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Herzens führen den Menschen zu Gott, und nie kann der in selchen Dedürmssengegründete Glaube, welcher allein den Menschen mit Tugendliebe zu erfülbn undüber das Schicksal zu erheben vermag, untergehen. Das unverdorbene, tigend-liebende Herz führt zu eben dem Ergebniß, in welchem die Forschung der wüststenDenker von SokrateS und Plato bis auf Leibnitz und Kant geendigt hat, za demErgebnisse, daß über die menschlichen Dinge ein Gott walte, den der Mensck zwarnicht zu schauen, aber im Glauben zu ergreifen vermag. — Häufig hat nun aberauch eine Ansicht, welche mit der gewöhnlichen VorstellungSweist von Gott breitet,Atheismus genannt. (Dgl. Unglaube n.) d>.
Athem, die Lust, welche während der Epspiration aus den Lungen, ver-mittelst der Nase und des Mundes, ausgeschieden wird. (Vgl. Athmen.) Esgeschieht dieß zwar ohne Anstrengung, dennoch aber wird vor der Nase und demMunde eine strömende Bewegung in der äußern Luft dadurch bewirkt. Diese aus-geathmete Luft ist der Träger der Stimme und Sprache und enthält eine geringereMenge SauerstossgaS, dagegen mehr kohlensaures Gas als die eingeachmete. Außer-dem aber sind dem Athem viel wässerige Dünste, welche sich bei einiger Kalte deräußern Luft sichtbar uebelartig als Hauch niederschlagen, und andere Stoffe beige-mischt, welche ihren Ursprung den Absonderungen in dem Munde, der Nase, derLuftröhre und den Lungen verdanken. Die letztem bewirken die Modisiccuionendes Athems, welche sich, wie jede Beschaffenheit der Luft, durch den Geruch wahr-nehmen lassen. In der Jugend ist der Athem säuerlich und fade; er verliert diesenGeruch nach der Pubertätsepoche und riecht vielmehr angenehm. Wenigstens inden Momenten der Leidenschaft erscheint der Athem des geliebten Gegenstandes lieb-lich und berauschend. Je älter man wird, desto mehr nimmt der Arhem gewöhn-lich einen unangenehmen Geruch an. Der stinkende Athem aber, als Fehler, hängtoft von örtlichen Krankheiten der Nase, des Mundes oder der Luftwege ab, z. B.von Nasengeschwüren und krebsartigen Polypen, von Schwämmchen, Versthwä-rungen des Mundes, Speichelflüssen, vorn Lungenkrebs ; bisweilen ist der übel-riechende Arhem bloß in einer eigenthümlichen Absonderung in den Lungen begrün-det. Auch wird er von schlechten Zähnen, Unrcinlichkeit des Mundes, von man-chen Speisen (z. B. Meerrettig, Zwiebeln und dem ausschließlichen Genusse desFleisches) und fieberhaften Krankheiten erzeugt. In dem letztem Falle entspricht eroft derEigenihümlichkeit der Krankheit. Endlich nimmt er während der weiblichenRegeln, wahrend der Schwangerschaft, während des Wochenbettes und Stillenseine üble Beschaffenheit a», welche dazu beiträgt, den Mann, wie es die Naturverlangt, zu entfernen. Die Heilung dieses ÜbelstandeS muß sich nach den Ursa-chen richten. Außerdem wird Jeder, dessen Athem übel riecht, gegen Andre wäh-rend des Gesprächs die Delicatesse habm, sie nicht anzuhauchen (wovon bei em-pfindliche» Personen Ohnmachten entstanden), sondern sich so zu stellen, daß derLuftstrom den Andern nicht trifft. Auch mag man gewürzhafte, stark und ange-nehm riechende Substanzen kauen. Vgl. Mengin's „ lent-nnen i>l>vric>Iofficun,cle leiipiratione" (Edinb. 1790). 34.
Athen , bei den Türken Athiniah, auch Setines, jene hochberühmteStadt, aus deren Mitte sich das Licht echt menschlicher Geistesbildung durch Jahr-tausende bis auf unsere Zeit verbreitet hat. Diese Hauptstadt des alten König-reichs Attika und des spätern Freistaates soll ihre Entstehung dem CekropS ver-danken, um 1550 v. Chr., und in den ältesten Zeiten den Namen Cekropia gefühlthaben, der in der folgenden Zeit bloß der Burg eigen blieb. Unter der Regierungdes ErichthoniuS verlor sie den alten Namen und erhielt den von Athen , wahr-scheinlich von der Minerva, welche bei den Griechen Athene hieß. Die alte Stadtlag auf dem Gipfel eines Felsens mitten in einer weiten und angenehmen Ebene,welche bei Vermehrung der Einwohner mit Gebäuden angefüllt wurde; daraus