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str'chle, sondern in Oxford und in Cambridge . Die^neu errichteten Lehrstüble inHayleybury sind ausschließend si'ir die Bildung künftiger Beamten in Indün be-siimmt, sonst weder Einheimischen noch Fremden zugänglich. In Paris brandensich Lehrsiühle für das Arabische, Türkische, Persische, für den Sanscnt, dar Chi-nesische und Tatarische, bei dem Olst-xe rn^ul und bei der königl. Bibliothek.
Asien — die Wiege des menschlichen Geschlechts, der Volker, Religionenund Lüaaten, der sprachen, Künste und Wissenschaften; die älteste und reichsteUrkunde der Natur und Geschichte; der lebenvolle Schauplatz der alten Zeit, diesich daselbst noch gegenwärtig in allen Stuft» ihrer einseitigen Entwickelung dar-stellt — liegt im Osten und Norden der alten Welt, geschieden von Australien durch das indische Insel- und Weltmeer (mit den Busen von Bengalen, Siamund Tunkin); von Amerika im Nordosten durch die 14 Meilen breite CookS- oderBeringssiraße (s. B e r i n g) und im Osten durch die große Wasserwüste des östlichenWelt- oder des stillen Meers (mit dem koreanische» Busen, dem japanischen Klip-pen - und dem tnngusischen oder ochohkischen Meere) ; von Afrika durch da» ara-bische Meer mit dem persischen Golf) und den arabischen Busen oderdas roth? Ko-rallenmcer mit der Todespforte; von Europa durch den Busen von Asow mir derStraße von Kassa, durch das schwarze Meer mir dem Bosporus , teni Marmor-meere und den Dardanellen, und durch den griech. Archipelagus. Dagegen ist esverbunden mit Afrika durch die um den Sincu herumgelagerren steppen der Land-enge von Suez, und mit Europa (bis zur Ostsee hin) durch die große Wasserstraßeder Wolga, welche nebst dem Ural in den kaspischen See fällt, sowie durch denFelsengurtcl (wie ihn die Tataren nennen) des Ural und der Wcrchoturen, der sichunter 11° N. Br. aus Novaja Semlja erhebt, die Wolgaebene von dem höher»Flachlande Sibirien scheidet und durch einen Ast, den kleinen erzreichen Altai , sichan Hochasien anschließt. Asiens Flächcnraum — 168,000 UlM. — der sich vom43" 33' bis zum 201" 40'O. L. und vom 9"S. Br. bis zum 18" N. Br., inder größten Breite 900 Meilen und in der größten Länge 1130 M. weit auSdebnt,übertrifft den von Europa 4 Mal. Man unterscheidet ») Südasien (Natolien,Armenien, Kurdistan, Srrien, Arabien, Persien, Indien , Ostindien, Siam,Malacca, Annam, Tunkin, Eocbinchina, Laos, Camboja, China, Japan );i>) Mittel- oder Hochasien (Kaukasus, Tatarei, Bucharei, Mongolei , Tungusicn);und c) Nord- oder Russischasien (vom 44° N. Br. an, Kasan, Astrachan , Oren-burg, Kuban, Kabarda, Georgien , Imirete, Sibwien mir dem Alpeulande Dau-nen und Kamtschatka). — Die Mitte dieses WelttkeilS, wahrscheinlich der ältesteLandrücken unsers Erdkörpers, heißt Hochasien. Hier bildet der Bogdo (d. i. diemajestätische Höhe des Altai ) den Mittelpunkt aller Gebirge. Von dem nördlichenund südlichen Bergrande dieses höchsten und größten Binnenlandes der Erde (mirder 400 Stunden langen und 100 St. breiten, nackten, dürren und wüsten, baldvon Glutwinden, bald von Winrerstürnicn selbst im Sommer heimgesuchten Berg-ebene Kobi oder Schamo an Ckinas nördlicher Grenze), das nur Steppenslüsse undLautsten (kaspiscbes Meer, Aral-, Baikal - und mehre Alpenseen) bar, zogen dieersten Stämme der Völker, dem Lauft der Ströme in 4 Hauptabdachungslinien(Nord-, Ost-, Süd- und Westasien) folgend, nach allen Weltgegenden aus.Wenigstens weist die Wurzelverwandtschaft der indischen, modischen, persischen,slavischen, griechischen und germanischen Stammsprachen auf das westliche ä?och-asien oder Iran hin. Jene Höhen, deren Spitzen aufteilt Himalava (s. d.)(35" N. Br.) bis 21,611 engl. Fuß ansteigen soll, erreichten die gewaltigen Flutennicht, welche vom Sude» her, wo sie an dem Cap Comorin und an dem CapRo-mania sich brachen, nach dem Norden zu, wo das O ap im Osten, TschukotSkoi-Noß im Nordosten, und das Eiscap im Eismeere die äußerste» Spitzen des Fest-landes wurden, die Ostsee umfiosse». Dagegen zeigen die Inseln im Osten (Ja-