Band 
Erster Band. A bis Bl.
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475
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Assonanz Ass 475

Unterhaltungen ein und bestimmt fast durchaus unsere Träume. Zeder einzelneMensch hat auch seine eigene Zdeenassocialion, d. h. gewisse Vorstellungen verbin-den sich bei einem Individuum leichter als bei dem andern, werden oft herrschendund bringen manche Eigenheiten, gewisse Meinungen, Vorunbeile, Neigungenund Abneigungen, unterAnderm auch oft die sogenannten Ltt'ckenpferde hervor.Dieses ist der Grund, warum man die Kenntniß der Ideenassociarion dem Men-schenkenner als einen sehr wichtigen Gegenstand zuschreibt, und warum mancheMenschen, welche dieselbe bei andern erforscht haben und benutzen, über dieselbenoft eine sehr große Gewalt erlangen; denn sie gehört zu Dem, was die Gewohnheitin dem Menschen befestigt hat. E.

Assonanz, eine musikalische Redcfigur, gleichsam eine Schwester der A l-literation (s. d.), denn wie diese in einer Gleichheit der Eonsonanten in mehreirWörtern eines Satzes besteht, so die Assonanz in der Einheit der Vocale. Sie iEeigentlich in der span. und portugies. Poesie einheimisch und harmonirt sehr wohLmit dem Charakter dieser an volltönenden Vocalen reichen sprachen. Die Ver-.suche unserer Dichter, die Assonanz anzuwenden, haben im Ganzen nur dazu ge-dient, ihre llnanwcndbarkeit in unserer -Lprache zu zeigen. Die zweisylbige Asso-nanz kann bei uns in der zweiten Sylbe fast nie anders als in dem stummen E ge-bildet werden, welches wir kaum hören ; und auch die einsylbige wird zu sehr von denEonsonanten übertönt, als daß sie besondere Empfehlung verdiente. Als Ausnah-men möchten die trefflichen Assonanzen in Fr. Schlegel S „Alarcos" und in Apel'S„Gespensterbuch" (Bd. 4) anzusehen sein. Letzterer besonders hat mit vieler Kunstsich der zweisilbigen Assonanz ohne das stumme E bedient.

Assumption, Hauptst. von Paraguav (s. d.), Sitz des llr.Francia 8000 Einw.

Assyrie n, ein im Alterthum berühmtes asiatisches Reich, dessen Gren-zen nicht zu allen Zeiten dieselben waren. Das ursprüngliche Assorien grenzte nörd-lich an den Berg NiphateS in Großarmenien. westlich an Mesopotamien , südsichan Susiana und östlich an Medien. Assur soll es gegründet haben. Unter den Re-genten dieses Reichs sind vorzüglich NinuS (s. d.) und seine Wittwe und Thron-folgen» Semiramis berühmt. NinuS unterwarf sich das babrlonische, das modi-sche und noch einige andere Reicbe. Unter Sardanapal (ungefähr 900 I. V. Ehr.,nach Volney 717 v. Ehr.) ward ArbaceS, Statthalter von Medien, Herr des assy-rischen Reichs. Herodot , dessen Glaubwürdigkeit Volnep erwiesen bat, bestimmtedie Dauer der assyrischen Herrschaft in Dberasien auf 520 I. In der Folge löstesich dasselbe in 3 Reiche auf, welche die Haupkbestandrheile desselben ausgemachthatten, und es bildeten sich aus demselben das medische niir Assyrien und das(neue) babylonische Reich. Doch bald erhob sich Assyrien init der Hauptstadt Ni-nive unter Salmanassar von neuem, indem Medien mit Babylon demselben un-terworfen waren; allein Medien riß sich um 700 los, und der mcdiftbe König Evaxa-res verband Och mir Nabopolasar, Statthalter von Babylon , worauf beide 606v. Ehr. Ninive eroberten und zerstörten. Assyrien wurde jetzt eine modische Pro-vinz, Babylon aber durch Nebucadnezar'S Eroberungen seit 600 ein mächtigesReich. Endlich vereinigte sämmtliche Reiche um 550 v. Ehr. der persische Er-oberer Eyrus (s. d.).

A st, derjenige Theil eines Baumes, der nicht unmittelbar von der Wurzel,sondern erst vom Stamme ausgeht. Aus den Ästen gehen die Zweige und Blätterhervor. Wie man das Wort Stamm bildlich auf Völker und Familien anwendet,so sagt man auch z.B.: „Die Familie theilt sich in mehre Äste". Doch sind in die-sem Sinne die Ausdrücke Zweig und Linie gebräuchlicher. In der Forstwissenschaftbegreift man die Äste unter dem gemeinschaftlichen Ausdrucke von Obergehölz undscheidet bei der Berechnung des Werthes eines Baumes Etamm und Obergchölz.