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Erster Band. A bis Bl.
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Atlantis

Atmosphäre

Atlantis, bei den Alten der Name einer Insel im atlantischen Ocean, vonder ihnen durch einzelne Schiffer, die sich in das Weltmeer gewagt hatten, dunkleKunde gekommen war. Über die Lage derselben mußten ihre Angaben sehr unzu-verlässig sein, und da sie sie in eine Gegend sehten, wo sich in späterer Zeit keineInsel fand, so war man der Meinung, daß sie untergegangen sei. Doch vermuthetnian, daß vielleicht phönizische oder carthaginensische Handelsschiffe, durch Stürmeund -Strömungen von ihrem Wege abgetrieben, an die amerikanische Küste verschla-gen worden und von dort späterhin glücklich nach ihrem Vaterlande zurückgekehrtsein konnten, und daß also unter der Insel Atlantis desPlaw, sowie unter der großennamenlosen Insel, von welcher Diodor, Plinius und Arnobius spreche», nichtsAndres als das heutige Amerika zu verstehen sei.

Ak l a n t i sch e sM e e r heißt von dem Atlasgebirge das ganze Meer zwischenden Westküsten Europas und Afrikas und den Ostkusten Amerikas bis zum Eismeere.

Atlas, eine Gebirgskette, welche sich über den größten Theil von Nord-afrika verbreitet. Der große Atlas zieht sich im Reiche Marocco bis zur Sahara herunter und mißt über 11,000 Fuß Höbe; der kleine Atlas streicht aus Ma'roccogegen .Nordosten bis zur nördlichen Küste. Die Mythologie der Griechen schufdies Gebirge zu einem Titane», einem Sohne des Iapetus und der Klrme,le. Zeus,der Titanen Besieger, vcrurrheilte ihn, das Himmelsgewölbe zu tragen, welcheDichtung durch seine himmelanstrebende Höhe entstand. Er war mit Weisheit be-gabt, und spätere Sagen legten ihm mannigfaltige Kenntnisse bei, besonders in derAstronomie. Mit der Pleione, des Oceanus Tochter, erzeugte er 7 Töchter, dieunter dem Namen Plejaden (nach dem Vater hießen sie auch Atlantiden) am Him-mel glänzen. Nach Andern war er auch der Vater der Hvaden.

AtlaS, Atla nten, werden,nach dem himmeltragenden Giganten, Land-u. -Veecbarten genannt, nachdem Gerhard Mercator im 16. Jahrh, diesen Namen zu-erst zu Bezeichnung eines geograph.Svstems gebraucht hatte. Der neueste istStie-ler'S Handatlas. (N. A„ Gotha 1827, 6,7 Chart.) —Atlas, ein geköperter sei-dener Zeuch von vorzüglichem Glänze, welcher hauptsächlich von der Art, wie Ketteund Einschlag miteinander verbunden werden, herrührt. Auch ein dergleichen wolle-ner Zeuch. — Atlas, der obere Halswirbel, gleichsam der Träger des Kopfs.

A t m omete r, ein Werkzeug, welches die Ausdünstung des Wassers aus-mißt und dessen Hauptbestandtheil eilt Kessel von Metall ist, in welchen! das Wasserbis zu einem gewissen Grade erhitzt wird. Es ist schwer, mit dergleichen Werk-zeugen richtige Resultate zu gewinnen. Nach Hallev's Versuchen verdunsten beibeißen-L oimnertagcn in Zeit von 2 -Ltunden 233 Gran Wasser, die nach 'einerRechnung .'z- eines engl. KubikzollS Raum betragen. De ccäaussure bediente sichzu seinen Beobachtungen eines andern Werkzeugs, das aus einer in einem Rahmausgespannten Leinwand bestand, und seine Beobachtungen gaben das Resultat,das, bei einerlei Grade des Thermometers und HvgromecerS, die Größe der Aus-dunstung auf den Bergen, bei 3 Mal geringererDichtigkeit der Luft, mehr als dasDoppelte so groß ist, als im Thale. S. de -Laussure's „Versuch über die Hpgro-metrie", a. d. Franz. (v. I. D. TitiuS), Leipzig 1781. I'. .8.

Atmosphäre, Dunstkugel, wird zunächst die Luft, in welcher unser Erd-ball gleichsam zu schwimmen scheint, im weitesten Sinne aber jede Masse feinerklastischer Flüssigkeiten genannt, von welcher ein Körper allenthalben umgeben ist.Man spricht daher von einer Atmosphäre der -Lonne, des Mondes, der Planeten,elektrischer, magnetischer Körper u. s. w., deren Dasein zwar nicht streng erwiesen,aber mit mehr oder weniger Gründen wahrscheinlich gemacht werden kann. Gewißist es dagegen, daß unsere Erde eine Atmosphäre hat, worunter wir, wie aus obi-ger Erklärung folgt, die sie umgebende Luft- und Dunstmasse verstehen, dis wirdaher auch Luft- oder Dunstkreis nennen. Vermöge ihrer Schwere ist die Atmo-