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'Aspasia Aspecte
Zeiten auch zuweilen Meer von Zabache genannt.) Sie hat über 8000 Einw.Erst 1774 ward A. von den Türken für immer an Rußland abgetreten.
Aspasia war zu Milck in Ionien geb.; ihr Vater hieß A.riochus. Früherhatte eine andre Schönheit aus Ionien , Thargelia, das Beispiel seltener Vereini-gung politischer und wissenschaftlicher Talente mit aller Anmuth ihres Geschlechtsgegeben, und diese scheint A. sich zum Muster genommen zu haben. In Athen waren fremde Frauen gleichsam geächtet, denn ihre Kinder, wenn sie auch in derEhe gezeugt waren, wurden nicht als rechtmäßige betrachtet, und dieser Umstandtrug viel dazu bei, daß man sie in die Reihe der Buhlerinnen gestellt hat. A. be-schäftigte sich mit Politik und Beredtsamkeit, diesen mächtigsten Waffen der Frei-staaten. Plato gedenkt einer sehr schönen Rede, die sie zum Lobe der bei Lechäumgebliebenen Athenienser hielt, und man behauptet, daß sie den PerikleS in der Be-redtsamkeit unterrichtet kabe. Ihr Haus war der Sammelplatz der angesehensten,geistvollsten und tugendhaftesten Pe: > neu Griechenlands , und Sokrates bc suchtesie oft; ja man beschuldigte ihn selbst, daß er eine leidenschaftliche Liebe zu ?br ge-fühlt habe. Dem PerikleS, diesem großen Manne, der es verstand, zugleich Bür-ger und König einer Republik zusein, wußte sie die reinste und dauerhafteste Liebeeinzuflößen. Man nannte ihn den olympischen Zeus und seine Begleiterin Aspasia die Juno. PerikleS trennte sich von seiner Gemahlin, um A. zu heirachen ; Plut-arch erzählt, daß er stets für sie die größte eheliche Zärtlichkeit besaß, und gewißkonnte eine niedrige und verderbte Frau ein solches Gefühl nicht einflößen. Manbeschuldigt sie, 2 Kriege veranlaßt zu haben: den einen zwischen den Atheme nsernund Samiern, wegen Milet , wo sie geboren war; den andern zwischen den Athe-niensern und Lacedäinoniern, wegen Megara. Plutarch rechtfertigt sie wegen die-ses Unrechts, und ThucrdideS nennt ihren Namen nicht, obgleich er die Ursachendes langen pcloponnesischen Krieges mit den kleinste» Nebenumständen erzählt.Nur der murhwillige, aber nicht historisch treue Aristophaues erwähnt jener Be-schuldigung. Das acheniensische Volk, das gegen den PerikleS aufgebracht war,ihn selbst aber nicht anzugreifen wagte, verfolgte Diejenigen, die seine besondereNeigung, Achtung und Liebe genossen, und verklagte unter Andern die A. wegenVerachtung der Götter. PerikleS vergoß mitten im ArcopaguS Thränen, als erdie A. vertheidigte, und entwaffnete die Richter. Man sagt, daß A., die Freun-din des SokrateS, die Gefährtin des PerikleS , der Gegenstand der Huldigungendes AlcibiadeS, nach Perikles's Tode ihre Gunst einem unbekannten, gemeinenManne, LvsikleS, schenkte, der aber bald von ihrem Geiste durchdrungen wordensei und in kurzer Zeit einen großen Einfluß in Athen erlangt habe. Man kann be-haupten, daß A. Einfluß auf die ganze Nation hatte, denn in ihrer Gesellschaftwurden Die gebildet, die das Ruder des Staates führten. Ihr Name war soberühmt, daß der junge CyruS seine Geliebte Milto nach ihr benannte, um dadurchden Eindruck zu bezeichnen, den sie auf ihn machte, denn der Name Aspasia be-zeichnete die liebenswürdigste der Frauen, wie 'Alexander den größten Helden.
Aspecte, in der Sternkunde die verschiedenen Stellungen der Sonne, desMondes und der Planeten im Thierkreise gegen einander. Es gibt 5 Aspecte:die Conjunctiv» oder Zusammenkunft, die Opposition oder der Gegenschein (dieSvzvgien), der Gedritt- oder Trigonalsehein, der Geviert- oder O.uadratschein(auch W uadratur genannt) und der Gestehst - oder Sextelsebein. — Die Zusammen-kunft (in den Calendern mir dem Zeichen cr angedeutet ergibt sich, wenn 2 Pla-neten einerlei Lange haben. In diesem Falle sind ihre Orte im Thierkreise nur umdie Summe derDiffercnz ihrer Breite, nachdem sie nämlich aus einer oder auf ent-gegengesetzten Seiten der Ekliptik liegen, verschieden, und also, da diese nie be-trächtlich ist, wenig von einander entfernt. Hätten sie bei gleicher Länge auch völ-lig gleiche Breite, so wütchen sie einander bedecken. Die Zusammenkunft des Mon-