Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Asmannshäuser Wem Asow

AsmannshäuserWein. Er wächst unterhalb Rüdesheim auf blauemSchiefer. Der rothe von einer kleinen rothen Burgunderrebe wird besonders ge-schätzt. Seine Earmelitfarbe ist ihm ganz eigenthümlich. Sein Feuer gebietetMäßigung im Genusse. Der edelste wächst in den Weinbergen der wiesbadnerKammer und wird in Wiesbaden zum Theil verkauft. Es soll Litte der dortigenPrivatweinbergsbesiher sein, die trefflichen rothen Trauben mit den weniger vorzüg-lichen weißen zugleich zu keltern. Schon der Ohm^inverfälschten MostS kostet oftan Orr und Stelle 120 —160 Guld. Auch Geschmack und Geruch dieses edelstenrothen Rheinweins sind ganz eigenthümlich. Schön bleibt dieser rothe Wein nur3 oder 4 Jahre und wird dann jährlich schlechter, indem sein rother Farbestoff nie-derschlägt. Manche feine Rhcinweinkenner ziehen den rothen Asmannshäuser demedelsten Burgunder vor.

Asmodi, nach der hebräischen Fabellehre ein böser Geist und Dämon desSatans, der nach einander 1 Männer der Lara, einer Tochter Raguel's, zuRageS tödtete. Der junge Tobias hielt ihn aus RafaclS Rath durch Gebet, dreitä-gige Enthaltsamkeit von seiner Braut und durch eine auf glühende Kohlen gelegteFischleber,von sich fern. Rafael aber nahm ihn gefangen und bannte ihn in dieWüsten ÄgrptenS. — Von dieser Dichtung nennt man A. den Ehcteufel, denschadenfrohen und boshaften Anstifter aller großen und kleinen Ehezwiste, die ermit unermüdlicher Thätigkeit anzuspinnen bemüht ist. — Der Name Asmodidrückt Verwüster, Verderbensengel, Würgengel aus. Er heißt auch wol Ab-badon.

Ä sop, der älteste griechische Fabeldichter, war nach der gewöhnlichen SageausPhrygien gebürtig und diente als Lklave, bis sein letzter Herr ihm endlich dieFreiheit gab. Sein Leben fallt in die Mitte des 6. Jahrh. v. Chr. Er trug prak-tische Lebensregeln sinnbildlich meist in Gestalten der Thierwelt vor und erwarb sichdadurch einen Ruf, der sich über Griechenland und die benachbarten Länder verbrei-tete. Krösus, König von Lydien , rief ihn an seinen Hof und hielt ihn durchWohlthaten auf immer bei sieh zurück. Nur zuweilen unterbrach er seinen Auf-enthalt daselbst durch Reisen nach Griechenland, Persien , Ägvpten, wo er allent-halben seine lehrreichen Dichtungen ausstreute und dafür Beifall und Ehre erntete,Krösus sandte ihn einst nach Delphi, mit dem Auftrage, dem Apollo zu opfern.A. erzählte hier seine Fabel von den hin- und hcrschwankenden Stäben, die vonfern etwas scheinen und, in der Nähe besehen, Nichts sind. Die delphischen Prie-ster, welche die Anwendung davon auf sich machten, beschlossen, sich durch seinenTod zu rächen, und stürzten ihn von einem Felsen herab. PlanudeS, der Vers.eines schlechten Romans über Ä., schildert ihn als überaus häßlich und mißgestal-tet, und läßt ihn selbst stottern; allein dieses Bild stimmt nicht Mit Dem überein,was die Alten uns von ihm erzählen. Aber auch die Nachrichten der Alten vonÄ. haben wenig Zuverlässiges. Am wenigsten können ihm die unter seinem Na-men noch vorhandenen, von PlanudeS zuerst in eine Sammlung gebrachten Fabelnmit einiger Gewißheit zugeschrieben werden; ihr Ursprung verliert sich in das Dun-kel des Alterthums, und nicht unwahrscheinlich ist cS, daß sich in der neuen FormEtwas von dem alten Inhalte aufbewahrt habe. Von den ältern Ausgabe» sindam geschätztesten die von HenricuS StephanuS (Paris 1546, 4.) und von Hudson(Oxford 171iH. In der neuesten Zeit haben ihn de Furia (2 Bde., Florenz 1809,und Leipz. 1810), Korais 'Paris 1810) und Schneider (Breslau 1811) nachHandschriften in sehr veränderter Gestalt herausgegeben.

A sopus, der Name mehrer Flüsse in Griechenland , von denen der achäi-sche und böotische die berühmtesten sind. (S. Ä g i n a.)

Aso w, Stadt und Festung im Gouvernement Jekaterinoslaw, auf einerInsel am Ausfluß desDon in das asowscheMeer (sonst !U-"-n>is, in neuernCoiwersatioiis-Lcxicvii. Bd. I. "0