^Ilantica
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Athctz
kn der Lunge mit dem übeifflüsslgen Wasserstoff und bildet Wasser, welches in derGestalt von Dünsten wieder mit ausgeathmet wird, die bei 40" Reaumur sichtbarsind. Ei» andrer Theil des Sauerstoffgases vereinigt sich in der Lunge mir demÜberschuß an Kohlenstoff iin Blute und bildet dadurch kohlensioffsaures Gas, wel-ches mir dcn wässerigen Dünsten zugleich ausgehaucht wird. Aus allen Beobach-tungen erhellt, daß das Sauerstoffaas zum thierischen Leben unumgänglich nöibigist. Wie es nach dem Einathmen im Körper wirke, darüber sind die Meinungenverschieden. Mit dem Athmen hängt auch die thierische Wärme zusammen, welchewenigstens bei den Säugthieren und Vögeln größer ist, als die sie umgebende Lust.(Vgl. Athem.)
Athos , jetzt Agion Oros, auch Monte Santo, ein hoher Berg oder da«Vorgebirge einer langen Bergreihe der ProvinzSalonik in der europäischen Türkei ,welches sich durch eine 7 Meile» lange und 3 Meilen breite Halbinsel m denArchipel zieht. Terxes ließ die eine halbe Stunde breite Erdzunge, welche die Halb-insel mit dem festen Lande verbindet, dnrchgraben, um seine Flotte an die thessalischeKüste zu bringen. Es erhebt sich gegen 6000 Fuß über den Spiegel des Meeresund ist von Griechen bewohnt. Auf dem Vorgebirge liegen gegen 20 Klösterund eine Menge von Einsiedeleien, die zusammen mehr als 6000 Ordensgeistliche,besonders russische Mönche vom Orden des heil. BasiliuS, zählen sollen. Dieseleben hier in völliger Abgeschiedenheit von der Welt und führen eine so strenge Clau-sur, daß sie kein weibliches Wesen, nicht einmal ein weibliches HauSthier, um sichdulden; dabei sind sie äußerst arbeitsam, schnitzen Heiligenbilder, Agnus Dei undPaternoster, welche sie theils indem aufdein Berge liegenden Marktflecken KaridiSoder KarenS, wo Wochenmärkte gehalten werden, theils auch im übrigen Europa ,besonders in Rußland , absetzen, und sammeln Almosen, um damit ihre beträchtlichenAbgaben an den Pascha und die Pforte bezahlen zu können. Übrigens unterhaltensie mehre Schulen ; der heilige Berg wird für eine der berühmtesten Unrernchisan-sialten der Griechen gehalten, und ihre Bibliotheken sind reich an literarischen, be-sonders handschriftlichen «chähen, die theils vor der Eroberung Konstanrinopelsdurch die Türken hingeschafft wurden, theils auch dahin geschenkt, und theils vonden fleißigen Mönchen selbst geschrieben worden sind. Manches davon ist jedochschon in die großen Büchersammlungen zu Paris, Wien rc. gewandert. Ihre Klo-ster und Kirchen sind die einzigen im osmanischen Reiche, welche Glocken haben.
Ätiologie, s. Pathologie.
Atlanten, in der Baukunst Läulen in Männergestalt, welche einem Ge-simse, einem Vorsprunge w. zur Unterstützung dienen. (Vgl. Karyatiden.)
V t I n II t i n .1 . .stülixl aller äj.mlieiiii, ein merkwürdigesWerkinlatein.nnd schwedischer Sprache von O. Rudbcck (s. d.), voll großer Gelehrsamkeit, an-tiquarischer und historischer Belesenheit, genialer, aber auch lächerlicherHypothesenund schwärmerischen Vaterlandssinnes. Was die Alten von ihrer Atlantis erzäh-len, wendet Rudbeck in diesem Werke auf-Lchweden an und behauptet: die wahreAtlantis des Plato sei Lchweden; Griechen, Römer, Engländer, Dänen, Deutsche und verschiedene andre Völker stammten aus Schweden u. s. w. Die „Atlantica"ist zugleich eine große typographische Seltenheit. Der 1. Theil erschien 1675—79zu Upsala. Von 1684 findet sich eine neue Auflage, und von 1699 eine vomlar. Teere, wovon jedoch nur 3 E.rempl. in den Bibliotheken zu Upsala, Stockholm und Kopenhagen bekannt sind. Dieser Theil enthält auch 42 Plane in Holzschnittund 2 svnchron. Tafeln. Der 2. Th. von 1689 entbält auch ein Lob mchrer in-und ausländischen Gelehrten. Der 3. Th. ist von 1692. Der 4. Th. ist unvollen-det, und auch Das, was davon noch vorhanden, ist äußerst selten ger»orden. Die 3ersten Theile standen unlängst noch in sehr hohem Preise. Vom 4. Th. bestndensich Abschriften in ausländischen Bibliotheken.