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Astarte Ästhetik
Die Richtung der Äste ist an jedem Baume charakteristisch und gibt auf den erstenBlick ein Merkmal, sie von einander zu unterscheiden.
Astarte, eine syrische Göttin, wahrscheinlich so viel als die Semele bei denGriechen und die Astarorh bei den Hebräern. Sie hatte nach Lucian einen großen,uralte» Tempel in Phönizien . Einige halten sie auch für die Here, noch andre fürdie 'Aphrodite .
AsteriScus, Sternchen ('), die man im Texte braucht, um damit aufuntenstehende Anmerkungen zu verweisen. Man setzt sie zu dem Worte, auswel-cheS sich die Anmerkung zunächst bezieht. Auch bezeichnet man Lücken damit. Diealten Kritiker bedienten sich des AsteriScuS oder des Kreuzes, e>1>e>u-i, um in denHandschriften irgend eine Unrichtigkeit des Textes anzudeuten; Andre bedienten sichdes Sterns zur Angabe der Echtheit und Richtigkeit.
Asthenie, Schwäche (aus d. gr. « priv.-itlvnni und -rZci/aq, Kraft).Dies Wort ist durch Brown'S Lehrsätze in Gebrauch gekommen und bezeichnet über-haupt bei ihm Schwäche der Erregung. Sie entsteht entweder, indem die Erreg-barkeit des lebenden Körpers durch die auf sie zu schwach wirkenden Reize zu wenigin Thätigkeit versetzt wird, dies ist die directe Asthenie; oder indem durch vorherge-gangene zu starke Reize die Erregbarkeit vermindert worden: indirekte Asthenie.Die asthenische Beschaffenheit wird nach Brown'S Angabe durch folgende Einflüffeerzeugt: zu lange dauernde Kälte, starke und lange dauernde Wärme, Pflanzennah-rung, Wafferund wässerige Getränke, Mangel an verschiedenen Gewohnheitsreizen,z. B. an geistigen Getränken, an Gewürzen, Mangel an Blut, zu schwache oder zustarke Bewegung, Leidenschaften, Ansteckungsstoffe u. s. w. Die vorzüglichstenZufälle, welche die asthenische Beschaffenheit bezeichnen sollen, sind: Frost und«Lchauder, schwacher, weicher, kleiner und sehr schneller Puls, Kopfschmerz vonMangel an Blut, Irrereden, Mangel an Eßlust , Ekel und Erbrechen, Betäu-bung, Schlafsucht, Zuckungen, faule Bräune, Dlutflüffe, Drüsengeschwülsteu. s. w. Unter die asihenischen Krankheitsformen sollen nebst mehren andern be-sonders folgende, nach dem Grade der allgemeinen Schwäche geordnete, geboren:Magerkeit, Schlaflosigkeit, Krätze, die englische Krankheit, Blutflüffe, Unter-drückung der monatlichen Regeln, Durchfall, die meisten Kinderkrankheiten, Scor-but, Gicht, Engbrüstigkeit, Wassersucht , Epilepsie, Lähmung, L chlagfluß, Wechsel-fieber,, TrphuS, Pest. (S. Erregungstheorie.) II.
Ä sthetik nannte man seit Alex. Baumgarten eine besondere Wissenschaftvon dem Schönen und seinen mannigfaltigen Darstellungsarten, welche vor diesemPhilosophen noch nicht vorhanden war, und den Zweck hatte, die Beurtheilung desSchönen auf ein Dernunftprincip zurückzuführen. Von diesem Theile der Philo-sopbie, als Metaphysik des Schönen, sollte die Theorie der Künste und der Kunst-kritik abhängig sein. Auch hier finden wir, wie in andern Gebieten der Erkenntniß,daß sich die Wissenschaft erst dann, nachdem eine Fülle mannigfaltiger Betrachtun-gen und Erfahrungen und die lebendige Anschauung vorhanden ist, in systematischerGestalt entwickelte und ausbildete, indem erst dann ein Princip des Besondern ge-funden werden kann, wenn dieses selbst durch seine verwirrende Mannigfaltigkeitdas Nachdenken dazu aufgeregt hat. Daber auch die Literatur des wissenschaftlich-sten der alten Völker uns nur zerstreute Betrachtungen über einzelne Gegenständejener Wissenschaft und über einzelne Darstellungen des Schönen (einzelne Künste,Kunstgattungen und Kunstwerke) in dogmatischer oder kritischer Gestalt darbietet,obgleich diese oft, wie die hierher gehörenden Beiträge eines Plato und Aristoteles ,eine Lebendigkeit an sich trage», welche den Werth mancher neuern systematischenBearbeitung gar sehr verdunkeln. Als aber, insbesondere durch des berühmtenChr. Wolfs Bestrebungen, die Philosophie (namentlich die Leibnitz 'schc Ansichtderselben) in ein System zu bringe», eineübcrsicht des Ganzen derPhilosophie und