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Erster Band. A bis Bl.
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Armenien

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bekannt. Es scheint, meistens als Deute des Siegers, abwechselnd unter den Assy-riern, Metern, Persern und Macedoniern gestanden zu haben. Nach AlexandersTode w-ard cS ein Theil des syrischen Reichs, bis es durch Antiochus des ProsenNiederlage in die Hände einzelner Statthalter siel, wo es in Groß- und Kleinarme-nien getheilt ward. — Großarmenien war mehren Anfechtungen ausgesetzt. Römerund Parther kämpften lange um das Recht der Thronbesetzung; bald herrschtenparthische Fürsten, bald die von den Römern begünstigten, bis Trajan es zur rein.Provinz machte. Indessen befreite Armenien sich aufs neue und hatte wieder eigneKönige; ein Parthcrkönig, Sapor, trachtete vergeblich, es sich'unterwa rstg zu ma-chen ; Armenien blieb frei bis 650, wo die Araber cS eroberten. Sodann wechseltenneue Beherrscher, unter denen ein Dscbingis-Khan, ein Tamerlan waren; 1552endlich eroberte Selim ll. das Land von den Persern; seitdem ist dasselbe zum gröss-ten Tbeil unter türkischer Botmäßigkeit geblieben. Kleinarmenien hakte ebenfallsmebre Beherrscher, unter denen Miihridat zuerst bekannt ist; diesem nabm eSPom-pejus und gab es dem Dejotarus u. s. f. Beim Verfalle des röm. Reichs 'im O. vonden Persern erobert, kam es (950) an die Araber, hatte von dieser Zeit an gleichesSchickstal mit Großarmenien und ward 1511 von-Lelim l. zur türkischen Provinzgemacht. Seitdem wanderten Viele nach Persten, Indien, Konsiantinopel u. Ruß-land aus. Von den Städten des alten Armenien ? sieht man noch Ruinen, die einenguten Baustyl verrathen. So die Ruinen der alten HauptstadtAni, welche 1319durch ein Erdbeben zerstört wurde; so die der uralten Stadt Armavir, die 1800 I.lang die Residenz der Könige war, hier wohnen noch einige Familien. Nach 'Arma-vir wurde Artaxaka (Ardaschad) am AraxeS , zur Zeit der Scleuciden erbaut, dieHauptstadt, verfiel aber schon vor dem Ende des 8. Jahrh. — Die Armenier,ein ernstes und mäßiges Volk, beschäftigen sich vorzüglich nnt dem Handel. In derTürkei ist er fast ganz in ihren Händen, in ganz Asien , außer Ehina, findet manKaufleute von ihrer Nation; auch in dem östlichen Europa hat der Unistand, daßsie Christen sind, ihnen Eingang verschafft. Iaubert sagt vom häuslichen Leben derchristlichen Armenier: Sie find in ibrem Daterlande fleißige Lantbauer, und die Fa-milien verehren den Greis an ihrer SpHe, die Frau den Mann, der-Lohn den Va-ter, wie in der Periode der Patriarchen. Die Nation liebt die Ansässigkeit, wenndie ewige Fehde derPaschen und der Kurden dies nurerlaubt. Schon im 1. Jahrh,nabmen die Armenier, durch Gregor von Nazian; bekehrt, da? Christenthum an,und trennten sich bei den monophyfirischcn Händeln, als Gegner der chaleedonisthenK wchenversammlnng, 536 von der griech. Kirche. Die Päpste haben zu verschiede-nen Feiten, wenn sie um Schutz wider die Mohammedaner baten, versucht, sie an-sichzuziehen, ohne jedoch ihre bleibende und allgemeine Vereinigung mit der röm.Kirche bewirken zu kennen. Nur in Italien, Polen, Galizien, Persien (unter demErzbischof von Nachitschewan, einer neu angelegten Stadt ant Don, im muss. Gou-vernement Jckaterinoslaw, deren Einw. größtentkei'S Armenier sind) und in Mar-seille trifft man nnirte Armenier an, welche die geistliche Dberheri schaff des Papstesanerkennen, in ihren Glaubenssätzen mir den Katholiken übereinstimmen, aber ihreeigneKirchenordnung beibehalten. Ebenso verhält es sich mit den unirren armeni-schen Klöstern auf dem Berge Libanon in Syrien . Bei dem persischen Einbruch imAnfange des 15. Iahrb. saben sich Viele genöthigt Mohammedaner zu werden,aber bei weitem der größte Theil sind noch Msnophvflten und ihrer alten Verfassungund Religionsübung treu geblieben; auch bat die Pforte sie gegen die Anschläge derKatholiken fortwährend dabei geschützt. Ihr Lekrbegriff unterscheidet sich besondersdadurch vom orthodoxen, daß sie in Chrmo nur Eine Natur annehmen und den Geistbloß vom Vater ausgehen lassen. Bei ihren 5 Sacramenten, die sie Geheimnissenennen, haben sie dasEigenthümliche,' daß sie bei der Taufe 3 Mal besprengen und3 Mal eintauchen, und die Firmelung gleich damit verbinden, beim Abendmahl un-