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morpliüra " (Gens 1772, 2 Bde, 4.; deutsch, Lpz. 177k — 78). Auch s. m. d»Abzchn. I)c !ä,tn>o>ip>>öl«: iu Bist'- „'!>»> tä ck'astrnnuinie z>bvs'>gne" (2.Anst,,Paris 1810, 3Bde.), über die Atmosphären dcsMondeS, der Sonne undder übrigen Planeten vgl. m. die Art.
Atmosphärische Luft, s. Ga « arten.
A t m o s p h ä r o l o g i e, die Lehre von der 'Atmosphäre, ihrer Beschaf-fenheit, ihren Veränderungen und Erscheinungen.
Ätna (Monte Gibello), in Sicili'en, der höchste von den 3 großen ftuer,speienden Bergen in Europa , dessen senkrechte Höhe nach Spallanzani 11,400 F.,nach Smith 10,874 F. beträgt. Die Ansicht auf der Nordseite von dem Olivetodes Capuzinerklosters Trecastagne zeigt den üppigsten Vorgrund (die prächtigesl.-iatvlii'cra. indische Feigen, Aloe, Lsrberbäume, Orangen, Granaten) und diereichste Ferne. Man theilt den Berg in 3 Regionen; die erste heißt die angebaute— sie ist mit Städten, Dörfern und Klöstern angefüllt und wird von kleinen Lava-bergen gebildet—; die zweite die Holz-oder Waldgegend, berühmt wegen des üp-pigen Wachsthums ihrer Platanen, Kastanien, Eichen; in dem Schatte» einesgroßen Kastanienbaums haben 100 Pferde Raum, daher heißt er >Iei conli oavalli.Die dritte Region, die »eiste oder nackte, ist mit Eis und Schnee bedeckt. Letzterertst unentbehrlich zu kühlenden Getränken und besseralsEis; der Ätna versorgt nichtnur einen großen Theil Italiens, sondern auch Malta damit, und der Schneehandel,welcher allein für Rechnung des Bischofs von Tatania„betrieben wird, soll einenjährl. Gewinn von 5—6000 Thlr. abwerfen. — Der Ätna erhebt sich sichtbar ausden Urgebirgsmassen; jedoch sind seine geognost. Verhältnisse, weil überall mächtigeLavaflröme eine Decke bilden, nicht gut zu ermitteln. Ausbrüche kennt manvorChr.Geb. 9, darunter sind die von 477 und 121 vorzüglich wichtig; nachEhr. sind esdie von 1160, 1169, 1329, 1536, 1537, 1669, 1693, 1763^ 1787, 1792,1802, 1809, 1811, 1819. Die Lavenergüsse, die mehr aus-Leitenöffnungenals aus dem Krater kommen, verhalten sich in Menge und Mächtigkeit zu denen desVesuvs, wie gewaltige Ströme zu unbedeutenden Flüssen. — de Non'S „Vag-.züUorc5g„o rn Linile" (Bd. 4., Bl. 24) und Graß'S ,,Sicilische Reise in d. I.1808 und 1809". Um die Topographie und Naturgeschichte des Ä'na macht sichdie zu Catania seit 1824 bestehende Gioenische Akademie, welche zu Ehren des Rit-ters Gius. Gioeni, Verf. einer „I.itoingia so heißt, verdient, sowie
W. H. >Lanith durch s. „äkcmoir ckercu ipliva os tbe rv-uuraes, iniialiituut^auck I'vüroc-raphv »k 8>aU>" (Lond. 1824, 4., mit Kpfrn.).
Ä t o l i e n, Landsehaft in Griechenland , an der tNordküste des k orinth. Meer-busens, so genannt von Ätolus, des elischen Königs EpeuS Bruder, der, ausEliSweichend, sich zum Herrn des Landes machte. Das ältere Ätolien wurde durch denAchelous von Akarnanicn geschieden und ging von da bis Kalvdon oder zum FlusseEvenuS, wo cü an Lokrien grenzte. Südlich waren dasMeer und nördlich Thessaliendie Grenzen. ?kls es durch spätere Eroberungen, welche man u. d. 9). Ätolia Epikte-tos begriff, erweitert worden, waren die Grenzen in N.der Öta und dieArhamaner inExiruS; auch Thermopplä,Heraklea und ein großerTheil Thessaliens gehörten dazu.Östlich war Dorien und die Küste bisNaupakms und Eupalion dazu geschlagen. DasLand war rauh und unfruchtbar und durch seine Gebirge fest; nach Herodot undAristoteles waren in den ältesten Zeiten sogar Löwen daselbst einheimisch. Die erstenStammvater der Ätolier waren Hellenen. In kleine Völkerschaften getheilt, hat-ten sie keine Hauptstadt; sie machten sich, mit Jagd und Raub beschäftigt. durchRäubereien zu Lande wie zur See furchtbar; auch behielten sie, als frei und keinemandern Volke unterworfen, die alten rohen Sitten am längsten bei. Früh schon er-richteten sie den grüßen ätolischen Bund, der sich zu Therma jährlich versam-melte , aber erst zur Zeit des achäischen Bundes merkwürdig ward. Wider diesen