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August II.
tw. Der Reichstag versammelte sich den 25. Juni 1697. Am 27. hatte eine dop--pelte Wahl statt. A. bekräftigte die seinige dadurch, daß er mit 10,000 Sachsen inPolen einrückte. Bestechung und Furcht dienten ihm und trugen den Sieg überPolignac's Feinheit davon. So ward A. am 15. Lept. in Krakau gekrönt; Contimußte Danzig verlassen und nach Frankreich zurückkehren. A. hatte bei seinerThronbesteigung versprochen, die abgetretenen Provinzen wieder mit dem Reiche zuvereinigen; er verband sich daher mit Dänemark und dem Zaar Peter l. gegenKarl XII. , König von Lchweden, um Liefland wiederzuerobern. (Vgl. Oliva.)Allein die Belagerung von Riga , das der Gras von Dalberg vertheidigte, zog sichin die Länge; da sich nun die Generalstaaten wegen der vielen Waaren, welche dieHolländer in Riga hakten, bei A. für die Stadt verwandten, so benutzte derselbetiefen Vorwand, um die Belagerung aufzuheben. Karl XII. hakte nämlich denKönig von Dänemark unter den Mauern von Kopenhagen geschlagen und (18. Aug.1100) den Frieden von Travendal mit Dänemark geschlossen, hierauf die Russenbei Narva geschlagen, und wollte nun in Polen eindringen; A. mußte daher anseine eigne Vertheidigung denken. Er schloß mit Peter zu Birsen (8. März 1701)ein neues enges Bündniß. Lo entstand jener merkwürdige 20jährige nordischeKrieg, in welchem A. Alles that, was die Kräfte seines LtaatS vermochten. Erhatte mit seinen treuen Sachsen cbensowol die polnische Widersetzlichkeit als dieschwedische Tapferkeit zu bekämpfen. Karl, durch seinen Minister, den Grafenv. Piper, gut berathen, nannre A. einen Thronräuber und trennte beständig die-Lache der Republik von der des Königs. A. erhielt daher von Pole» keine wesent-liche Unterstützung. Lein Heer, das aus 20,000 M. Lachsen unter dem Feld-marschall Lteinau bestand, ward (19. Juli 1701) an der Düna geschlagen. DerSieger, im Besitz von Kur - und Liefland, faßte den Entschluß, A. durch die Polen selbst entthronen zu lassen. Vergebens schickte A. die Gräfin Königsmark, seineMaitresse, an Karl, um einen günstigen Frieden zu bewirken; sie ward nicht ein-mal vorgelassen, und als der polnische Primas selbst inS schwedische Lager ging, umUnterhandlungen zu eröffnen, erklärte ihm Karl, daß er den Pole» nicht eher Frie-den geben werde, als bis sie einen andern König gewählt hätten. Lo begann derKampf aufs neue. Die beiden Heere trafen sich bei Klissow zwischen Warschau und Krakau ; A. hatte 24,000M., Karl nur die Hälfte; allein gleich beim 'An-fang des Gefechts wichen die Polen, und ungeachtet der Tapferkeit der Sachsen und A.'S Unerschrockenheit erfocht Karl einen vollständigen Sieg (20. Juli 1702).Er eroberte Krakau , stürzte aber mit dem Pferde und verrenkte sich den Fuß. Da-durch gewann A. Zeit, um sich neue Freunde in Polen zu machen. Der Mini-ster, den Kaiser Leopold auf den Reichstag geschickt, unterstützte ihn ebenfalls,und so ward ihm ein Heer von 50,000 M. und den Unzufriedenen eine fechswö-chencliche Frist zur Unterwerfung zugestanden. Allein Letztere hatten in Warschau eine Conföderarion gebildet, die Karl» zu unterstützen im Begriff stand. Dieserhatte sich von seinem Sturze erholt und schlug den 1. Mai 1703 die Reste dessächsischen Heeres bei Pultusk . Hierauf eroberten die Schweden Thor», und derzu Warschau versammelte Reichsrarh erklärte am 14. Febr . 1704 A. für un-fähig, die polnische Krone zu tragen. Die öffentliche Meinung und Karls Willebezeichneten Jakob Sobieski zum Throne; allein Jakob ward nebst seinem BruderKonstantin, als sie in der Gegend von Breslau sich auf der flagd befanden, von80 sächsischen Reitern überfalle» und als Gefangene nach Leipzig gebracht. Jetztbot man ihrem dritten Bruder Alezander die Krone an; allein dieser lehnte sie ab,und man wählte nun am 12. Juli 1704 Sranislaus Lesczinski, Woiwoden vonPosen. A. versuchte bald nachher, auch diesen in Warschau , das nur mir 1500Plann besetzt war, aufzuheben, was ihm aber mißlang, obgleich er die schwe-dische Besatzung zu Gefangenen machte. Der Anstrengungen A.'S und der ihm