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Erster Band. A bis Bl.
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440
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Arnoldi

440 Arnold (Samuel)

„Göttliche Gnadenzeichen in einem Sonnenwundcr vor Augen gestellt" (1892, 4„mit Kpf. . Auf dem Kirchhofe zu Sommerfeld befindet sich dos Denkmal diesesastronomischen Bauers, nach dessen Namen der berühmte Astronom Schröterdrei Thäler im Monde benannte. 11.

Arnold (Samuel), ein ausgezeichneter Tonsetzer, geb. in Deutschland 1739 oder 1740, wurde gleich in die königl. Capelle zu London aufgenommenund in Musik unterrichtet. Schon in seinem 23. I. trat er mit einer dramatischenComposition auf und wurde nachher bei dem Coventgardentheater als Componistangestellt. Hier setzte er die Musik zu,,'psio niasil «f tbe ,»ill". Noch mehr zeichneteer sich durch sein Oratorium ,, I'sie mirs cck8:>„l" 'von Brown gedichtet) und durchein andres, „ Ibinielrcli", aus. Diesem folgten dieOratorien ,,1'I>e >>,o,!l^.->l -M„"und ,/I1>o rcneennlinn", wovon besonders das erste viel Ruf erhielt. Auch com-ponirte er viele Gesang-, und Jnstrumenkalstücke für die Gartenconcerte. Er wurdeDoctor der Musik zu Oxford, 1733 Organist der kön. Capelle , und lieferte eineAusgabe von Händel'S sämnitl. Werken in 38 Fvliobdn. 1789 wurde er zumDirecwr der LLkademie alter Musik ernannt, 4 Jahre darauf Organist an derWestminsterabtei, auch 1798 Anführer der jährlichen Aufführungen in der St.-Paulskirche zum Besten der Söhne der Geistlichen. 1798 führte er sein Orato-rium or Isis evennnn <>f 8linmii>>" auf, worin Mad. Mara sang.

Er starb 1802 und wurde an der nördlichen Außenseite des Chors der Wesiminster-abrei begraben. So verschieden seine Compositionen waren, so beschränkt war seinTalent an Erfindung.

Arnoldi (Johann v?, geb. zu Hcrborn 1751, königl. niederländischerGeheimeerath. Wohn des Obereonsistorialrarhs Valentin Arnoldi , studirte erstzu Herborn, hernach in Göttingen die Rechte und die Geschichte, wurde dann Ad-vocat und bereiste 1775 die Niederlande . 1777 wurde er Archivsecretair zu Dillen-burg, 1781 Mitglied der Rentkammer, 1792 auch der Landesregierung. ImNe'wlutionskeiege von ftlb. I. an besorgte er die KriegSangelegenheite» des Lan-des, 1796 erhielt er das Direktorium des dillenburger Landesarchivs. Sein Lan-desherr, der Erbstatthalrer, hatte durch die niederländische Revolution 1795 seinegroßen HauSdomoinen in den Niederlanden und im burgundischen Kreise verloren.1798 bedang Preußens Konig für jenen Fürsten eine Entschädigung in deutschen BiSlhümern. Der Erbstatthalter wünschte dagegen lieber nahe gelegene, vormalsvon den geistlichen Stiftern seinem Hause entnommene Landdistricte, besonders desTrierischen, zu erlangen. Hierzu sammelte A. die Titel aus dem LandeSarchivund begleitete sie mit einer »„gedruckten Deduction für den Congreß zu Rastadt.Der Congreß zerschlug sich aber bekanntlich. 1801 berief ihn sein jetziger Lan-desherr nach Berlin , wo dieser selbst beim dortigen Hofe seine Entschädigungnegoeürte und 1801 einen Traetat mit der batavischen Regierung wegen Entschä-digung abschloß, der indeß wegen Napoleons Willkür unvollzogen blieb. 1802unterhandelte er wegen der Entschädigung des Hauses Oranien mit der Reichsde-putation in Regensburg , aus Vollmacht des gewesenen Erbstattkalters und desjetzigen Königs, dem sein Vater die Entschädigungen abgetreten hakte. 1803 ginger in des Erbprinzen Fürsten von Fulda Dienste über und fuhr fort, diesem Fürsten auch nach dem tilsiter Frieden zu dienen. Bei dem 1809 beabsichtigten Aufstandin Kurhesten und in der Nachbarschaft war er thätig. 1813 übernahm er dieBesitzergreifung der altoranischen Lande und vollzog später die nachherige Ver-tausch,,»g der altoranischen Erblande ottonischer Linie an die jüngere walrami-sche, berzogl. nassauische, aufBcfehl seines Landesherrn. Doch verwickelte ihn diesin gespannte Verhältnisse mit dem wiesbadner Ministerium. Seine wrchtfgernWerte sind: „Topographie der nassau-oranischen Länder" im „Journal von undfür Deutschland", Iahrg. 1790; „MiScellaneen aus der Diplomatik und Ge-