Attika
Attila
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weil sie ihn nicht selbstgewählt hatten, riefen den DemetriuS Poliorcetes Zu Hülfe,welcher die Stadt einnahm, die alte Verfassung wiederherstellte und dafür randen Arheniensern mit den ausschweifendsten Ehrenbezeigungen überhäuft wurde.Als er jedoch in den Krieg zog, erlosch die Zuneigung des wankelmüthigen Volks,das ihm bei seinerRückkehr die äLtadr »'erschloß. Allein er eroberte Athen , v-wgabden Bürgern und ließ ihnen die Freiheit, indem er bloß Besatzungen in Munychiaund den PiräuS legte. Diese wurden in der Folge von den Atheniensern vertrieben,die nun eine Zeitlang ihre Freiheit behaupteten. Antigonus GonataS unterwarfsie wieder, und in diesem Zustande blieben sie, bis sie sich von Macedonien los-rissen und dem achäischen Bunde beirraten. Nächster verbanden sie sich mit denReinern gegen Philipp und behielten unter diesen ihre Freiheit. Als sie sich aberverleiten ließen, dein MilhridateS gegen die Römer beizustehen, zogen sie die RacheRoms auf sich. Sulla eroberte Athen und ließ ihm nur einen Schein von Frei-heit, den es bis auf Veipasian behielt. Dieser Kaiser machte es förmlich zu euwrrömischen Provinz. Nach der Theilung des römischen ReiehS gehörte Attika zu inmorgenländifchen Kaiserrhume. Es wurde 396 n. Chr. von Alarich , dem (lochen,erobert, und das Land verheert. Das genaueste und schönste Kupferwerk über dieAlterthümer dieses Landes sind: „lüo uinnliio-l anligniues okAiiiun, <-»»,-l!>c -Iiostito'lii'rll rimi.'-in-inklöllNiB, izliiimuu", Niuluni null pI'.luili. !>v ist,: 3r>ln>D olDilctüliiti" (London , bei Longman undMurray, 1k,17,Fol.). (S. Athen.) ^
?lttika, in der Baukunst, ein halbes »Ltockwerk libereinem höhern; dochist nicht jedes Halbgeschoß eine Attika. Dieser Name kommt nicht den zwischen2 Stockwerken befindlichen Halbgeschossen, Entresolen, sondern nur denjenigen,welche unter dem Dache angelegt sind, zu. Die über dem Hauprzesimü stehendenGeländer werden ebenfalls zuweilen, wiewol unrichtig, Attiken genannt.
Attila , Ehel, der Sohn des Mandras, eines Hunnen von könig','. Ab-kunft, folgte seinem Dheim Roas 43t, und theilte das höchste Ansehe» mit sei-nem Bruder Bleda. Diese beiden Anführer der Barbaren, die sich in Ungarn undScpthien niedergelassen hatten, bedrohten das morgenläntische Kaiserthuin undzwangen 2 Mal den schwachen TheodosiuS ll., einen schinipflichen Frieden zu er-kaufen. Ihre Macht wurde allen Vollern Europens und Asiens furchtbar. DieHunnen selbst betrachteten den A. als ihren unerschrockensten Krieger und alsden erfahrensten Feldherr». Ihre Achtung fürseine Person ging baldin abergläu-bige Ehrfurcht über. Er gab vor, das Schwert ihres Schutzgortes gefunden zuhaben, und stolz auf diese Waffe, die seiner Macht ein höheres Ansehen gab,dachte er darauf, sie über die ganze Erde auszudehnen. Seinen Bruder Bleda ließer (414) morden, und da er vorgab, es fei auf göttliche Eingebung geschehen, soward dieser Bruder-nord wie ein «Lieg gefeiert. Als alleiniger Gebieter eineskriegerischen Volks mußte A., bei dem unbegrenztesten Ehrgeiz, alle Völker inSchrecken setzen und, wie er sich selbst nannte, die Geißel werden, deren'Amtsich zur Züchtigung der Menschen bediente. In kurzer Zeit breitere er seine äHerr-schaft über alle Völker Germaniens und Scvthiens aus, und die morgenlandi üchenund abendländischen Kaiser wurden ihm zinsbar. Die Vandalen, seine Bin ideS-gcnossen, die Dstgothen , die Gepiden unk ein Theil der Franken vereinigten sichunrer seinen Fahnen. Einige Geschichtschreiber versichern, daß seine Arme« aus700,000 Mann bestanden habe. Da er die Macht und Reichthümer Pei sienshatte rühmen hören, richtete er feinen Zug dahin. Aber in den Ebenen von 2l rme-nicn ward er geschlagen, und zog sich zurück, um seine Raubsucht im morge nlän-dischen Kaiserthume zu stillen. Leicht fand er einen Vorwand zum Kriege, dennalle -Lraaren, die ihm eine reiche Beute versprachen, waren seine natürlichen Fe inde,und alle Fürsten , die er zu besiegen hoffte, harren Bündnisse gebrochen. So über-