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Paris besitzt die historisch--armenischen Schriftsteller fast vollständig, theils inDruck-, 'theils in Handschriften. Hieraus hat ein bei jener Bibliothek angestellter armenischerGelehrter, I.M.EHahan deCirbied, 1806 „UuNerubc-i <uru»5e« sur I'lii-iiviro-nieii-n n«? <I<- > > - i, " herausgegeben und nebst M. I.Saint-Martin eine allgemeineGeschichte Armeniens bearbeitet. Als Vorläufer erschien das gegenwärtige Haupt--werk über die armenische Geschichte, Landbeschrcibung und Literatur, welches der ge-nannte Saim-Marci», Mitgl. des franz. Justin, aus den alten armenischen Schnft-siellen, Zuschriften u. a. Quellen zusamniengerragen hat („Uemniir^ biitmig»,
<t !> iiiir l.Irmünie", Paris 1818, 2 Bde.). DiesesffLerk enthält '
den armenische» Text der Geschichte der orpelianischen Herrscherfamilie, von einem 'Prinzen dieses Geschlechts, dem ErzbischofStephanOrpelian, und den Text der ar-menischen Geographen, Moses von Chorene und Vartan, nebst a. Beirr., ins Franz, iübers. m. Am». Unter den jetzt lebenden arm. Gelehrten nennen wir den Nr. Aohrab ^in Venedig und den Bibliothekar der in Venedig befindlichen armen. Congrega- jtion des h. LazaruS, Ioh.Bapt.Llucher, welcher armen. Übersetzungen a. d. 5. Jahrh. ^von alten Schriftstellern, z. B. dem grieeb. Jude» Philo, bekanntgeniachr hat. In ^einem armen. Kloster auf einer Laguiienms l bei Venedig erscheint eine Zeitung in iarmen. Sprache, welche in oerLevame und in Konsianrinopel in Unilauf ist. 20.
A r m e nschnlen, Unterrichtsanstalten für Kinder unbemittelter Altern.(Ld. Schulc.) Im engern Sinne heißen in manchen Orten, wie in Leipzig , dieje-lügen Anstalten so, welche von Seiten der Arnienanstalt (s. Armenwcsen) zum jUnterrichte der Kinder ganz dürftiger Ältern der untern Stände errichtet sind, da -hingegen die für die Kinder verarnkker Altern aus den mittlern ständen vorhande-ne» Lehranstalten Frei schulen genannt werden. Über die sogenannten K lein-kinderschulen s. die aus dem Engl. übersetzte Schrift des Iof. Werthbeimer(2. Anst., Wien 1828). II.
A r m c n w esen, der Inbegriff des Zustandes der Armen und aller Anstal-ten im Staate, wodurch die Armen nach den verschiedenen Stufen ihrer Dürftig-keit zweckmäßig unterstützt, theils die Ursachen der Armuth aufgesucht und mög-lichst entfernt, oder für den Staat am wenigsten nachtheilig gemacht werde». DieArmuth har verschiedene Abstufungen, welche mit demjenigen Armen, der durchArbeit sich redlich zu nähren sucht, aber bei aller Anstrengung seiner Kräfte undseines Fleißes nicht so viel erwerben kann, als er für sich und die Seinigen bedarf,und auch bei solchen Armen ihren Ansang nehmen, die noch in Wohnung undHausgerärhen ein kleines Eigenthum besitzenz diese Abstufungen gehen im erster»Falle herab bis zu den liederlichen Herunistreisern, im lehrern aber bis z:> den-jenigen Armen, die nirgends ein Obdach haben und in Höhlen, auf Straßen,in Feldern, Ställen, Waldhütten ie. übernachten. Jede Stufe der Armuthenthält mehr oder minder Mangel an zureichenden Mitteln zur Befriedigung dernothdürftigsten Bedürfniffe des Lebens und schließt allen Wohlstand aus. Hier-durch wird nun die Versuchung zur Bettelei, zum liederlichen Leben, znni Be-trüge, Endlich zum Diebstahl mächtig z doch sind bei vielen Armen der höchstenStufen diese traurigen Gesinnungen, welche die öffentliche Ruhe und Sicberheitstören, nicht immer vorhanden. Allem der Nationalwohlstand leidet durch dieArmen doppelt: 1 weil sie in der Regel ihre Kinder schlecht erziehen und nichtzur Arbeit gewöhnen; 21 weil die Wohlhabenden und Reichen nicht bloß sie er-nähren, sondern ihre öffentlichen Lasten mit übertragen muffen. Die U> fachenund Quellen der Armuth sind entweder selbstverschuldete, als Hang zurFaulheit und Müßiggang und die daraus entstehende Neigung zur Unordnung,zu Spiel, zu Volleres Verschwendung, Wollust w., wo auf Unglücksfa'le Nichtszurückgelegt, sondern alles Erworbene sogleich vergeudet wird; oder un'.'er schul-dere, als angeborener Mangel an Erwerbssahigkeit oder Mangel an Derdie-nsibei