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Erster Band. A bis Bl.
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Ästrologie Astronomie

trie. , Dir Erfindung, das Astrolabium bci der Schifffahrt anzuwenden, machtendie Ärzte Roderich und Joseph, und Martin Behaim aus Nürnberg, als Jo-hann II., König von Portugal , die Angabe eines Mittels von ihnen wünschte,wodurch man der Gefahr entginge, sich auf der See zu verirren; fie lehrten, wieman durch dasselbe auch ohne Magnetnadel auf der See wissen könne, in welcherGegend man sei. >

Astrologi e, SternLeuterkunst, die trügerische Kunst, aus der Stellungder Gestirne zukünftige Dinge, besonders die Schicksale der Menschen, vorherzusa-gen. Sie gehört zu den ältesten Arten des Aberglaubens und entsprang, wie Baillymir vieler Wahrscheinlichkeit vermuthet, aus der Wahrnehmung, daß die Gestirne,besonders Sonne und Mond, einen unverkennbaren Einfluß auf die Jahreszeiten,die Witterung und Fruchtbarkeit der Erde haben. Dies veranlaßte die Einbildung,als ob alle Gestirne nur um der Erde und um der Menschen willen geschar en waren,und daß sie, da sie auf die Erde einen Einfluß hätten, auch in Rücksicht der Men-schen von Bedeutung sein und nicht nur auf die Begebenheiten ganzer Volker, son-dern auch aufdie Sitten und Schicksale einzelner Menschen Beziehung haben müß-leu. Aus einer Sage derÄgvpter, daßBeluS eine Colonie aus,Agvpren nach Asien geführt,. die sich am Euphrat niedergelassen und nach Art der Agvpter Priester ge-habt habe. welche von den öffentlichen Abgabe» befreit gewesen und von den Baby-loniern Chaldäer genannt worden wären, könnte man vermuthen, daß die Stern-deuterkunst eine Erfindung derÄgvpter sei, wie den» auch wirklich bei diesen sich be-sonders die Thebäer ihre Erfindung zueigneten. Allein die meisten Zeugnisse der lAlten stimmen dafür, daß sich die Astrologie von den Chaldäer» zu andern Völkern >

verbreitet habe. Die Sterndeuter werden daher anest bei den alten Schriftstellern f

durchgängig Chaltäi, sonst auch Generhliaci (s. Genethliakon) genannt, undin der Folge waren die Benennungen Chaldäer, Astrolog und Nativitatstellergleichbedeutend. (S. Horofcop.) Ein BewuS ihre? hosten Alterthums ist, daßsieh die meisten astrologischen Vorhersagungen aufdie Stellung der Sterne gegenden Horizont gründen, welches der erste Kreis war, den man am Himmel kennenlernte. Auch aus der Mosaischen Erzählung (V, 18, 10 > läßt sich auf ihr hohesAlter schließen. Als in den später» Zeiten die Astrologie aus Gewinnsucht und mitBetrügereien zerrieben wurde, gaben sich die Astrologen den Namen Mathematiker,unter welchem sie zu den Zeiten der römischen Kaiser allgemein bekannt waren. IhrUnfug nahm so überhand, daß Tibcrius sie aus Rom vertrieb. Das Gesetz imCodex unterscheidet jedoch die geometrische Kunst von der sogenannten mathemati-schen, d. i. astrologischen. So verwerflich die Astrologie au sich ist, so hat sie den-noch mittelbar der'Astronomie genützt. Sie hak mehr Theilnahme an den Himmels-begcbenhcitcn und mehr Beobachtungen veranlaßt. Im Mittelalrer erhielt sich dieSkerndeuterei mit der Sternkunde zugleich bei den Arabern, von denen wir nochastrologische Schriften besitzen. Pico, Graf von Mirandola , der gegen das Endedes 15. Jahrh, die Irrthümer der Astrologie gründlich bestritk, fand wenig Eingang.Selbst im 16. und 17. Jahrh, hatte die Sterndeuterei an gelehrte» Männern, wieCartano und sogar Kepler , Anhänger. DasKopernicaniscsteSystem und die im-mer mehr erwieseneRichrigkeit desselben haben zwar das Ansehen der Astrologie er-schüttert; aber die neueste Zeit leidet doch an Ruckfällen der alten Krankheit, wieI.W.PfaffS astrologische Schriften: „Astrologie" (Bamberg 1816 , und „ÜberPlcmeten, Conjunctiv» und den Stern der drei Weisen" Bamberg 1821) darthun.Über astrologische Terminologie verbreitet sich Lalande's „Astronomie", Bd. 1(2. AuSg., , S. 497.

A st r o n o in i e, Himmels- oder Sternkunde, die Lehre von den Weltkör-pern überhaupt und ihren scheinbaren und wahren Bewegungen insbesondere. DieAstronomie (von Stern, und i-sxcoe, Gesetz: denn alle Bewegungen der