Atterbom
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standes der Form oder des Objekts eines Rechtsstreits, diese Veränderung magnun herrühren vom Richter, von dessen Rechtsspruch mit SuSpensiveffect appellirtwurde, oder von einer der Parteien, die sich dadurch in ihren streitigen (Gerecht-samen gekränkt fühlt. Pfiicht zum Echadenersatz folgt immer aus solchen Ver-änderungen; manche Gesetze bestimmen auch positive, andre solche Strafen, diedem Richter zur Bestimmung anheimgegeben sind.
Arterbo m (Daniel AmadeuS ), Dichter und seit 1828 Pros. der Philoso-phie zu Upsala, geb. den 16. Jan. 1790 im Kirchsprengel Asbo in Qstgothland,nahe an der smalandischen Grenze, Sohn eines Landgeistlichen, wuchs in einer ro-mantischen, einsamen Gegend auf. Träume, Märchen und Sagen waren seine ge-suchteste Unterhaltung und liebsten Spiele. Schon in seinem 4. I. suchte er ämsigin der kleinen Büchersammlung s. VarerS Nahrung für seinen Geist. Aber dieserVerrath war bald durchgelesen, und Nichts mehr übrig als ein paar deutsche Bücher,welche der Knabe schon lange mit brennender Neugier betrachtet hatte: Hübner'S„Geographie" und Pufendorf's „Universalhistorie". Mühsam erlernte der Knabeaus diesen Bücher» und mit Unterstützung des Vaters die ersten deutschen Wörter,Redensarten und Formen. So legte A. den Grund in der deutschen Sprache, derenKenntniß so wichtigen Einfluß auf seine literai ische Lausbahn geübt hat. In seinem9. I. bezog er das Gymnasium von Linköping , in welcher -Ltadt einer seiner Ver-wandten ihn mit Büchern, auch mit deutschen, versorgte. Er las damals mit vielerLeichtigkeit Wieland'S Erzählungen und mehre gute historische Bücher. Auch dieZeitungslecture zog ihn an, und die franu Revolution, die damals sich inBonapar-re'S lebenslänglichem Eonsulake zu beruhige» anfing, erfüllte den Knaben mit re-publikanischem Enthusiasmus. In dem letzten Jahre, das er aus dein Gymnasiumzubrachte, kam ihm zusällig ein Exemplar von Bürger s-Lchriften in die Hände,und dieser Dichter ergriff ikn so gewaltig, daß Von der Zeit an die meisten neuenschwedischemDichter ihm unausstehlich langweilig schienen, obschon man ihm dasZeitalter Gusiav's III. als das Augusiische und goldene der vaterländischen Literaturangepriesen harte. 180', kam A. auf die Universität Upsala. Einige jüngere Ge-lehrte, die, was damals eine seltene Erscheinung in -Lchweden war, die deutsche Li-teratur gründlich kannten, »ahnten den Ankömmling freundlich auf und ermunter-ten das aufleimende Talent durch Raih und Tkat. Mit ihrer Hülfe verschaffte ersich eine ziemlich vollständige Übersicht der deutschen Literatur und machte sich ihreSchätze bis auf die neueste» zu eigen. Unterdessen erweiterte sich A.'S Einfluß, undes sammelte sich allmälig um ihn ein Kreis von Freunden von gleichen Jahren,Gesinnungen und Neigungen, die 1807 eine poetisch-kritische Geftllschafr: „Bundder Aurora", stifteten. Ihre Bestrebungen gingen dahin, die vaterländische Litera-tur und vor Allem die Poesie aus den Banden der akademischen Steifheit und franz.Ziererei, in denen sie seit Gustavs III. Periode schmachtete, zu befreien und zu demUrquell nationaler Begeisterung zurückzuführen. Um dieselbe Zeit ward auch dieLiebe zu dem Ltkudium der vaterländ. Geschichte und Alterthümer in Echwedcnwieder aufgeregt, namentlich durch die Bemühungen des Pros. Gever, und dieseRichtung der geschichtlichen Studie» wirkte wohlthätig in jene poetischen Revolu-tionsplane ein, ohne sie zu theilen. Aus den mannigfachen Gedichten, Studien undKritiken der Mitglieder des Bundes der Aurora entstand 1810 in Upsala die Zeit-schrift „PhoSphoruS ", die bis 1813 fortgesetzt wurde. Sie ist allerdings ei» buntespoetisch-metaphysisches Chaos, und man sieht, daß die jungen Verfasser (außerA. waren Palmblad, Elgstrom, Hammersköld und Hcdborn) noch zu viel mit denPrincipien der Kunst und Literatur zu schaffen hatten, um mit der Ausübung inSReine kommen zu können. Eine jugendlich leidenschaftliche Huldigung der Schle-gel'schen Kritik und der Schelling'sche» Naturphilosophie waltet überall vor; je-doch sind die Aiisichte» Beider keineswegs klar aufgefaßt. Nach dieser Zeitschrift