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der methodischen Schule genannt wird. In der Folge weihte man, wie Galenberichtet, auch Fremde' in diese Geheimnisse und in den Orden ein. — Übrigenssinken wir den Namen der Asklepiaden auch in der Literatur der Griechen. (S. dieAbhandlung über die Fragmente des AsklepiadeS aus Tragilus in den „,4cti8 zckiilo-lvAvr. ^Isn>!>Lt.-i><;>u,»", herauSgeg.vonThiersch, I.Bd., 4.H., S. 491fg.)
Asklepiadeische Verse bestehen aus 2 oder 3 Choriamben und wer-den diesem zufolge in große und kleine unterschieden. Den Anfang macht jedes Malein SpondäuS, und den Schluß ein Iambus:
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IhrCharakter ist lyrisch, Anmuth und Kraft vereinigend. Bei Hora; kommenb verschiedene, aus asklepiadeische» Versen gebildete Versmaße vor. Er gebrauchtentweder den kleinern oder den grbßern asklepiadeischen Vers jeden allein, oder läßtden kleinern mit dem glykonischen Vers wechseln, oder läßt auf 3 kleinere asklepia-deische einen glykonischen, oder auf 2 kleinere asklepiadeische einen pherekratischenund einen glykonischen DerS folgen.
Äskulap (bei den Griechen A sklep i os), der Gott der Heilkunde. Einigenennen ihn einen Sohn Apoll'S und der Arsinoi;, der Tochter Leucipp'S; AndreApolls und der Koronis, der Tochter des Phlegyas. Verschieden werden auch dieWunder erzählt, welche seine Wiege umringten. Nach Einigen wurde er von sei-ner Mutter ausgesetzt, von einer Ziege gesäugt, von Hirten gefunden und an einemWimmernden Glanz um ihn für göttlich erkannt. Nach Andern hatte Koronis zu-gleich Umgang mit IschyS gehabt; der erzürnte Apoll (oder Diana statt seiner) tak-tete die Ungetreue, rettete aber das Kind, das sie in ihrem Schoße trug. LetztereMeinung war die allgemeinste und wurde auch durch das pythische Orakel bestätigt.Später brachte Apoll seinen Sohn zu Chiron, der ihn in der Heilkunst und Jagdunterrichtete. — In der erstem erlangte er einen hohen Grad von Geschicklichkeit,daß er sogar den Ruhm seines Lehrers verdunkelte. Nicht nur verhinderte er derLebenden Tod, sondern rief selbst Verstorbene wieder inS Leben zurück. Zeus aber,durch seinK Bruders Pluto Klagen über Beeinträchtigung bewogen, erschlug mitseinem Blitze den Wohlthäter der Menschen, die ihm fortan aus Dankbarkeit gött-liche Ehre bewiesen. Insbesondere ward er zu EpidauruS im PeloponncS (s. Ar-goliS) verehrt, wo ihm ein Tempel nebst einem Haine gewidmet war. Aus demgenauen Register, welches hier über die merkwürdigsten Krankheiten und deren Heil-mittel geführt wurde, sammelten die größten Ärzte Erfahrung und Kenntnisse.Don da verbreitete sich sein Dienst über ganz Griechenland und kam endlich auch»ach Rom . Als hier einst die Pest 3 Jahre lang wüthete, wurden, auf Anrathendes delphischen Apoll, Gesandte zum Ä. nach EpidauruS geschickt. Kaum wa-ren sie vor dem Gotte erschienen, als unter dem Bilde desselben eine -Schlangehervorkam, welche gerade nach dem römischen schiffe zueilte. Diese Schlange,die maift für den Ä. selbst hielt, wurde,mit großer Feierlichkeit nach Rom ge-bracht, worauf die Pest nachließ. — Ä. hakte 2 Söhne, Machaon und Po-dalirios, auch Asklepiaden, die im trojanischen Kriege als Helden und Arzte sichberühmt machten. Seine Töchter waren Hygiea, Iaso, Panacca und Ägle,von denen erstere als Göttin der Gesundheit verehrt ward. — In den Abbildun-gen erscheint Ä. als ein bärtiger Mann, mit einem von einer Schlange umwunde-nen Knotenstabe, dem Bilde der Genesung. Neben ihm steht der Hahn, dasSymbol der Wachsamkeit. Oft ist er mit dem Lorber Apoll'S gekrönt. Zuweilenfindet man neben ihm einen kleinen Knaben, TelesphoruS, abgebildet, der eineMütze auf dem Kopfe trägt und ganz in einen Mantel gehüllt ist. — Ost wirdÄ. auch bloß unter dem Bilde einer Schlange vorgestellt. («. Sickler, „Die Hie-roglyphen in dem Mythus des Äskulap :c/', Meiningen 1819.)