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Erster Band. A bis Bl.
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Athmen

Äthiopier

klastischer als die atmosphärische Luft. — In der Chemie bedeutet Ather eine feine,durchsichtige, sehr leichte, flüchtige und entzündliche Flüssigkeit von meist weißlicherFarbe und angenehmem und durchdringendem Geruch, die mittelst der Säuren ausAlkobol oder höchst gereinigtem Weingeist erzeugt wird und nach dcr Verschieden-,heil dieser Säuren verschiedene Namen hat. Der Äther wird als ein stark auf die Ner-ve» wirkendes Mittelgebraucht. Auch in den Künste» wendetman den Äther vielfachan, z.IB.zur Auflösung des elastischen Harzes, desKopalsw. (Vgl. Napbiba.)

Äthiopier, ei» unbestimmter Name, womit in den frühesten Zeitenalle Völker von dunkler oder schwarzer Farbe, sowohl in Asien als in Afrika , be-zeichnet wurden. Homer setzt daher Äthiopier in den Aufgang und Niedergang.Später wurden darunter die Bewohner Abyssiniens, sowie unter Äthiopien Äbys-schien verstanden. (Vgl. Habesch und Mcroi-.) Die äthiopischen Weib«>r, wel-che häufig als Sklavinnen nach Konstantinopel verkauft werden, zeichnen sich durchdie Schönheit ihres Kbrverbaues aus.

Äthiopischer Ocean, ein Theil des großen Oceans unter dcrLinie, westlich von Afrika .

Athleten, Kämpfer, Theilnehmer an jedem Wettstreite, mithin auch dieJünglinge, die in den Gymnasien körperliche Übungen anstellten, um sich abzubär-ren und zur Führung dcr Waffen geschickt machen. Im engern Sinne nannteman 'Athleten Diejenigen, die aus der Athletik oder Gvmnastik ihr Hauptgeschäftmachten, besonders Ringer und Faustkämpfer. Ihre Bestimmung war, bei feierlichenGelegenheiten öffentlich zu kämpfen, und ihre Lebensweise diesem Zwecke gemäß.Sie wurden wohl genährt und mußten sich der Liebe enthalten. Bevor sie aber zuöffentlichen Kämpfen zugelassen wurden, untersuchte man eines jeden Geburt, S it-ten, Stand und Verhalten; ein Herold rief seinen Namen aus und federte Jeder-mann auf, zu sprechen, wenn er etwas Nachtheiliges von ikm wisse. Erst nachbestandener Prüfung, und nachdem der Athlet einen Eid geschworen, daß er allenErsodernissen genügt habe und die Kampfgesetze genau beobachten wolle, bekam erdie Erlaubniß zu kämpfen. Die Paare der Kämpfer wurden durch das Loos be-stimmt. Den Sieger belohnte nicht nur der Beifall der Menge, sonder» auchKronen und Bildsäulen. Man führte ihn im Triumph auf, schrieb seinen Namenin die öffentlichen Verzeichnisse, nannte die Olympiade nach ihm, und Dichter prie-sen ihn in Lobgesängen. Auch bewilligte man ihm Freiheiten, einen Iahrgehaltund bei den feierlichen Spielenden vornehmsten Platz. Besondere Ehre erwies ihmseine Vaterstadt, denn alle seine Mitbürger theilten seinen Ruhm.

Athletik, s. Gymnastik.

Athmen ist die Verrichtung des thierischen, mithin auch des menschlichenKörpers, die in einer abwechselnden Einziehung und Ausstoßung von Luft besteht,und daher mir abwechselnder Erweiterung und Verengerung der Brust verbundenist. Es macht mit dem Blutumlauf, mit dem es in enger Verbindung steht, denGrund des thierischen Lebens aus. Der Hauptsitz des Athmens ist die Lunge, derenBlutgefäße durch die Wechselsweise Aufschwellung und Verengerung der Lungen-bläschen bald angespannt, bald erschlafft werden, und welche mit der eingeathmetenLuft in die innigste Berührung kommen. Hierdurch werden dem Blute gewisse heil-same Theile aus der eingeathmeten Luft zu-, und andre schädliche oder nicht mehrbrauchbare abgeführt. Es findet nämlich beim Einarhmen eine Zersetzung der ar-mospbärischen Luft (s. Gasarten) statt; das Sauerstoffgas wird dem Blute zu-geftihrt, dagegen das iLlickgas unverändert, das kohlensaure Gas aber vermehrtwieder ausgeatbmel. Ein erwachsenerMenschathmetbeijedemZuge40 KubikzollLust ein. und wiederholt dies in einer Minute ungefähr 18 Mal; folglich verschluckter in dieser Zeit 420 Kubikzoll Luft, wovon sich 36 Kubikzoll in kohlensaures Gasverwandeln. Ein Theil des Sauerstoffgases der atmosphärischen Luft verbindet sich