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Erster Band. A bis Bl.
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Aufkauf Auflage

Aufkauf, das Geschäft Desjenigen, welcher die Waare von dem Erzeu-ger kauft, um sie mit Bortheil dem Verbraucher wieder zu verkaufen. Gewöhnlichbedient er sich dazu gewisser Unrerhändler, Auf- oder Vorläufer mit verächtlicherNebenbedeutung genannt, welche die einzelnen Ankäufe für ihn besorgen. Es istviel darüber gestritten worden, inwiefern, wieweit und ob bei allen Waaren derAufkauf zulässig sei. Da der Aufkauf dem Verlangen nach der Waare entgegen-kommt, so wirkt er etwas im Allgemeinen für jede Wirthschaft Wünschenswerthegund ist gewiß nützlich. Nur in den Fällen wird er unzulässig, wo er die Preis-und Arbeitsverhältnisse stört oder in einen leeren Umtrieb zwischen den Großhänd-lern ausartet, um Mangel und hohe Theurung in allgemeinen Volksbedürfnissenzu veranlassen; diesem muß theils durch allgemeine Gesetze, theils durch besondereVerfügungen begegnet werden.

A u f k l ä r u n g in geistiger Bedeutung, fowol die Verdeutlichung der Vor-stellungen, die Jemand von einer Sache hat, als auch der Zustand der Seele, wosie,ni Besitze deutlicher Vorstellungen ist. Doch sollte man diesen Zustand lieberAufgeklärtheit nennen. Man nennt vorzugsweise Denjenigen aufgeklärt, der vonden wichtigsten Angelegenheiten der Menschen, mithin von den Rechten und Pflich-ten des Menschen und von religiösen Dingen deutliche und richtige Vorstellungenhat. Da nun aber die Deutlichkeit und Richtigkeit der Vorstellungen ihre Gradehat, so kann auch die Aufklärung oder Aufgeklärtheit in einem höher» und niedernGrade stattfinden; und da nicht in jedem Stande und für jede Lebensart derselbeGrad von Aufgeklärtheit möglich und ersoderlich ist, so muß das Geschäft derAufklärung mir Vorsicht betrieben werden. Daher unterscheidet man die wahreoder echte Aufklärung von der falschen oder unechten, d. h. den Verhältnissen undUmständen, unter welchen sich ein Mensch befindet, unangemessenen und daherihm selbst oder Andern nachtheiligen Aufklärung. An und für sich kann die Auf-klärung nickt schädlich oder gefäbrlich sein; sie kann es nur dadurch werden, daßman beim Sweben, 'Andre aufzuklären, keine Rücksicht auf ihre Lage nimmt, undibnen daher mehr Licht gibt, als sie ertragen können. Solch ein unbcdachrsamesStreben nach Verbreitung der Aufklärung hcifitAufklärer ei. Die Feinde der Auf-klärung verwechsi-ln Beides mir einander, und heißen, wiefern sie der Aufklärungentgegenwirken, DerdunkleroderDbicuranten. RußlandhateinenMinister derAuf-klärung ; es wird jedoch darunter nicktS Andres als Volksbildung verstanden. 0.

Auflage, 1) die Gcsammrzahl der von einer Druckschrift gemackten Ab-drücke. Die Stärke der Aussagen wird in der Regel durch den Contract bestimmt,welcken die Verf. mir den Verlegern abzuschließen pflegen. Von der richtigen Be-urtheilung der Aussagen nach dem Bedarf des Publicums hängt meistens das Ge-lingen einer buchhändlerischen Unternehmung, sowie der zu machende Preis einerSchriftab, indem bei einem Bücke, das den Absatz einer starken Aussage wahr-scheinlich macht, der Preis progressiv sehr vermindert werden kann, weil die Kostendes Honorars und des Latzes sich auf so viel Exemplare mehr vertheilen lassen, in-dem bei diesen am Ende nur der Preis des dazu gebrauchten Papiers und die Kostendes Drucks selbst in Bewacht kommen. Wenn daher der Preis eines Buchs, das zu500 Exempl. gedruckt wird, weil auf diese geringe Zahl die ganzen Kosten desHonorars, des Latzes und der Mühwaltung vertheilt werde» müssen, relativ hochsein muß, so kann er natürlich bei einer Auflage von 1, 2, 3, 4 und mehrenTausenden immer progressiv geringer gestellt werden. Den grammatischen und tcch-niscken Unterschied zwischen Ausgabe und Auflage bestimmt das „Preußische Land-reckt" (Th. l, Tit. 1k, §. 1011 und 1012) so, daß, „wenn ein neuer unverän-derter Abdruck einer Schrift in ebendemselben Formale veranlaßt werde, solcheseine neue Auflage heiße", „wenn aber eine Lckrifc in verändertem Formate odermit Veränderungen im Inhalt von neuem gedruckt werde, solches eine neue Aus-