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schichte" (Marburg 1798); „Geschichte der nassau- oranischen Länder und ihrerRegenten"; „Wilhelm I., König der Niederlande ", sowie mehre andre Lebens-beschreibungen in den „Zeitgenossen"; „Histor.Denkwürdigk." sLeipz. 1817).
Arnoldisten, s.Arnold von BreScia .
Arnould (Sophie), eine in den Annalen der Galanterie und des Witzesberühmte pariser Schauspielerin, geb. zu Paris d. 11. Febr. 1747. Ihr Vaterhielt ein bsiwl >^r»i und ließ ihr eine glänzende Erziehung geben. Die Namr be-gabte diesen Liebling des pariser Publicums mit einem sehr empfänglichen Geiste,einem weichen Herzen, einer reizenden Stimme und sehr schönen 'Augen. Ein Zu-fall brachte sie aufs Theater, woselbst sie vom 15. Der. 1757 — 78 das Publi-cum entzückte. Die Prinzessin von Modena lebte im Kloster V;>I <le präee. Eswar damals Mode, daß Damen von Stande in der Tharwoche die Sünden beich-teten, welche sie in den Faste» begangen zu haben sich erinnerten. Zufällig bemerktedie Prinzessin eine sehr schöne Stimme, welche die Abendmesse sang. Diese Sän-gerin war Sophie Arnould . Der Intendant der kömgl. Capelle erbie't durch diePrinzessin davon Kunde und gegen der Mutter Willen mußte Sophie in die Kapelletreten, wo die Frau V.Pompadour sie singen hörte und nachher sehr sentimental aus-rief: „Aus solchen Talenten kann eine Prinzessin werden". Dies bahnte Sophieden Weg zur parsser Oper, deren Königin sie bald wurde, und hauptsächlich alsThealire in „Castor u. Pollup", als Ephise im „Dardanus", als Iphigenia in „Iphj-genia in Aulis" glänzte. Durch Schönheit, durch natürliches Spiel und als sehrgeistreich, bezauberte sie Alle und verschwendete ihre Jugend, ihren leider bisweilenzu freien Witz und die reichen Geschenke ihrer Verehrer mit einer liebenswürdigenUnbefangenheit. Alle Vornehme und alle Gelehrte besuchten ihre Cirkel, unter Letz-te, nd'Alembert, Diderot, HelvetiuS, Mablr, DucloS und Rousseau . Lie wurdemit Ninon de l'EncloS und Aspasia Verglichen, von Dorat, Bernard, Nhulieres,Marmontel und Favart besungen. Ihr Witz machte zu ihrer Zeit solches Glück,daß ihre mündlichen Epigramme gesammelt wurden; sie traf Den bisweilen sehr bei-ßend. welchem sie ihre Überlegenheit fühlen lach-n wollte, und halte dennoch keineFeinte. — Als sie Sully'S und Ehoiftul'S Bildnis auf einer Dose in der Revolu-tionszeit sah, persiflirte sie den Zufall durch die kürzen Worte: „Gest la rc.-otte ,-tlu <>, pensc". Ein Geck, der etwas Schönes in ihrer Gesellschaft sagen wollte, be-merkte: „.1 präsent I'e-Plit onurt !v<> rnoz", worauf Sophie A. schnell erwi-derte: „tsi'e,?t nn beult gne >ee «ote stznt coueie". Als 1802 der Pfarrer vonSt.-.Germain l'AuxerroiS ihr die letzte Ölung reichte, sagte sie ihm plötzlich:
«nis -<>MM6 äl.istcbttiic, lu-anon-n» sto;> olie? ma-ernnt n mir. rar j'.ii
uiuiä". Sie starb 1802 im nämlichen Zimmer, in dem der Admiral Colignvermcdet wurde, und in dems. I. mit ihr die Schauspielerinnen Elairon undDu-meSril. Im Anfange der Revolution kaufte sie zu Luzarche das Pfarrhaus, schufes mein schönes Landhaus um, mit derThürübcrschrift: „lie »sis,,-, --st". — Ihrdrittcr Sohn, Constant Dioville de BrancaS, blieb als Oberster der Tui-raffie e in der Schlacht bei Wagram .
Arnsberg, der 3. Regierungsbezirk in der preuß. Provinz Westfalen , hat< auf :39 OM. in 14 Kreisen 428,000 Einw. darunter in 55 «tädten 101,900^ Einn.) Der Lttitz der Regierung und des Oberlandesgerichts ist in der schöngebautenj Kreüstadt gl. JA an derRuhr, m. 3100 Einw. In der Nähe sind die Trümmer desalten Schlosses mit dem Freistuhl, wo sonst die heimliche Fem ihre Sitzungen unter: der Erde des Nachts hielt. In dem ganz n Reg. -Bezirke herrscht viel Fabrikfleiß,
. z. B. in der Enneperstraße, zu Alten«, Iserlohn, Brilon, Brockhausen, Dortmund u. s. >'. Der Ackerbau ist weniger ergiebig wegen der HörigkeirSpflichten der kleinenBesiier und der großen 'Ausdehnung und daher unvollkommenen Vewirthschaftung, der motzen Gutshöfe.