Attika
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trn zeigt er sich als eln klesdenkender Kopf, der aber in dem Emsigen Forschen nachdem Ergründen der Tiefen manchmal ins Dunkle sich verliert, sodaß der Leser ihmzu folgen ermüdet. Ader auch dieser Tadel trifft mehr feine frühesten Arbeiten.Seine Poesie erscheint überall subjectiv. Man rübmt in ihr das Gemüthvolle, Ge-dankenreiche, und seine Verse gelten als die wohllautendsten der fchwed. Sprache.Seine Gegner, deren heftigster Wortführer der Bibliothekar und KanzleirathWallmark in Stockholm ist, werfen ihm, und nicht ganz ohne Grund, das Spitz-findige und Grübelnde seiner Productionen vor, und daß er in Behandlung derSprache, des Ausdrucks und der Versformen, deren er mehre neue in die Dicht-kunst seines Vaterlandes eingeführt hat (z. B. die achtzeilige -Stanze und dasSonett), sich zu weit von der nationalen Bahn entferne. 29.
Attika, Provinz.des alten Hellas, deren Hauptstadt, Arhen, einst durchGelehrsamkeit, Bildung und feine Sitten die erste Stadt der Welt war, ist eineHalbinsel, welche gegen Norden mir Bestien, gegen» Abend ein wenig mit Me-garis zusammenhängt, und sich mit dem Vorgebirge Sunium (Cap Colonna), wodie Arheuienfer eine Festung und einen prächtigen Tempel der Minerva erbaut hat-ten, weit in das äaäische Meer erstreckt. Die Unfruchtbarkeit des Bodens schütztedas Land vor fremden Einwanderungen, und die Alhenienser rühmten sich eineruralten, „»vermischten Abstammung. Sie nannten sich Söhne des Bodens, densie bewohnten, und gaben vor, mit der Sonne zugleich entstanden zu sei». DieUrbewohner Attikas lebten in einem rohen Zustande, ohne Brot, ohne Ehe undohne Häuser, in zerstreuten Hütten, bis aufCekropS, der um 1550 v. Chr. miteiner Colonie von Sais an der Mündung des Nils nach Attika kam und als ihrerster eigentlicher König genannt wird. Er milderte ihre Sitten und führte siezu einem genußvoller» Leben, indem er sie den Ölbaum pflanzen und verschiedeneGetreidearren bauen lch-'te: zugleich ordnete er die Verehrung der Götter und ge-bot, denselben von den Früchten des Landes zu opfern; er gab Ehegesetze, undbefahl die Todten zu begraben. Die Einwohner, etwa 20,000, theilte er in 1Stämme und vermochte sie, ihre Wohnsitze einander zu nähern und sie gegen räu-berische Einfälle mit einer Umzäunung zu umgeben. Das wae der Ursprung Athens ,welches damals Cekrovia hieß. Einer von CekropS'S (s.d.) Nachfolget», ihmgleich an Geist wie an Namen, gründete noch 11 andre Städte, die sich aber inder Folgezeit gegenseitig befehdeten. TheseuS vermochte daher sämmtliche Staaten,sich zu vereinigen, die einzelnen Obrigkeiten abzuschaffen und Cekropia, das nunAthen hieß, als der Hauptstadt des ganzen Landes, die gesetzliche Macht überden gesummten Verein zu geben. Er stiftete das große Volksfest, die Panathenäen.Er selbst wollte, als der Erste im Staate, über die Beobachtung der Gesetze wa-chen und das Heer anführen. Das ganze Volk theilte er in 3 Classen; die Vorneh-men, 'Ackerbauer und Handwerker. Aus der ersten wurden die Obrigkeiten ge-wählt, welche die Heiligthumer aufbewahrten und die Gesetze erklärten. Zugleichverschönerte und vergrößerte er Athen , und lud Fremdlinge ein, um das Land zubevölkern. Nach KodruS'sTode ward 1068 v. Chr. die königl.Würde abgeschafft,welche, von Cekropsan, 487 Jahre gedauert hatte; statt des Königs herrschte einArchon, der sein Amt lebenslänglich verwaltete. Nach 316 Zähren ward die Re-gierungszeil der Archonten auf 10 Zahre, und 70 Jahre später ausEin Zahr be-stimmt; dagegen aber die Zahl der Archonten auf 9 vermehrt. Noch fehlte eineförmliche Gesetzgebung. Der Archon Drakon erhielt den Auftrag dazu, aber seineStrenge empörte die Gemüther, und s olon gab 594 v. Chr. mildere Gesetzeund eine bessere Verfassung. Die Regierungsform sollte demokratisch sein, undein Senat von 400 Mitgliedern, geivählt aus den Volksstämmen, die Gewalt desVolks leiten. Das Volk theilte er m 4 Classen nach dem Vermögen. Aus den 3ersten sollten die Staatsämter besetzt, die 4. aber zur Volksversammlung gelassen