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Augsburgische Confeffion Augurn
geschickte Künstler aller Art findet. Über -00 Handelshäuser setzen jährlich für26 Nkill. Gldn. in Waaren und Wechseln um. — Ob Augsburg vor Ankunft derRömer in der dortigen Gegend den Namen Damasia geführt habe, ist nicht ganzerwiesen; gewiß aber, daß der Kaiser AugustuS , etwa 12 Jahre v. Chr., nach derBesiegung der Vindelicier eine Colonie daselbst anlegte (ängurtn ViiiN-lloonim),welche als der Ltamm des heutigen Augsburg anzusehen ist. Im 5. Jahrh. n. Chr.ward sie von den Hunnen verwüstet, kam darauf unter die Botmäßigkeit der frän -kischenKönige und ward in dem Kriege Karls des Großen mitThassilo von Baicrnabermals fast gänzlich zerstört. Nach der Theilung des fränkischen Reicks geriethAugsburg unter die Totmäßigkeit der Herzoge in Schwaben und erkaufte, durchHandel und Gewerbe bereits reich geworden, von diesen nach und nach ihre Frei-heit, die auch späterhin von den Kaisern bestätigt ward. Jetzt erreichte die Stadt denhöchsten Gipfel ihres WMstandeS und war nebst Nürnberg ein Hauptstapelplatzfür den Handel des nördl. Europa mit dem Lüden, bis gegen Ende des 15. Jahrh,die Entdeckungen der Portugiesen und Spanier dem Welthandel eine veränderteRichtung gaben. 1368 batte in Folge eines Aufstandes der untern Bürgerclassendie vorher aristokratische Regierung eine demokratische Form erhalten, bis 160 I.später die pati izischen Geschlechter, mit Unterstützung Kaiser Karls V., wieder dieOberhand gewannen. — Augsburg ist noch immer ein Hauptsitz des deutschen Kunstfleißes und Kunstsinnes. Hier entstand 1818 der polntechnische KreiSverein.Die Leistungen der Kunst- und Industrieschule sieht man in der jährl. Kunst - undIndustrieausstellung. (Vgl.Schätzler.) Auch ist hier die Expedition der „Allg.Zeitung" (s. Steg mann), nebst der Schnelldruckpresse des Frech. v. Cotta.
A u g S b u r g i s ch e Confession, das von den Protestanten aufdem Reichstage zu Augsburg den 25. Juni 1530 dem Kaiser und Reich übergebcneund vorgelesene, mit der Unterschrift der protest. Reichsstände bekräftigte Glaubens-bekenntniß. Luther hatte das Glaubensbekenntnifi auf Befehl des Kui f. von Sach-sen, Johann des Beständigen, in Torgau in 17 Art. abgefaßt; allein da sein Stylzu heftig war, batte Philipp Melanchthon dasselbe, ebenfalls auf kurfürsil. Befehlund mit Einwilligung der sämmtlichen protest. Fürsten und Theologen, umgear-beitet. Die Urschrift ist in dem kaiserl. östreich. Archive befindlich und nach solcherdie zuWittenberg 1531 erschienene AuSg. der augsburg . Confession abgedruckt. Inder Folge änderte Melanchthon eigenmächtig Einiges in derselben ab; diese ver-änderte AuSg. erschien 1510. Nun entstand ein Unterschied zwischen der unverän-derten und der veränderten augsb. Confession; jene ist bei den Lutheranern, diese beiden deutschen Reformirten angenommen, welche sich dadurch die den augsb. Con-fessionsverwandten im ReligionStrieden (1555) zugestandenen Rechte sickerten.S. Rotermunds „Gcsch. des augsb. Glaubensbekenntnisses nebst LebenSnachr. re."(Hanov. 1828).
A u g u r n , bei den Römern gewisse Priester, die aus dem Fluge und Ge-schrei der Vögel, aus dem Blitze :c. die Zukunft und den Willen der Götter ver-kündigten. Sie wurden sowol in öffentlichen als Privatangelegenheiten befragt,und ihr Ansehen wie ihr Einfluß aus den Ltaar waren sehr groß. Durch das bloße:,,Oi» <IIa" („Einen andern Tag") konnten sie die Fortsetzung der Volksversamm-lungen hindern und alle gefaßte Beschlüsse ungültig machen. Ihre AuSiprüche,sowie die Anzeichen, nach denen sie sich richteten, wurden Augurien genannt.Öffentliche Augurien waren: 1) Himmelserscheinungen, wie Donner und Blitz.Man merkte dabei auf den Ort des Entstehens und Niederfakrcns des B litzstraklS.Der Augur begab sich an einen erhabenen, von allen Seiten eilte freie Aussicht ge-währenden Ort (.irx. teniplum). Nach verrichtetem Opfer und feierlichem Gebetsetzte er sich mit bedecktem Haupte, das Gesicht nach Osten gekehrt, und bezeichnetemu seinem Stäbe (lituuH die Gegenden des Himmels, in deren Grenzen er seine