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des mit der Sonne verursacht den Neumond; fällt aber auch ihre Breite fast oderganz zusammen, so entsteht eine Lwnnenfinsterniß. Der Astronom bestimmt mit-telst der Zusammenkünfte der Planeten den Lauf derselben, der Geograph und derSeemann aber die Länge der Örter auf der Erde. — Der Gegenschein (im Calen-der F) ereignet sich, wenn die Länge zweier Planeten um 180 Grade verschiedenist, sodaß der eine aufgeht, wenn der andre untergeht. Stehen Sonne und Mondim Gegenschein, so haben wir Vollmond, und fällt zugleich ihre Breite fast oderganz zusammen, so entsteht eine Mondfinsternis;. Der Gedriktschein /X findetstatt, wenn sich die Längen zweier Planeten um den dritten, der Geviertschein O,wenn sie sich um den vierten, der Gesechstschein H-, wenn sie sich um den sechstenTheil von 360 Graden unterscheiden. Für die Wissenschaft sind die 3 letzter»Aspecte von fast gar keinem Nutzen, aber die Astrologen schrieben ihnen allen einengroßen Einfluß auf die Schicksale der Menschen und Staaten zu. Dieser Aber-glaube ward Ursache, dafi die Aspecte in die Calender aufgenommen wurden, wor-aus sie gegenwärtig füglich wegzulassen wären.
Asper, ASpre oder Aktsche, die kleinste Silbermünze der Türken.Der gemeine Asper hat 5 Gran Gewicht und ist seit 1764 der 30. Theil einerDrachme fein Silber, wonach er einen halben Kreuzer werth ist. Drei machen1 Para, 120 einen Piaster oder Löwenthaler :c. Der große oder schwere Asper,womit die Hofbeamten und Zanitscharcn bezahlt werden, ist von doppeltem Ge-wicht und Werth.
Aspern und Eßlingen , 2 Dörfer, bekannt durch die am 21. und 22.Mai 1809 von dem Erzherzoge Karl über den Kaiser Napoleon gewonneneSchlacht, liegen auf dem Marchfelde, Wien östlich gegenüber. Nach dem Falleder Hauptstadt beschloß der östreichische Feldherr, einen Theil des feindlichen Hee-res ungehindert über die Donau gehen zu lassen, ihn dann mit seiner Armee um-fassend anzugreifen und, wo möglich, in den Fluß zurückzuwerfen: ein Plan,welcher völlig den Umständen und dem Terrain angemessen war und nur durch dieEnergie des franz. Heerführers und die außerordentliche Tapferkeit seiner Truppenvereitelt wurde. Der Erzherzog nahm daher eine Stellung binter Gerasdorf, zwi-schen dem Bisamberge und dem Rußbache, aus der er am V. Mai Mittags, alsNapoleon , mit seiner halben Armee ungefähr, von der Lobauinsel aus, den letz-ten Arm der Donau passirt hatte, in 5 Eolonnen (75,000 Mann und 288 Ge-schütze) abmarschirre und durch eine Art vonRecktSsehwenkung einen Halbkreis bil-dete, in welchem sich das franz. Heer wie eingescblosscn befand. Zn dem engenund ganz ebenen Raume zwischen Aspern und Eßlingen (beide liegen eine halbeStunde von einander entfernt) begann nun die mörderische Schlacht. Alles hingvon dem Besitze der beiden Dörfer ab; Aspern wurde gleich anfangs von den Ost-reichern genommen, ihnen bald darauf entrissen, wiedererobert, bis es ihnen end-lich blieb; aus Eßlingen wurden sie aber durch die stets hinzukommenden feindlichenUnterstützungen immer wieder geworfen. Dagegen scheiterte der wiederbolte Ver-such Napoleons , das Centrum der Östreicher zu sprengen, an der unerschütterli-chen Standhaftigkeit ihres Fußvolks. Die Nacht machte endlich dem erbittertenKampfe auf einige Zeit ein Ende. Vorher schon war die Brücke, welche das reckteDonauufer mit der Lobauinsel verband, durch brennende Fabrzeuge und ^cbiff-mühlen durchbrochen worden, sodaß die fram. Verstärkungen nur langsam undvereinzelt durch Überschiffung auf dem Schlachtfelds anlangen konnten, und dasganze Corps von Davoust dem Kampfe müßig zusehen mußte. Dessenungeachtethatte sich, bei Erneuerung der Schlacht, am 22., das Verhältnis der Srreiterzahlsehr zum Vortheil der Franzosen geändert, da diese, anfangs viel schwächer, jetztwenigstens ebenso stark als die Östreicher waren. Die Schlackt hatte auch an die-sem Tage den gleichen verheerenden Charakter und fast denselben Gang, als am
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