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Alterthümer zu Athen ", welches der Architekt Eberhard nachgebildet und, aufZink-platten abgedruckt, be,ausgegeben hat (Darmst. 1821, gr. Fol.). Leake macht es lwabrscheinlich, daß zu PausaniaS'S Zeit noch manche Denkmäler übrig waren, dieder Periode vor den persischen Kriegen angehörten, weil ei» so vorübergehender Be- -sitz, als, Zeerxes erzwäng, ibm gerade nur Zeit gab, die Vertheidigunzswerke unddie hauptsächlichsten öffentlichen Gebäude zu zerstören. Wahrend Themistokles <bei der Herstellung derL?radt mehr aufden Nutzen sab, Cimon durch eigne» Reich- 1khum und eine großartige Ansicht schon die Pracht beachtete, schien es PerikleS vor- lbehalten, Beide durcb seine Bauwerke weit zu ilberbieten. Doch was ihm mit dem lTribune der andern -Ltaaten möglich gewesen war, konnte man in der Folgezeit 'nicht fortsetzen. So oft die Verwaltung der Staatseinkünfte in weise Hand siel, '
sah zwar A. seinen alten Glanz zurückkehren; aber bald zeigte sich der Einstich derBildung, die von hier ausging, selbst bei Völkern, die in frühern Perioden nie in 'dem griech. Tiaarcnsrstem berechnet worden waren. Leider war Attika keine In-sel, und sobald folglich die natürlichen HulfSzuellen des fruchtbaren großen Mace-doniens von einem kräftigen und aufgeklärten Beherrscher entwickelt worden waren,konnten die widerstrebenden Interessen einer Menge von Freistaaten nicht lange denstrenggeübten Heeren eines kriegerischen Volks Widerstand leisten, die von einemthätigen, kräftigen und ehrgeizigen Monarchen geleitet wurden. -Leit Sylla dieWerke des PiräuS zerstörte, war der Verfall der Seemacht A.'S entschieden, undmir ihr der Verfall der ganzen Etadt. Geschmeichelt durch die Triumvir», durchHadrian'S Kunstliebe begünstigt, war A. wol zu keiner Zeit fo alänzend als unterden Antoninen. Die Pracht von 8 bis 10 Jahrh, lag noch vor Augen, Perikles'S Werke wetteiferten in Erhaltung mit den neuesten Bauten, und Pluta ch b, wun-dert selbst, wie die Gebäude des Ikrinus, des Menesikles und des Pbidias, dieseüberraschend schnell entstanden waren, diese aller Zeit trotzende Neubeit behaltenkonnten. Nirgend wol findet man so richtig gewürdigt als bei Leake, inwiefernPaufanias'S und Strabo'S Nachrichten über Griechenland von uns beachtet wer-den müssen. Wahrscheinlich sah PausaniaS Griechenland noch »»geplündert.Die Römer, aus Achtung vor einem Glauben, dem ihr eigner so verwandt war,und in der Absicht, ein Volk zu gewinnen, das höhere Bildung harre als sie selbst,trugen -Lcheu, die Tempel zu berauben, wo die Herrlichkeit der Kunstwerke alsWeibgeschcnke aufgehoben war, und begnügten sich mit Zwangstcuern, in Phi-lippsd'or zablbar, wenn aus -Licilien, wegen des frühern Einflusses von Ear-khago und Phönizien , die Tempelfchahe selbst weggebracht wurden. Gemäldemöchten ober zu PausaniaS'S Zeit von ihrer Stelle gebracht worden sein. DerKunstsammler Verschleppungen im Großen, die Verzierung Konstantinopels zueiner Zeit, als das Selbstfchaffen neuer Kunstwerke den Baumeistern nicht inebrmöglich, schien, christlicher Eifer, Einfalle der Barbaren zcrst.rlen nach und nachin Ä., was die Kaiser bisher unangetastet gelassen hatten. Noch nach Alarich's Zeit stand jedoch , wie man glauben darf, der Koloß der Athene Promachos. Un-gefähr 120 ward der Paganismug zu A. vollständig vernichtet, und seit Iustinianselbst die Schulen der Philosophen schließen ließ, verlor sich auch die Erinnerungan die Mvthen. Aus dem Parthenon ward eine Kirche der Panagia, und an The-seuS'SLlteile trat St.-Georg. DerGewerbthätigkeit, die sich noch erhielt, brachteRoger von Sicilien dadurch eine Wunde bei, daß er die Seidenweber mit sichnahm, und 1156 siel A. in Omar'S Hände. Um seine Schmach zu vollenden,ei hielt die v<tüdr der Minerva das im Orient beneidete Vorrecht, als ein Leibge-dinge des Harems von einem schwarzen Eunuchen Verwalter zu werden. Das Par-tbenon ward zur Moschee, und am Westende der AkropoliS wurden die Verände-rungen vorgenommen, die durch die neuern Erfindungen des Gefchützwefens noth-wendig geworden waren. Erst 1687, bei der Belagerung A.'S durch die Denetianer