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her Konstantinopel, Italien und Frankreich an; aber ihren fanatischen Ungestümwarf Karl Marrell (732 n. Chr.) zurück, und der gothisch -christliche Rittermuthentriß ihnen die pyrenäische Halbinsel. Darauf rüstete sich zwar das Abendland ge-gen den Orient, um dem Sultan der-Leldschucken das heilige Grab zu entreißen,und das christl. Europa lernte jetzt zuerst Asien genauer kennen; aber das Schwertallein kann keinen Welttheil erobern. (S. Kreuzzüge.) Vielmehr sandte Hoch-asien aufs neue unter dem Mongolen Temudschin (s. Dschingis-Khan) seineReiterhordcn nach allen Weltgegenden aus; .doch abermals dämmten die Deutschen den verheerenden Strom mit ihren Leichen bei Liegnih. (S. Wahlstatt.) Zu-letzt warfen sich Tataren und die oSmanischen Türken auf Europa . Sie entrissen(1453) dem ausgearteten Oströmer den Bosporus und Griechenland . Noch stehtdaselbst Asiens Heerlager! Seitdem ward von dieser Seite Europa gegen Asien durch Deutschland geschützt. Zu gleicher Zeit erhob sich der Occidentale durch gei-stigen Fortschritt über die ältesten Völker des OrientS , Perser, Araber, Inder,Smesen. Pulver, Compaß und Druckschrift, die jene besaßen, aber nicht zubrauchen verstanden, verwandelten sich durch den rastlosen Vervollkommiiunastnebdes Europäers zu unwiderstehlichen Waffen. Also kam es, daß Rußland die Wolga für Europa gewann, Sibirien entdeckte, den Stammsitz der alten und neuen scv-thischen Horden, den Altai , bewachte, und zuletzt den Kaukasus überwältigte, wäh-rend— seirVasco da Gama (1498, s. Gama) den Seeweg nach Ostindien ge-funden hatte — die Portugiesen, dann die Holländer und Franzosen , vor Allenaber die Briten, durch den Welthandel das reiche L7üdasien mit europäischen Ge-setzen und Europa mit der wunderbaren Beschaffenheit jener Länder bekanntmach-ten. Schon in Persien ist die europäische Dölkerverbindung vorzüglich durch SirHarford JoneS, Sir Gore Ousely, James Morier und den ruff. General Pernio-loff hineingezogen; noch widersteht ihr die niehr als 1000jährige Diplomarie desHofes von China , obgleich dieses „himmlische Reich des Weltalls" den Nordame-rikanern williger entgegenkommt als den Briten und Ruffen. Am eifersüchtigstenhält Japan Europa von sich entfernt: ähnlich dem Polareise, das bis jetzt die so oftschon versuchte nordöstliche Durchfahrt um das EiScap herum vereitelt hat. Aberder ForsebungSgeist europäischer Seefahrer durchdringr immer mehr auch die ver-schlossenste» Länder, seit Marco Polo, dem Venetianer (1272), bis auf die Bri-ten und Russen, welche bald im Herzen von Asien sich die Hand bieten werden oderdas Schwert! — Über Asien s. m. Ritter'S „Erdkunde", über Kleinasien M.Leake's „,louini>! «i a Inur in ^1si,i niiiior" (London 1824). X.
Asioli (Bonifacio), Singlehrer, Tonkünstler und Componist, geb.zuCor-reggio im Modencsischen 1769. Schon in seinem 8. I. componirte er ohne Anlei-tung; im 10. erhielt er von Morigi in Parma Unterricht in der Composition; im12. gab er zu Vicenza 2 öffentliche Akademien. Nach einem ImonarlichenAufenthalt in Venedig ging er nach Correggio zurück, wo er als Capellmeister ange-stellt wurde und Musikstücke aller Gattungen componirte. In seinem 18. I. ging ernach Turin zu dem kaiserl. Minister Marchese Gherardini, wo er sich ungefähr 9Jahre aushielt und ebenfalls viel componirte. Dann begleitete er die Frau des ge-nannten Marchese 1796 nach Venedig und 1799 nach Mailand , wo er bis 1813blieb, Musikdirector des ehemaligen VicekönigS wurde und sehr fleißig componirte,auch als Censore des mailändischen Conservatorium mehre Unterrichrsbücher, z. B.,/Iiattato cl'armonia", „Oriucipi cloniciilmOmlogo sul tr:>tt:>to etc.",„I'rep.ararione al bel eantn, conlcinuli NMÜi rollc^p.: <1 ui nionch" schrieb.Don 1813 an befindet er sich wieder in seiner Vaterstadt und hat, außermnehrenKirchen- und Kammermusiken, auch wiederum 12 Eolfeggien für eine stimmemit Baßbegleitung, eine Clavierschule in 3 Thln. u. d. T.: „lä-Olimo al c<m>-Beobachtungen über die Temperatur der Instrumente und mehre ÜbungS-