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Erster Band. A bis Bl.
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470 Assiento Assimilation

Assiento (span. Vertrag) nannte man dieBewilligung der spanischen Re-gierung, daß eine fremde Nation, mit Ausschließung andrer, auf eine bestimmteAnzahl von Jahren Negersklaven aus Afrika in die span. Colonien in Amerika ge-gen eine gewisse Abgabe einführen und Handel damit treiben durfte. Schon Phi-lippIV. und Karl >>. von Spanien schlössen mit den Engländern sowol als Hollän-dern einen solchen HandelStractatz dann waren die Engländer bis 1101 in dem al-leinigen Besitze des Assiento. Sie verloren ihn, als Philipp V. von Anjou aufden span. Thron kann, indem dieser (1702) der franz. Guineacompagnie, welcheseitdem auch den Namen Assientocompagnie annahm, den Handel auf 10 Jahre-«gestand, binnen welcher Zeit sie das Recht haben sollte, jährlich 4800 Negerbeiderlei Geschlechts nach dem festen Lande und den Inseln der Spanier in Amerika zu führen. 1713 ward dagegen zu Utrecht mit England der bekannte Affiento-tractat auf30 Jahre abgeschlossen (Großbritannien überließ nachher den Handel derSudseccompagnie), wodurch unter Auderm den Engländern gestattet ward, alleJahre, während des TractatS, ein sogenanntes PermissionS - oder Assienkoschiffvon 300 Tonnen mit allerhand Waaren nach jenen Colonien zu schicken. Diesesaber zog große Mißbrauche und vielen Schleichhandel nach sich, und die Beschwer-de» und Irrungen darüber wurden so stark, daß eszuletzt 1739 zum Kriege zwischenbeiden Mächten kam, worauf in dem aachner Frieden 1748 zwar der engl. Com-pagnie noch 4 Jahre zugestanden, allein in der 2 Jahre darauf erfolgten ma-drider Convention derselben überhaupt und für die noch rückständigen Assientojahre100,000 Pf. St. versprochen wurden ; und so nah»! der Traktat sein Ende.

A ssiznat, in der franz. Revolution ein Wort für Naiionalpapier, welchesals Münze galt. Es wurden nämlich die ersten 400 Mill. dieses Papiergeldes,welche die constituirende Versammlung mit Genehmigung des Königs 19. April1790) machte, auf den Derkaufder eingezogenen geistlichen Güter assignirr oder an-gewiesen. iLchon den 27. Aug. dess. I. drang Mirabeau auf die Verfertigung von2000 Mill. neuer Assignaten, und es entstand hierüber ein Streit in der Versamm-lung. Vorzüglich zeichneten sich Bergasse und Dupont als Mirabeau'S Gegner aus zsie scheu ein, daß der Assignatenplan eine Erfindung Claviöre's (aus dessen SchriftMirabeau'S Rede nur ein Auszug war) sei, sich und s. Anhänger zu bereichern z daßdurch diesen Plan die reichen Wucherer in den Besitz der Nationalgüter gesetzt wer-den wurden, und daß diese bei welkem nicht hinreichend seien, dieAssignate, besonderswen» sie vermehrt würden, zu decken. Mirabeau setzte ihren Gründen unter andernden großen politischen Nutzen entgegen, daß jeder Besitzer von Astügnaten ein noth-wendiger Vertheidiger der neuen Verfassung sei, welche die Auswechslung der As-signate gegenNationalgurerverbürgt harre. Pethion unterstützte ihn, und es wurdenaufs neue800Mill. geschaffen. Nach und nach vermehrte man dieselben bis auf40Milliarden, und sie sanken zuletzt auf Nichts herab. zW. Mandat.)

As s ig n a t i o n,' s. Anweisung.

Assignation, ein russ. Papiergeld, ward seit 1769 zu 40 Mill. Rubelausgegeben z das Sinken desselben seit 1787 hat den niedrigen Curs der Rubel ver-ursacht. Mit Errichtung der Reichsleihebank wurden neue Assignationen ausge-geben. ImCurS wird unter Rubel derAsstgnarionSrubel verstanden. Man hat As-signationen von 5. 10, 25, 50, 75 und 100 Rubeln. 1809 bezahlte man t RubelAssign . für 1 Rubel Silbergeld. Dieser Stand schwankte bis 1818, wo der Sil-berrubel 375 Kopeken zu sieben kam. 1826 stand er 372 Kopeken.

Assimilation, Veraknlichung, in medicimscher Bedeutung ein Act derErnährung, vermöge dessen der durch die Verdauung a iS den Nahrungsmittelnbereitete und auü den Gedärmen Angesogene Milchsaft den Stoffen des lebendentbieristhen Körpers immer ähnlicher gemacht und belebt wird; insofern könnte manihn auch Animalisation nennen. Der Anfang geht sckon in demGekrösdrüse» vor