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Asien
bek, Hermeline, Füchse, Fischotter w. das schönste Pelzwerk; auch das Steinreichliefert reiche Erze, seltene Prunksteine und merkwürdige Fossilien, z. B. im hohenNorden den Mammuth. , S. Organische Überreste.)— Der Mensch (über-haupt 300, nach Andern 580 Mill.) theilt sich in 3 Hauptstämme. Der tata-risch -kaukasische, in Westasien, zeigt die schönste Bildung unsers Geschlechts inder cirkassischen Form; der mongolische Ltamm ist in Ostasien , der malaiische inSüdasien und auf den Inseln verbreitet. Den hohen Norden bewohnt der Polar-mensch (Lamojede, Tschuktsche u. a.). Nach Sprache und Herkunft unterschei-det man 24 Ltämme, zum Theil Überreste versprengter Hordenvölker : Kamtscha-dalen, Ostjaken, Samojeden, Korjäcken, Kurilen, Aleuten, Koreaner, Mon-golen und Kalmücken, Mandschuren (Tungusen, Dauren und Mandschu), Fin-nen, Tscherkassen, Georgier, Griechen, Syrer und Armenier, Tataren und Tür-ken, Perser und Afghanen, Tibetaner, Hindus, Siamer, Malaien, Anamiten(in Tochinchina, Tunkin), Birmaner, Chinesen und Japaner , außerdem die Ur-einwohner der ostindischen Inseln, Juden und Europäer. Hauptsprachen sind diearabische, persische, armenische, türkisch-tatarische, Hinduische, malaiische, mon-golische , mandschuischc und chinesische. Von dem untergegangenen Culturvolkeder Igure» (Uiguren) in Hochasien hat sich noch die Schrift inTibcterhalten, so-wie die Eanskritsprache der Brammen noch in dem indischen Alpenlande, und dasalte Pehlwi noch in dem persischen Grenzgebirge gesprochen wird. Nur das uralteAend ist gänzlich auSgestorben, und die Bildung der alten Iberer und Kolchier amKur und am Phasis (Georgien und Imirete) spurlos untergegangen. Unter denjetzt lebende» Völkern Asiens sind alle Formen des gesellschaftlichen Z"standes vor-handen, von derRohheit derNomaden biszu der weichlichsten Üppigkeit des Orien-talen ; nur nicht die Formen der gesetzmäßigen Freiheit und der Ausbildung desMensche» zu dem höher» geselligen Leben. Denn von jeher haben allein Priesterund Eroberer den Orient politisch gestaltet, und zwar bei öfterm Wechsel der Re-volutionen und Dvnastien (unter Assyrern, Modern, Chaldäern, Persern, Grie-chen, Syrer», Parthern, Arabern, Mongolen, Tataren, Seldschucken, Os-manen, Asgbanen u. s. w.) stets nach derselben Regel des blinden Gehorsams.Darum hat daselbst die alte Zeit in alle» ihren Erscheinungen die Herrschaft überdas Neue und Bessere behauptet; am meisten ist das geistige Leben in China undJapan erstarrt. Noch ist die Sklaverei Sitte; noch is! das Weib zum Werkzeugedes Mannes erniedrigt. Die herrschende StaatSform ist der in Asien entstandeneDespotismus; daher jene kunstvoll abgestufte, peinlich strenge Etikette in allen öf-fentlichen Verhältnissen, sowie die mit Grausamkeit verbundene, durch Opiumund Aberglauben erkünstelte gleichgültige Unempsindlichkeit des Volks gegen dasSchicksal: ein fast allgemeiner Charakterzug des übrigens so leidenschaftlichen Asia-ten! Indeß hat sich auch noch, neben republikanischer Stanimvcrbmdung, diepatriarchalische Gewalt der Stamm-und Familienhäuptcr erhalte». Nur da, woder Europäersich angesiedelt hat, in 47üd- und Nordasien , ist die bürgerliche Cul-tur der abendländisch -christlichen Welt im Aufkeimen begriffen. Schon hat dasChl isteiitbum, das zum Theil i» mehren älter» Sekten s. Maroniten , M o-nophvsite» lind Sekten) sebr ausgeartet ist, in ganz Affe» viele Anbänger ge-sunde», vorzüglich durch die von England und Rußland aus verbreitete Bibelüber-setzung. Nach tun ,.,4>.i!iii>- ist man nämlich in Bengalen mit dem
Drucke der Bibel in der Sanskrit-, Hmdostan-, Mohrall-, Asghan-, Telinga-,Aschami-, Wouth-, persische», Caschemir-, arabischen, Baloughbv-, Sikh-und chinesischen Sprache fortwährend beschäftigt. Äknliches geschieht in St. - Pe-tersburg für die mongolisch-tatarischen Volker, selbst in China gibt es wiederChristen; nur nicht mehr in Japan seit 1037. —Die wissenschaftliche Bildungder asiatischen Völker (Astronomie und Astrologie, Poesie, Moral, Theologie und