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Erster Band. A bis Bl.
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festgesetzt sein kann, sondern das Gefühl und die Überzeugung der Verpflichtunggegen ihn. Der Arzt muß als gelehrter Künstler für das Public,»!! arbeiten, ermuß diese Arbeit zu jeder Zeit, sobald es die Noth crfoterk, selbst unter Umstünden,die ihm unangenehm, beschwerlich, die oft sogar gefahrvoll für ihn sind, über-nehmen; er muß, um das Leben und die Gesundheit Andrer zu erhalten, seineRübe und seinen Lebensgenuß, ja seine eigne Gesundheit und sein Leben wagen.Wie reichlich daher die Dienste des Arztes auch bezahlt werden mögen, so bleibenihm immer »och die gerecbtesten Ansprüche aus die Dankbarkeit Derer, für die erarbeitet. Halbwilder und Wihlinge beschuldigen gern die Arzncikunde überhaupt derUnsicherheit, weil sie die natürliche» Grenzen derselben nicht kennen, und weil esüberhaupt leichter ist, über eine Kunst zu spotten als sie richtig zu beurtheilen.Was von Natur unheilbar ist, vermag kein Arzt zu heilen, was Alter allmälig her-beiführt, kaun Krankheit schnell herbeiführen. Db die Natur oder der Arzt dieKrankheit geheilt habe, kann Dcrjenigefreilich nicht einsehen, der weder die.Grasteder Natur, die Art und die Grenzen ihrer Wirksamkeit in Krankheiten, noch dieWirkung her Arzneimittel kennt, daher er lieber dem Zufall zuschreibt, was eineWirkung der Arzneimittel ist. — Der Arzt steht gegen den Staat im Verhältnisseeines der ersten S te. sdiener. Diese Würde kommt ihm zu sowol wegen der nichtgemeinen Talente uno der Summe von Kenntnissen, die ihm nöthig sind, wegen derWichtigkeitseiner Verpflichtungen, als auch wegen der Nothwendigkeit seiner Kunst.Der Sraat wird nur erhalten von seinen gesunden Bürgern, wird nur vertheidigtvon gesunden S oldaten, regiert von gesunden Beamten. Je mehr Kranke, destoschwächerkerStaat; je längere Dauer der Krankheit, desto länger muß der Staatdiesen Bürger entbehren. Es erfodcrt daher das erste Interesse des Staars, für dieGesundheit seiner Mitglieder zu sorgen. Darum liegt ihm ob, für die Ausbildungechter Arzte Sorge zutragen, die Unwürdigen von Ausübung der Arzneirunst ab-zuhalten, also auf die hinlängliche Prüfling der Arzte, auf die Forkschrine dersel-ben zu sehen, die Entweihung der Kunst von Pfuschern aller 'Art zu verhüten, fürdie Sicherung des Lebensunterhalts der Arzte, für die Erkaltung ihrer Würde imStaate, ihrer Rechte und für ihreBelohnung zu wachen. Doch wird hier da? Ver-hältniß zum Staate, wie es sein sollte, angenommen, obgleich die Erfahrung invielen Ländern das Gegentheil zeigt, und theils Unkenntnis diesen wichtigen Zweigder Staatsverwaltung vernachlässigt, theils Selbstsucht und kleinliche Rücksichtendem Arzte die Würde schmälern, die ihm als StaakSdiener zukommt. II.

As, in der Musik die 9. Stufe der diatonisch-chromatischen Tonleiter vono an gerechnet, wenn sie zu k die kleine Terze macht; ist sie die große Terze zu ooder die Duinte zu oS so wird sie pst genannt. As-clur. s. A, auch Ton undTonart. —Ferner ist As 1 e'n Aporhckerpflmd (s. Apothekergewicht);2) ein Dukatengewicht, der 79. Theil eines Dukatens ; 3) ein bekanntes Karren-blau; I) eine alrrömische Münze, die in den verschiedenen Festen eine» sehr ver-sehn denen Werth harte.

A S b e st, ein Mineral von grünlicher und graulicher Farbe, welches ge-wöhnlich in lange» mehr oder minder zarten, entweder gerade - oder krummlau-fenkcn Fasern, i» schmalen, den Serpentin durchsetzenden Gangtrümmern, beson-der? in Savoyen, Piemont, Tirol, Salzburg , aufssorsica, Cppern, Kandia, inUncarn. am Ural, zu Reichenstein in Schlesien, Zöblih in Sachsen :c. vorkommt.Es ist kehr weich, biegsam und leicht. — Von den Alten wurde dies Mineral undbesinders die Am ia n th genannte Abänderung desselben zurAnfertizung derun-vewrennlichen Leinwand gebraucht. Zu dem Ende wurde der Asbest im warmenWcsser eingeweicht, mit den Handen und mir scharfen Känmien durchgearbeitet,darauf die Fäden durch eine Spindel vereinigt und auf die gewöhnliche Weife ge-wekr. In neuern Zeiten hac man von dem Asbest Lampendochte und Papier