom-men. In dem 1811 bekanntgemachtcn neue» konigl. preuß. Titel sind Oraiucnund Valengi» beibehalten, Arlav aber ist weggeblieben.

A r m ada , im spanischen eine Flotte von Kriegsschiffen; daher vorzugs-weise stme große Seemacht (die sogenannte unüberwindliche Florie), welche Phi-lipp II. 1588 gegen Elisabeth von England ausrüstete.

Armaroli e n, von Armarolion, gi iech.Waffengebiet, die einem Kapuanyzum Schutz ubergebenen Bezirke (13 nach Pougueville) in den Gebirgen Grie-chenlands . Sie sind die letzten Freistätten altgnechifcher Freiheit und Selbstän-digkeit und der unbczwungene Mittelpunkt der griechischen Nastcn. Solche Ar-marolien gibt es besonders in den Gebirgen von Macedonien, Epirus und Tbeffa-licn, und die den Ottomanen furchtbare Freiheit der Mainorten, Agraphen,Sultore», Montenegriner und Monduen war auf diesen Grund gcbaur lind be-festigt. 'Als nämlich Mohammed II. die Eroberung von Griechenland zu Standebrachte, war es ihm genug, das stäche Land, die Festungen und Seeplätze zubesitzen. Die natürlichen Wstungen der Gebirge achtere» weder er nock seine gegenUngarn lind Polen anstürmenden Nachfolger. Darum blieb anfangs das ganzegriechische Gebirge »»bezwungen. Dahin flüchtete sich der unabkängige Tbeilder Bewohner, um unter kühnen Häuptlingen, Kapitanrs genannt, den Kriegim Kleinen fortzusetzen. Der Kapitanu ftimmelte in der Regel eine Lchar von50 — 200 rüstigen Vunestmaen und Männern, die sich ihm auf Leben und Todverpflichteten, und überfiel den Feind auf Straßen und m Städten. So in end-losen Kampf mit dem Unterjochet verwickelt, arteten ihre Streifcreien oft in Räu-bereien aus, dock hielten die meisten Kapitanrs auf strenge Unterscheidung desChristen und des Muselmanns. Die Paschas, unvermögend, sich gegen die kühneBei fcl'lagenbeit der Kapitanrs ;u schützen, traten gewöhnlich mit ihnen in Unter-handlung. Gegen Zulagen friedlichen Betragens empfingen jene Sold oder Lebens-rnittel und die Oberamsichr über den Distrier, den ihre Waffen beschirmten. Einsolches Gebiet hieß dann Ärmarolion. der neuern Zeit haben sich die KapiianvS(Otvsseus, Sohn des Andriizw, starb 1820, Perrhäos. Tzonko, TasioS, Piskou. A. m.) sowol dem Ali Pascha (f. d.) als hierauf den gegen ihn abgesandte«