459
pan, die Kurilen, Aleuten, Formosa, Haynan und Liqueosinscln) und im Süd-Westen (Sokotorah, OrmuS u, a.), vorzüglich die Eilandsgruppen zu beiden Lei-,ken des Äquators (s. Indien) und die Halbinseln (Kamtschatka, Korea , Vorder-und Hinterindien , Arabien) sichtbare Lpuren der Zerstörung des Festlandes der Ur-welt durch Wasser und Feuer. Daher un Innern, an den Küsten und vorzüglichauf den Inseln so viele ausgebrannte und noch rauchende Vulkane! Das Innereeröffnet ein ungeheures Gebiet für den wissenschaftlichen Entdeckungstrieb einesHumboldt. Denn noch sind (seit Marco Polo) nicht genau erforscht die O.ucllen-punkte fast aller großen Stromihäler dieses Welttheils in den Bergländern Hoch-asiens; die südlichen Riesenküsten des Mussart, Mustag >ImauS und des indi-schen, 30,000 OM. großen Alpenlandes (Tibet, Butan, Nepal , Ascham w. ,mit den Schneegipseln des Hindukusch Paropamisüs), Beluriag, Kentaisse unddes Himalaya; und der nördliche Höheuzug des Altai , der im Nordosten an dasKönigsgebirge Kangai (DschingiS-Khans und der Mantschu heiliges, vom chines.Kaiser Kien-Long besungenes-Lkammland) stößt/das nach Korea und Japan hinfortsetzt; wo von jenem südlichen Alpengürtel die heiligen ströme derHiutuS, derBuramputer, Ganges und Indus , sowie im Osten die weniger bekannten Strom-thäler des Irawatti, Menam , Lukian und Menam-Kom (oder Eambodscha^, undim Westen der Euphrat und Tigris (s. d.>, sämmtlich nach Süden in die gro-ßen Busen des indischen Meers ihren Lauf nehmen; wo von diesem nördlichen Al-penkranze der Ob, Ienisei, Lena u.a. m. nordwärts in das Eismeer strömen ; vonbeiden aber ostwärts die S tron'gcbiete des Amur, Hoangho und Iantsekian in dieEinbuchtungen des östlichen oder stillen Meers sich senken, und westwärts der Gi-hon oterAmu, der alte Opus und der-Lir-Darja (oder-i^ihun, der alte Iapar-tcs> in den )lralsee fließen. Fast ebenso wenig kennt man die westlichen GebirgS-stöcke, in Natolien den TauruS und in Armenien den Ararat , in deren Nähe derEuphrat und Tigris , die alte Grenze der römischen Triumphe, ihre Wasser sam-meln. Bekannter sind seit kurzem erst jene Felsenpforten , aus welchen Asien Eu-ropa bevölkerte, die Bergthäler des Kaukasus, aus deren öLchoße der Kuban in dasschwarze, und der AraS (ArareS > mit dem Kur in das kaspische Meer strömen.
Die Natur hat in Asten alle Schätze der Erde aufgethan; die reichsten ,n In-dien ; übrigens ist die Fülle ihrer Schöpfung in einer fortgehenden Stufenleiterdurch alle 3 Erdgürtel vertheilt. In dem beißen, der durch seine Glut die Pflan-zensäfte zu Gewürz, Balsam, Zucker und Caffee veredelt, mit denen Asien West-indien bereicherte, erheben sich die Palmen (sago-, Eocos-, Dattel-, Schirm-palme) bis zu einer Hohe von 200 Fuß; hier ragt der weiße Elefant über alle -Ldäu-gethiere empor, und aus Indien kam der Seidenwurm nach Europa . In seinemSchoße birgt di.ser Erdstrich die schönsten Diamanten, die reinsten Perlen, dasfeinste Gold, das beste Zinn u. s. w. In dem gemäßigten Erdgürtel, der unsermWelttheil die Absenker jener erquickenden cLaftpflanzen, des Weins und der erfri-schenden Obst- und Goldfruchkbäume, sowie die «amen der kornreichste» Gräser,der wohlschmeckendsten Gartenfrüchte (Mohn, Rettig, Kürbiß, Melone u. a. m.)und der reizendsten Blumen (Tulipane u. s. w.) gegeben hat, ist, vorzüglich in denwestlichen Ländern, Ebenmaß mit Fülle und Schönheit gepaart. Hier war dasParadies der ältesten Sage. Hier liegen das reizende Caschemir und der GartenvonDamaScuS; hier blüht die Rose von Jericho (Ana-Uaiica) in der Nähe der Ee-dern des Libanon . Die östlichen Länder derselben Breite besitzen den Theestrauch,die echte Rhabarber u. s. w. Einheimisch sind in diesem Erdstriche das Kameel,die Angoraziege, das tibetanische Schaf, der Fasan und das Pferd. In dem nörd-lichen blüht die Alpenflora Dauriens, und in dem eisigen Boden entkeimt diezwergartige sibirische Ceder, bis jenseits des 60° alle Vegetation erstirbt. Hier lebtdas kleinste vierfüßige Thier, die jeniseische Spitzmaus. Noch geben daselbst Zo-