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Erster Band. A bis Bl.
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463
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Askanien

Asklepiaden 463

stücke geschrieben. Seine großern Werke sind außer Italien wenig bekannt, sollenaber sehr gründlich sein. Ein genaues Verzeichniß seiner Werke findet man in der„Leipz. musikal . Zeitung", 182V, - St. 40.

Askanie», dasSrammland des Hauses Anhalt, jetzt die Gegend vonAschers leben (Stadt und Kreis in der preuß. Provinz-Lachsen, Regierungsbe-zirk Magdeburg , mit 8500 Einw. in 1180 H., wo Hoyer, ein armer Greis von10 I., eine Rettungsanstalt sür arme Waisen und Verbrecherkinder um 1820 er-richtete). Anhalt hat mit den Waffen und mit Reichsprocessen dies uralte Erbeseines Hauses Vergebens zurückgefedert, denn der westfälische Friede erkannte dasganze secularisirke Bisrhum Halberstadt dem Hause Brandenburg zu. Ebenso ver-gebens verlangte es von Leiten Kaiser und Reichs eine Entschädigung in vacantwerdenden RcichSlehcn für das entzogene Askanien . Lolche wurden aber wegen deralten häufigen Erbverbrüderungeu zur kaiserl. Disposition nach dem westfälischenFrieden niemals erledigt. Das kenigl. preuß. Haus, erbverbrüdert mit dem an-haltischen Fürstenhause, hat die Ansprüche und Hoffnungen der Dynastie AnhaltVergeblich unterstützt. Die alte Burg Askanien , nahe bei Äschersleben, ist längst eineRuine. Ein sonderbares Geschick verfolgte dies Fürstenhaus: es vermochte nichtwiederzuerlangen, was ihm die Kirche entriß, und mußte, obgleich Eines Stam-mes mit den alten Markgrafen von Brandenburg , deren Lehn und Allodium andas Haus Brandenburg-Hohenzollern endlich fallen sehen und ebenso das alteStammland an der Niederelbe, Lauenburg und Hadeln, an das glücklichere guel-fische HauS. Es war unglücklich in Fehden, unglücklich in Processen, unglücklichin seinen diplomatischen Verhandlungen der Vorzeit, und häupge Familientheilun-gen harten Familienfeindschaft zur Folge.

Asklepiaden, die Nachkommen des Heilgotts Äskulap , die von dessenSöbnenPodalirios und Machaon abstammten und sich mit dem Dienste des Got-tes über Griechenland und Kleinasien verbreiteten. Sie bildeten einen Prieiieror-den, der die in den Tempeln gemachten Erfahrungen der Heilkunst als Geheimnißerblick fortpflanzte, und waren mithin zugleich Arzte, Seber und Priester, daherPlato sagt: Äskulap habe die Mitglieder seiner Familie als Lehrlinge der Arznei-kunst hinterlassen. Sie lebten im Tempel des Gottes, bereiteten die Kranken aufeine die Einbildungskraft anregende Weise aus die heilenden Träume undGotteSer-scheinungen vor, beobachteten sorgfältig den Gang der Krankheiten, wendeten wolselbst auch, wie man glaubt, außer den im Alterthum gebräucklichen Besprechun-gen und Beschwerungen die eigentlich magnetischen Curmittel an, und sammeltendie Erfahrungen, welche sie gemacht hatten. Sie waren sonach nicht bloß die erstenuns bekannten Arzte, sondern in der That auch Stifter der wissenschaftlichen Arz-neikunde, die aus ihrem Kreise hervorging. Die OrdenSverfaffung dieses ärztlichenGeschlechts stammt ohne Zweifel aus Ägypten , woher auch die in Agvpten einhei-mijche Backenschlange (ccüuOer , I.inu.), die man als heilende und

Wahrsagerschlange anwendete, durch Phönitier zuerst nach EpidauruS, dem Haupt-sitze des Gottes, gekommen ist. Um diesen Schlangengott sammelte sich eine Prie-sterkaste und verbreitete von da aus seinen Dienst (so schickte man in späterer Zeit,292v. Ekr., auch auf die Tiberinscl nach Roin eine/olche Heilschlange) und diebei demselben erworbenen Erfahrungen und Kenntnisse, in die man nur durch feier-lichen Eid eingeweiht weiden konnte. Anfangs blieb der Priesterorden Familienor-den, und die Asklepiaden fübrten sorgfältig ihre GeschlecbtSreaister fort. AristideShat dieses Gottcrgeschlecht zu Lmprna durch Lobreden verherrlicht. Aus demselbensiammw der Ltifter der wissenschaftlichen Medicin, Hippokrates, aus Kos , indessen Schriften auch jener Eid aufbehalten ist, welchen die Lehrlinge des Ordensschwören mußten (daher jusjnranllu,« Uss,>>vei.iti-ft; sowie ein ÄsklepiadeS ausPrusa in Buhynien z20 v. Ehr.) als erster praktischer Arzt in Rom und Stifter