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ten dazu stille abgelegene Plätze aus. Ein solcher war die berühmte Akademie, woPlato lehrte, ungefähr 3 Viertelstunden nördlich von der Stadt gelegen, und einenTheil des Platzes ausmachend, der CeramikuS hieß. Man hatte den ursprünglich 'sumpfigen und ungesunden Boden durch Baumpflanzungen und Durchleitung fri- !scheu Wassers zu einem angenehmen Lusiorte gemacht. Ein^ solcher Ort war auch ^das Lyceum, wo Aristoteles lehrte, und das durch ihn der Sitz der peripaterischen zSchule ward. Es lag jenseits des JlyssuS auf der andern Seite der Stadt und !ward auch zum Schauplatz gymnastischer Übungen gebraucht. Nicht weit davon jlag der minder berühmte CynofargeS, wo AntistheneS, der Stifter der cynischen jSchule, lehrte. Die Letten von Zeno und Epikur hatten ihre Versammlungsorte iin der Stadt. Zeno wählte dazu das bekannte Pöcile, Epikur aber legte sich einen iGarten innerhalb der Mauern an, da er zugleich die Geselligkeit und ländliche Stille jliebte. Allein nicht blos literarische, sondern auch politische Versammlungen gabenverschiedenen Gegenden A.'S ei» besonderes Interesse. Hierher gehören der Hügel ^des AreopaguS, wo diese erlauchte Versammlung ihre Entscheidungen aussprach; jdas Prytaueum oder Haus des Senats; der Pupp, wo das freie Volk von A. sich <berathschlagte u. a. m. Nachdem 23 Jahrhunderte des Kriegs und der Zerstörung,sowie des Wechsels gebildeter und roher Beherrscher über die herrliche Sradt hin- tgegangen sind, erwecken ihre Trümmer noch gegenwärtig Erstaunen und Bewun-derung. Von der AkropoliS steht noch ein nicht unbeträchtlicher Theil. Die Türkenhattet, sie mit breiten unregelmäßigen Mauern umgeben. In diesen erblickt manÜberbleibsel der alten Mauern nebst Bruchstücken von Säulen, die man zum Behufedes neuen Baues aus den alten Trümmern genommen hat. Von den Propyläen,erbaut von PerikleS mit einem Auswande von 2012 Talenten, welche den ehemali- 'gen Eingang bildeten, war der rechte Flügel ein Tempel des Sieges. Das Dachdieses Gebäudes stand noch 1656, wo es durch das Auffliegen eines darin aufbe-wahrten PulvervorrathS zerstört ward. In einem Theile der jetzigen Mauern be-finden sich Bruchstücke von trefflicher Bildhauerarbeit in Basrelief , den Kampf derAthemenser mit den Amazonen darstellend. Von dem gegenüberstehenden Flügelder Propyläen sind noch 6 Säulen übrig, mit Thorwegen zwischen denselben.Diese Säulen, zur Hälfte durch eine von den Türken an der Vorderseite derselbenaufgeführte Mauer bedeckt, sind von Marmor, weiß wie Lcbnee und von der fein-steil Arbeit. Jede derselben besteht aus 3 bis 4 Stücken, welche so künstlich zusam-mengesetzt sind, daß, obgleich sie 2000 Jahre der Witterung ausgesetzt waren,dennoch keine Trennung bemerkt wird. Aus den Propyläen treten wir ins Parthe-non . An der östlichen Vorderseite stehen noch 8 Säulen, und mehre Läulcngängean den Seiten. Von dem Giebelfelde (l'rm>iis>>ie>'), welches den Kampf des Jeep-tun und der Minerva um A. vorstellte, ist Nichts übrig als der Kopf eines Lee-pferdeS und die Figuren von 2 Frauen, ohne die Köpfe; allein in Allem ist diehöchste Wahrheit und Schönheit zu bewundern. Der Kampf der Centauren mitden Lapithen ist besser erhalten. Von allen Bildsäulen, womit dieses Gebäude ge-schmückt war, ist blos die des Hadrian erhalten. Das Innere ist jetzt in eine Mo-schee verwandelt. Auf dem Ganzen dieses so sehr verstümmelten Gebäudes ruhtnoch ein unaussprechlicher Ausdruck von Hoheit und Größe. Auch von dem Ereeh-theum (dem Tempel des NeptunuS ErechtheuS) sind bedeutende Überreste zu sehen,vornehmlich die schönen weiblichen Bildsäulen, die man Karyatiden nennt, undwelche 2 Bogengänge bilden. Von den beiden Theatern ist nur so viel von den äu-ßern Mauern übrig, daß man ihre Lage und ihre ungeheure Größe bestimmen kann.Die Arena ist versunken, und es wird Getreide darauf gebaut. In der L ladt selbstfinden sich keine Denkmale von gleicher Vortrefflichkeit und Größe mehr. Nahe beieiner Kirche, zur Santa Maria Metggiore, stehen 3 sehr schöne korinthische Läu-ten, die einen Archürab tragen. Man hielt sie für Überreste von dem Tempel