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Erster Band. A bis Bl.
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AtyS ^udsine (llroit ä')

Art. Ikonologie. —Wasübrigens die Poesie betrifft, so wird aus dem Gesagteneinleuchten, daß dieselbe, weil sie hier unmittelbar ailSzudrückcn vermag, was diebildende Kunst wegen ihrer natürlichen Beschränktheit nur andeuten kann, sich ibrcsVorzug« unter den Künsten begeben und ihreWürde vergessen würde, ohne dochdie Wirkung der bildenden Kunst zu erreichen, wenn sie durch sinnliche Attribute,aus der Malerei entlehnt, einen Gegenstand oder Begriff personisiciren, oder gardiese Attribute unverbunden anhäufe.: wollte. Daher auch Herder mit Reckt oieBeschreibung der Fortuna in Horaz's bekannter Ode (l, 35) eine frostige Compa-sitiou nennt, an welcher die freier bildende Einbildungskraft, durch und für welcheder Dicbker schafft, keinen Antheil nimmt. Vor dieser sollen nicht neben einanderbestrebende und ruhende räumliche Formen, die der Geist nicht mit einem Blicke,wie am sickrbaren Bilde, überschauen kann, aufgezählt werden; vor ihr sollen viel-mehr die Gestalten gleichsam entstehen und lebendig wirken. Im Grunde gibt esalso in der Poesie keine Attribute im engern Sinne, d. i. anhangende Sinnbilder,welche zur persönlichen Darstellung B. des Glücks) angewendet werden mühten,weil es hier keiner Erklärung, wie in der bildenden Kunst, bedarf. — Endlich heißen3) in der Logik und nach strengem Philosoph. Sprachgebrauch!' Attribure solcheBezeichnungen, welche als Folgen wesentlicher Merkmale einem Begriffe immerzukommen, wie z. B. die Bewegungsfähigkeit dem Begriffe des Menschen, alsFolge seines wesentlichen Merkmals, des thierischen Körpers, beigelegt wird. st .

AtyS oder Artys , 1) der Cybele Liebling, der, als er einst das derGöttin gethane Gelübde der Keuschheit gebrochen, zur Ltrafe seines Vergehenssich selbst entmannte (s. Cybele); 2) ein Lohn des Krösus, Königs von Lydien ,ein rührendes Beispiel von der Gewalt der kindlichen Liebe. Er war stumm: alser aber in einer Schlacht einen Krieger erblickte, der das -Lckwert aufseinen Vatergezückt hatte, strengte er sich so gewaltsam an, daß in dem Augenblicke das Bandseiner Zunge sich löste, und er in die Worte ausbrach: „Soldat, todte den Krö-sus nicht!"

Atzkraft (v,5 cau-üiea), die Eigenschaft gewisser Lttoffe, z. D. der con-centrirren mineralischen Säuren, der Alkalien, des ungelöschten Kalks, des Arse-niks, des scharfen WuecksilberfublimatS, der Silberkrvstalle, der-Lpießglanzbut-ter und sogar der mehresten andern Salze mit einem metallischen Grundtheile, ver-mögt welcher sie zerstörend aus organische Körper wirken. Innerlich wirken sie alsatzende, fressende Gisse; äußerlich auf die Haut gebracht, erregen sie heftigenSchmerz, örtliche Entzündungen und Anfressungen. Die Kraft solcher Etoffe istalso eine auflösende, d. i. eine Kraft, mittelst welcher ihre Grundmassen streben,sich mit den Theilen andrer Körper zu verbinden, und beruht auf der Verwandt-schaft der Körper unter einander.

Ll tzkun st, s. Kup ferste eherk u nst.

Ä hstein , ein feuerbeständiges Alkali, dem sein Mas durch ungelöschten Kalk,und seine ganze Feuchtigkeit durch Austrocknung und durch die Schmelzung entzo-gen worden ist. Seine ätzende Kraft rührt von der Reinheit der flüchtigen Alkalienher, welche Folge der Austrocknung ist. Er zerstört alle thierische, fowol harteals weiche, Theile in sehr kurzer Zeit. Die Art und Weife, wie er verfertigt wird,hier anzuführen, würde zu weitläufig sein.

A u I> -link (tiroi t cl'). 1) In Frankreich wurden die Ausländer Ntä Mit-telalter Albuni oder Albini genannt. Einige leiten dieses Wort von dem NamenAlb.nnwb ab, welchen sich noch setzt die Hochfchotten geben, nnd es könnte sein,daß, wenn dieser Name allen gälischen Stämmen gemein gewesen oder wenigsten»auch von den Bretagnern gebrauchtavorden wäre, die germanische» Lttämme ihnvon diesen anfalle Fremde übertragen hätten, schon die Römer gestanden denAuslandern keine Erbfähigkeit zu: eure Bestimmung, welche erst Kaiser Friedrich I.