469
Assag Assemanni
deren Gebrauch eine Commission sachverständiger Mitglieder des NationalinstitutSeine Verbesserung der bisherigen Manier nannte. Auch die russischen Feldzüge1812 und 1813 machte er mir und hakte dabei das Unglück, einige Glieder zu er-frieren. Er lebt jetzt in Mailand als ein sehr geachteter praktischer Arzt und istLehrer am klinisch-chirurgischen Institut. Sein „Handbuch der Chirurgie" initalienischer Sprache sand viel Beisall.
Assas Nicolas, Chevalier d'), geb. zu Vigan, stand als Hauptmann beidem franz. Regimente Auvergne und machte sich durch die Art, wie er sieb selbstfür sein Vaterland aufopferte, der Bewunderung der Nachwelt würdig. In derNacht vorn iS.zumIK. Oct. 1180 befehligte er bei Klosterkamp, in der Nabe vonGeldern, eine Feldwache, und ging bei Änbruch des Tages aus, um die Postennachzusehen. Hier traf er auf eine Abtheilung feindlicher Truppen, welche diefranz. Armee überfallen wollte, und ward ergriffen, mit der Drohung, daß dererste Laut, den er auSspräche, ihm das Leben kosten würde. Das Wohl des franz.Heeres stand auf dem Spiele; ohne sich einen Augenblick zu bedenken, sammelte erseine ganze Kraft und rief: „Hierher, Auvergne, die Feinde sind da!" Die Dro-hung ward sogleich vollzogen, aber seinen Zweck halte er erreicht, denn der Über-fall mißlang. A. war nicht verheirarhet; man bestimmte aber für immer seinerFamilie einen Iahrgehalt von 1000 LivreS, welcher zwar durch die Revolutionunterbrochen ward, aber in der neuesten Zeit wieder ausgezahlt worden ist.
Assecuranz, Versicherung, ein Glücksvertrag, vermöge dessen Einer (derAssecurant) sich gegen den Andern verbindlich macht, ihm den Schaden zu ersetzen,den er an gewissen Gegenständen und unter gewissen Umständen — hinnen be-stimmter oder unbestimmter Zeit — erleiden möchte. Die Absicht des Letzten! dabeiist, sich auf den Fall eines möglichem Verlustes den Ersatz zu sichern; die Absiebtdes Assecuranren hingegen kann entweder eigennützig oder uneigennützig sein. Beab-sichtigt er seinen eigenen Vortheil, so läßt er sich, nach der mehr oder weniger zubefürchtenden Gefahr, mehr oder weniger Procente Von dem Werthe der versicher-ten Gegenstände bezahlen. Dieser Fall rindet in der Regel beim Versichern derSchiffe statt. Uneigennützig ist die Absicht des Assecuranten, wenn dieser auseinem Verein von Personen besieht, die sich gegenseitig ihr Eigenthum, z. B, ihreHäuser vor Feuerschaden, versickern. In diesem Fall wird von jedem Tbeilneh-mer nur nach Maßgabe des eingetretenen Schadens ein verkältnißmäßiger Beirraggegeben. Schon in den römischen Gesehen scheint vom Versickern die Rede zusein; allgemein schreibt man jedoch diese Ersindung den Juden zu, die 11X2 ausFrankreich vertrieben wurden und sich, zur Erleichterung und Sicherung des Trans-ports ihrer Habschafreu, der Assecui anzen zuerst bedienten. (S.Feucrversich e-rung, Lebensversicherung und Waarenversicberung.l
Asse m anni (Simon), geb. den 20. Febr. 1152 ;u Tripolis di Soria,gehörte zu den gelehrtesten Maroniren neuerer Zeiten. In Rom , wo seine FamilieBürgerrecht und patriziscbe Ehre genießt, erwgen, erhielt er 1785 den Ruf nachPadua , wo er als Professor der orientalischen Sprachen am Laminar, dann ander Universität bis zu seinem Tode am 8. April 1821 geblieben ist. Mit der Erklä-rung der kufisch-arabischen Alterthümer im Hause Nani zu Venedig („»»«", si.»-ti>-r> dlniünnn", Venedig 1788, 2Bde., Fol.) begann er die Reihe s. Lcbnsren, diealle die orientalische Literatur betreffen. Sehr geschätzt werden s. „Erklärung derarabischen Denkmäler in Sieilien" und die „Beschreibung eines ^lnlniü coelr-u i,-,",mit arabischer Schrift, der sich im Museum des Cardinal Borgia befand. Wirk-sam als Lehrer, war der gefällige Mann bis zu s. Tode unablässig thätig. Das k.k. Institut der Wissenschaften Von Italien hatt« ihn, wie mehre gelehrte Gesell-schaften, unter seine Mitglieder aufgenommen. 10.