Asiralgeister Astrolabium "181
schränkt sich der Handel aufPersien und das Innere Rußlands , ist aber nicht un-bedeutend. Es kommen jährlich über 60 Schiffe und 1 Caravanen a». Ausge-führt wird Leder, Leinwand, Wollenzeuch und andre europäische Waaren; dagegenvon Persien eingeführt goldgewirkte seidene Binden für die Polen , seidene Zeucheund Sroffd mir Baumwolle gemischt, Reis, Baumwolle, Rhabarber und einigeandre Aporheker- undSpezerciwaaren, vornehmlich aber rohe-Leide. Die Hauptst.der malischen Kosaken, Uralsko i (4000 holz. H> und 15,000 E.), gehört auchzu diesem Gouvernement.
Astralgeiste r. Schon die Magier dachten sich die Möglichkeit einer Ver-bindung zwischen einem immateriellen und einem materiellen Wesen, und selbst dasNeue Testament spricht im Geiste seiner Zeit von bösen Geistern inner dem Himmelund von einem Fürsten , der in der Lust herrscht. Die Kirchenvater modisicirten dasDämonenwesen christlich. QrigeneS betrachtete das Universum als ein belebtes un-ermef,liebes Wesen und ging so weit, zu behaupten, auch für die sündigen Wesender andern Weltkörper habe Christus gelitte». Solche 'Annahmen koinnn nichtauffallen, wenn wir die Zeit berücksichtigen; es war genug, daß sich der Christ v^uastrologischen, Aberglauben zu Huten wußte. In der alerandrmischen Philosoph^ sollte das Feuer eine Idee und ein Geist in der Materie seyn. Plan gewinnt Re-spect vor der Intelligenz unserer Zeit, wenn man solchen Unsinn der Vorzeit liest,welche vom Spuk einer weißen Frau sich an einigen Hosen noch nickt freizumachenversuchte. Es gab Theologen, welcheckehaupteten, Samuels astialischcr Geist seider Heye zu Endor erschienen, und die noch unweiser verkündeten, dak vor ChristiGeburt kein Prophet zu dem Grade von Listigkeit gelangt sei, wozu die Gläubigennun zu gelangen das Glück haben. Genug von einer Lecrion der Verirrungen desmenschlichen Geistes, wenn er da noch denken will, wohin sei» Verstand nicht zudringen vermag. Die sympathetische Cur durch die Gestirne fing in den jüngstenTagen wiederum an Glauben und Vorurthcil zu finden, um dadurch das reineLicht der Wissenschaften wieder zu verfinstern. Man sieht fanatische Gaukler vonder Hohe ihrer hvperphysischcn Grundsätze auf den bescheidenen Forscher nach wah-ren physischen Ursachen mit Verachtung herabsehen, und die Reihenfolge von secun-dairen Ursachen und Wirkungen überspringend, dem gehaltlosen Viechanisnius derNatur, wie sie ihn nennen, ein höheres göttliches Leben, das sie in seiner Wurzelergriffen zu haben vorgeben, entgegensetzen. Der SideromagnetismuS der FrauStulterhenn in Holstein und die Nekromanlie der Dem. Lenormand fand Glaubenbei vornehmen und hoher Aufklärung sich rühmenden Personen, welches vor 30Jahren gewiß weniger der Fall war.
A strognosie, Kenntniß der Sternbilder und der dazu gehörigen einzelnenSterm. (S. Bodc'S „Anleitung zur Kenntniß des gestirnten Himmels", 9. Anst.Berlin 18L3, mit einer allaein. Himmelscharte und transparentem Horizont; undWestphal's „Astrognosie", Berlin .)
A strolabiu m (Planispbärium, Analemma, Winkelmesser), ein Instru-ment, um Winkel nach Graden, Minuten und zuweilen auch nach Secunden zumeyen. Es besteht gemeiniglich aus einer horizontalen Scheibe von Metall, dieauf ihren, äußersten Umfange jene Eintkeilung hat. Durch eine besondere Vorrich-tung (NoniuS) kann die genaueste Lchärfe indem Abnehmen der Winkel erreichtwerden. Auf jener Lcheibe sind Zwei Abseblineale (Diopterlincale), gemeiniglichmit zwischenliegenden Fernröhren, angebracht; eines derselben sieht fest, das an-drebewegt sich um den Mittelpunkt des Instruments. Indem man von dem Schei-telpunkte eines Winkels aus nach zwei in den Richtungen seiner Schenkel befind-liche» festen Punkten visirt, wird aus der Scheibe des Instruments ein S klick Bo-gen abgeschnitten, das das Maß des Winkels ist. In der neuern Astronomie be-dient man sich dieses Werkzeugs nicht mehr, wohl aber in der angewandten Gcome-Cviivei'smoiis-Lexicoii. Bd. I. 31