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Erster Band. A bis Bl.
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457
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Äsen Asiatische Gesellschaften und Museen 457

gödien haben wir in unserer Sprache noch nicht. Die Versuche von §r. L. Grafenvon Stolberg, Conz und W. v. Humboldt verdienen jedoch Erwähnung. Die erstenBände einer Ausgabe des AschyluS mit einem Commentar von Aug. Lafontaine(seit 1822) verdienen wegen des nach ganz neuen Grundsätzen verändertenTextes Beachtung.

Äsen, s. Nordische Mythologie.

Ash anti, ein kriegerisches Negcrvolk unweit und auf der Goldküste vonGuinea, in der Nähe der britischen Niederlassung Cape-Coast-Castle aus Sierra-Leone , 75 Meilen von Georg de la Mina, das wir durch Bowdichs lio,n

O-Ipe-Loast-Lastle lo ^sIi.iiitee"(Lond. 1819), dann durch Ios.DupuiS'S„.lr»irn.os.1 re-iistenco in v.ckninteo" (Lond. 1824), sowie durch den mörderischen Kriegdesselben im I. 1824 mit den Briten, in welchem der Gouverneur der genanntenbrit. Colonie, General Maccarthy, das Leben verlor, kennen gelernt haben. DasReich der Ashanti ward vor etwa 100 Jahren durch einen glücklichen Eroberer aufeine Art lehnherrlicher Verhältnisse gegründet. Er hat sich von 6 — 9°Br. undbis zu 20° L. bis zum Flusse Volta ausgebreitet. Der Wohnsitz des Königs ist Ku-massi. Das Gesetz erlaubt ihm 3333 Weiber, da auf dieser mystischen Zahl dasWobl der Nation beruht. An seinem Grabe werden seine Kammerdiener und Hof-bedienten, über 100, geschlachtet, damit er mit einem flandesmäßigen Gefolge inder Unterwelt ankomme. Mehre Negerstaaten unter eignen Fürsten sind von ihmabhängig. Ashanti selbst (660 lüM. mit 1 Mill. Einw.) ist ein Theil vonWan-gara, das außer jenem noch 2 Staaten enthält: Dahome und das mächtige Be-nin, dessen Konig 200.000 M. in den Krieg führen kann. Das fruchtbare Benin ist in der Gesittung weiter vorgerückt als Ashanti.

Asiatische Gesellschaften und Museen, gelehrte Vereine zurErforschung und Sammlung aller ausAsienS Geschichte, Natur-, Länder- undVölkerkunde sich beziehenden Nachrichten. Die 3 großen Vereinigungspunkte fürdie Erforschung Asiens sind London, Paris und Petersburg . Die Knrnl .i-ämiake>l-iet> »s 6ieut-Ili >lai» anst Irelaiiü zählt 800 Mitgl., Präsident ist Wynn,Direk'torColebrooke. Colebrooke hakte sie gestiftet und den 19. März 1823 eröffnet.Sie gibtsslämiz.ieiie,,,^ heraus London 1824, V,ck. 1,4.). Ähnliche Gesellschaf-ten haben sich in Asien selbst zu Calcutta (von deren „4<ü>'>tic ile^ax-lx-s" 1825der 15. Bd., 4., zu Serampur erschien', Bombav und Bencoolen gebildet. SeitWill. Jenes die gelehrte Gesellsch. in Calcutta (1784) gründete, hat die Erforschungder asiatischen Literatur Riesenschritte gethan. Den Bramanen ward das Geheim-niß ihrerSanscrirliteratur entrissen, und ihr Zusammenhang mit der griechischenaußer Zweifel gesetzt. Die wichtigsten Hülfsmittel »um genauern Studium derarabischen und persischen Sprache und ihrer Schriftsteller wurden durch denDruckbekanntgemacht; die asiatische Sprachenkunde erhielt eine größere Ausdehnung;selbst die sinesische Literatur trat aus ihrer Verborgenheit bervor. — Die 8r>Lie!<;nsintiguc zu Paris ward 1822 von einigen Gelehrten gestiftet. Ehrcnvorstand istderHerzoz von OrleanS. Sie eröffnete ihre Sitzungen den 21. April 1823, nach-dem sie schon im 1822 die Herausgabe des „lonrnal asialigne, ou rneueil>li! inöinniits, ll'extiaili et cke notiees rebltils I'lnstcnre, :> b> >>liilc>!> giliia,anx noiknees. a In litter.iturc: et anx I«NL;ue>> ckes sienplo^ eulant-nix" begon-nen hatte. Der 2. Band erschien 1823. Das damit verbundene Museum wurde1823 errichtet. Die vornehmsten Mitglieder und Herausgeber jenes Journals sindCh/zy, Cocquebert, de Montbret, Dea-'-rando, Fauriel, Grangerct, de Lagrange,Hase,Klaproth, ?kbel Rämusat, Saint-Martin, Silvcstre de Sacy. Letzterer führtim engern Ausschusse den Dossitz. Bei der Asiat. Gesellsch. in Paris und in London fehlen dieLehrstühle für die orientalischen Sprachen, welche inPetersburg mit der-stlbenGesellschaft verbunden sind. ZnLondon gibt es überhaupt keine solchenLehr-