Band 
Erster Band. A bis Bl.
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ÄschyluÄ

Kraft und Nachdruck nicht erreichte, so vorcheilhaft er sich auch durch sinnlicheWahl der Worte, durch Reichthum und Deutlichkeit der Gedanken auSpicknete.Zllliiiälig verlor er die Gunst des Volks und flüchtete nach Rhodus und Sauos,wo er bis an sein Ende rhetorischen Unterricht ertheilte. Wir haben von hmnoch3 Reden und 12 Briefe. Sie stehen in den Sammlungen von Aldus, SephinuSund Reiske (3. u. 4. Bd.). — Äschines, der Philosoph, ebenfalls ausAhen derzum Unterschiede von jenem auch der Sokratische genannt wird, war en amierSchüler des Sokrates . Wir besitzen unter seinem Namen noch 3 Gespräche „Vonder Tugend", „Dom Reichthum" und „Vom Tode", welche jedoch eine krergcreKrir,k,ihm abspricht. Beste AuSg. von I. F. Fischer, Leipzig 1186.

A fchvluS, der Vater des Hähern griechischen Trauerspiels, geb. irr 3. oder4. I. der 63. Olymp. (525 v. Ehr.) zu Eleusis in Attika von edlem Stamn. Vonseinen LebenSumstanden baben wir mangelhafte und unsichere Naetzrichtm. Erfocht in den glorreichen Schlachten von Marathon und Salamis, sah die Risten-macht des DariuS und Reepes untergehen und war begeistert von dem stolzen undfreudigen Gefühl der geretteten Freiheit. Mit dieser hohen Begeisterung dichte.e erseine Tragödien, in welchen er nach den rohen 'Anfängen des TheSpiS zuerst die tra-gische Kunst zu einer würdigen Gestalt erhob, sodaß er als der wahre Setzözfer der-selben zu betrachten ist. In voller Rüstung (sagt A. W. Schlegel), wie Palas ausdem Haupte des Jupiter , sprang die Tragödie aus dem (einigen hervor. Ek benei-dete sie würdig und gab ihr einen angemestenen Schauplatz; er erfand den scenischenPomp, er belehrte den Chor im Gesang und Tanz und trat selbst als Scha stpulerauf. Er entfaltete zuerst den Dialog und beschränkte den lyrischen Theil der Tragö-die, der jedoch bei ihm oft noch einen zu großen Raum einnimmt. Die Charaktereentwarf er mit wenigen kühnen und starken Zügen. Seine Plane sind äußu-st ein-fach , aber großartig. Verwickelungen und Auflösungen kennt er nicht. Ale seineDichtungen offenbaren ein hohes und ernstes Gemüth. Nicht die sanftere Rrhrung,das Schrecken herrscht be ihm; das Haupt der Medusa wird dem erstarrenden Zu-schauer entgegengehalten. Seine Bekandlung des Schicksals ist äußerst hu b: inseiner ganze» düstern Herrlichkeit schwebt es über den Sterblichen. Der Kothurndes Ä. bat gleichsam ein ehernes Gewicht; lauter riesenbafte Gestalten schreitendarauf einher. Es scheint ihm fast Überwindung zu kosten, bloße Menschen zuschildern; Götter läßt er b lusig auftreten, ain liebsten Titanen, jene ältern Götter,welche die dunkeln Urkräsre der Natur bedeuten und vorsängst in den Tartarus,unter die bester geordnete Welk hinabgestoßen sind. Nach dem Maße seiner Perso-nen sucht er die Sprache selbst, die sie führen, riesenmäßig anzuschwellen. Darausenrsteben schroffe Zusammensetzungen, überladen mit Beiworten, im Lv «setzen oftNerfchlungenheit der Wortfügungen und große Dunkelheit. In der Abenteuerlich-keit und Grandiosität seiner Bilder und Ausdrücke gleicht er dem Dante und H hak-speare. Wir besitzen von seinen Tragödien, deren Gesammtzahl auf 10, von An-der» sogar auf 90 angegeben wird, nur noch 1; aber unter diese», nach demZeugniffe der Alten, einige seiner vorzüglichsten Werke. Sie sind: „Der gefeffeltePrometheus", „Die sieben Heerführer gegen Theben", „Die Perser", „Agamem-non", „Die Ehoäphoren", „Die Eumeniden" und „Die Schutzflehenden". Miß-vergnügt, geringere Stücke den seinigen vorgezogen zu setzen, und namentlich überden Sieg des jungen Sophokles, nach Andern aber wahrscheinlicher, weil man ihnder Irreligiosität anklagte, verließ A. sein Vaterland und begab sich nach Sicilien,wo ihn der Konig Hiero sehr etzrenvoll aufnahm, und er 456 v, Chr. in einem10jährigen Alter starb. Die geschätztesten ÄuSg. s iner Werke sind: London 1663und 1664. in Fol., von Stanley: Haag 11l5, 2Bde. in 4„ vonPaw; ».Halle1809 — 21, 5 Bde. (3. Aast,), von Schütz. Einzelne Stücke haben u. A. her-auSgeg. Brunck, Hermann , Blomsield u. A. m. Eine genügende Übers. s. Tra-