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Erster Band. A bis Bl.
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505
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Atomen

Atrophie 505

verbanden sie sich anfangs mit den Römern, dann, als sie merkten, daß dte Römerauch ihre Unterdrückung beabsichtigten, gegen diese mit AntiochuS von Syrien ;endlich hielten sie es mit Perscns von Macedonien und mutzten zuletzt das Schick-sal der Unterjochung mit den Macedoniern theilen. S. Lucas: „Über Polybius's(nicht ganz parteilose) Darstellung des ätol. Bundes" (Königsb. 1827, 4.)

Atomen, nach der Hypothese inehrcr Naturforscher die nicht weiter theil-baren, wiewol selbst noch körperlichen Grundbestandtheile des Urstoffs. SchonMoschus aus Sidon , der vor dem trojanischen Kriege gelebt haben soll, lehrte,wie man behauptet, daß der Urstoff aus untheilbaren Körperchen zusammengesetztsei. Leucipp (510 v. Chr.) stellte, dem idealistischen System der Eleaten entgegen,gesetzt, welches Vielheit und Bewegung leugnete, ein ordentliches Lehrgebäudevon der Entstehung der Welt durch den Zusammenfluß der Atomen auf, wobei derZufall regiert. Demokrit und Epikur bildeten dieses System, Letzterer mit vielenZusätzen, weiter aus. Epikur's Lehre haben Lucrez und unter den Neuern Gassendi ,Letzterer bloß in theoretischen Sätzen, vorgetragen. CartesiuS bildete daraus seinSystem von den Wirbeln; auch Newton und Boerhaave nehmen an, daß derGrundstoff aus einer Anhäufung fester, harter, schwerer, undurchdringlicher, trä-ger und unbeweglicher Theilchen bestehe, von deren verschiedener Zusammen-ordnung die Verschiedenheit der Körper herrühre. — Das auf jene Lehre von denAtomen gegründete Lystem der Narurlehre heißt das atomisiische (;. B. das desLe Sage); es wird auch Corpuscularphilosophie genannt und sieht dem dynami-schen entgegen. (L. Dvnamik.)

Atonie, die Erschlaffung und Abgespanntheit der Nerven und Muskeln.

A treus , Lohn des Pelops und der Hippodamia. Er und sein BruderThyestes ermordeten aus Eifersucht auf des Vaters größere Liebe ihren StiefbruderChrysippus. Darauf flüchteten sie zu Eurystheus, mit dessen Tochter, Ärope,Atreus sich vermählte und nach des Schwiegervaters Tode König von Mycene ward.Thnestes, von unrechtmäßiger Liebe gegen seines Bruders Gemahlin hingerissen,enrebrte dessen Bett und zeugte mir ihr 2 Söhne. A. verjagte nach Entdeckungder Schmach den ThyesteS sammt dessen Söhnen. Allein dieser hatte, Rache dür-stend, feinem Bruder heimlich einen Lohn entwandt und denselben beredet, seineneignen Vater zu morden. Dieses Vorhaben ward entdeckt, und der Jüngling, denA. für seines Bruders Lohn hielt, hingerichtet. Zu spät erfuhr der unglücklicheVater den Irrkbum; die furchtbarste Rache sollte ihm Trost gewähren. Er stelltesich versöhnt, lud den Bruder Thyestes mit seinen beiden Bastarden zu einemGastmahle, und nachdem er die Letzten: heimlich hatte schlachten lassen, setzte er dasgekochte Fleisch dein ThnesteS vor, warf ihm nach geendigtem Mahle die Gebeineseiner eigenen Söbne entgegen und entdeckte ihm mit Hohngelächter die gräßlicheRache, über welche, wie die Dichter erzählen, die Sonne ihren Lauf zurückwandte,um eine so scheußliche That nicht zu beleuchten.

Atriden, s. Agame m n o n.

Atrophie mangelnde Nahrung). Es gibt viele Krankheiten,

wodurch der Köryer von Tag zu Tag abgezehrter, magerer, der gehörigen Ernäh-rung und deßhalb auch seiner gehörigen Kräfte beraubt zu sein scheint. Dadurch,daß die Abmagcrung immer weitere Fortschritte macht, wird sie erst zu einer be-stimmten Krankheit; denn außerdem ist Abmagerung eine Erscheinung in jederKrankheit, weil jede den körperlichen Umfang und die Körperkräfte mehr oder we-niger, schneller oder langsamer vermindert; aber mit der Krankheit weicht auch all-malig das Zeichen, weil es nur Folge der vermehrten Ausleerung, des verringertenGenusses von Nahrungsmitteln, der geschwächten Verdauung ist, und diese Ver-hältnisse sich mit der wiederkehrenden Gesundheit ändern. In der als eigentlicheKrankheitsform bestehenden Atrophie oder Abmagerung dagegen ist diese selbst die