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Holland ihm zahlen wollten, 30,000 M. HülfStruppen zu stellen, und ließ solche inSchlesien einrücken, wo sie sich mit demöstrcich. Heere vereinigten, aber bei Hohen-friedberg (4. Juni 1745) eine gänzliche Niederlage erlitten. Friedrich griff jehtSachsen selbst an, und der Fürst Leopold von Dessau schlug bei Kesselsdorf unterden Mauern von DreSdeu das sächsische Heer abermals ane 15. Dec. 1745. A.verließ seine Hauptstadt und rettete seine Gemälde und Porzellane, vergaß aber dieStaatsarchive, die in die Hände des « iegerS sielen. Durch den Frieden zu Dres-den (25. Dec. 1745) erhielt A. im nächsten Jahre Sachsen zurück. 1756 sah ersich aufs neue in einen Krieg mit Preußen verwickelt. Da Friedrich seine Neutrali-tätsvorschläge ablehnte, verließ er Dresden am 10. Sept. und begab sich ins Lagerbei Pirna , wo 17,000 M. sächsische Truppen versammelt waren. Friedrich schloßhier die wachsen ein, die sich am 14. Dct. zu (T.jangenen ergeben mußten. A.flüchtete auf den Kenigsstein und späterhin nach Polen . — Hier, wo sein Ansehenschon vorher nicht sehr geachtet war, sank es nach dem Verluste Sachsens noch tie-fer. Karharina's Gelangung auf den russischen Thron ward für ihn eine neueQuelle vielen Verdrusses, da die große Kaiserin die sächsischen Fürsten , welche Ver-bündete Frankreichs geworden waren, aufalleWeise vorn polnischen Throne zuent-fernen suchte. Es war daher kaum der hubertsburger Friede geschlossen, alsA. vonWarschau nach Dresden zurückkehrte, wo er aber schon am 5. Dct. 1763 a» einemAnfalle von Gicht , die ihm in die Brust trat, starb. Auch er hakte, wie sein Va-ter, vor seiner Gelangung zum polnische» Throne (schon 1712) zu Bologna dieka-tholischeReligion angenommen. -LeinSohn, Friedrich Christian , folgteihmals Kurfürst von Sachsen, und Stamslaus Poniatowski als König von Polen .
A u g u st (Emil Leopold), Herzog zu Sachsen-Gotha und Altenburg , derfünfte Nachfolger Ernst des Frommen, «tammvalers des neuern S.-Gorhai'chenstsiesammthauses, ein durch Geist und Charakter ausgezeichneter Fürst, SohnErnsts ll. und Charlotte Amalia'S, einer Prinzessin von S.-Meiningen , geb. den23. Nov. 1772, studirte seit 1788 nebst s. junger»Bruder (und Nachfolger) Fried-rich in Genf (wo die lutherische Gemeinde unter dem Schuhe der Herzoge vonGo-tha steht, die auch den 'Prediger derselben ernennen). Nach s. Rückkehr 1791 hor-te er Vorlesungen über Philosophie, Geschichte, Politik und Literatur. Seit dieserZeit, als er sich selbständig suhlte, schienen s. Anlagen in ihrer Eigenthümlichkeithervor;-.,treten. Früher standen s. auf weiblichen Verkehr, Puh und weiblicheSpiele gerichteten Neigungen mit der Lebensart fernsten Vaters in großem Wider-sprüche. Die von der frühern Erziehung unzertrennliche Regelmäßigkeit, welche ge-wisse Geschäfte an besnmnite Zeilen bindet, widerstrebte s. Natur, sowie sich dieseauch nicht mit den Fertigkeiten und Wissenschaften befreunde» mochte, dienur durchanhaltenden Fleiß gewonnen werden können. Auch hierin stand er s. Vater gegen-über, dem ordentlichsten und regelmäßigsten Manne s. Landes, dessen Neigungensich vorzüglich auf diejenigen Wissenschaften gerichtet hatten, in denen sein Sohnkeine Fortschritte machen wollte. Durch diesen Gegensah wurde bisweilen das guteVernehmen zwischen Vater und «ohn gestört. 1797 vermählte sich der Erbprinzmir Louise Charlotte, Prinzessin von Mecklenburg-Schwerin, verlor sie aber inihrem ersten Wochenbette, wo sie ihm eine T., die jeht regier. Herzogin von S.-Ko-burg. geboren hatte; Hierauf1802 mit Karoline Amalia, Prinzessin von Hessen-Kassel, welche Ehe kinderlos blieb. Am 20. April 1804 trat er, nach dem Ablebens. Dacers, die Regierung an, wozu er bereits durch Theilnahme an den Geschäftendes geh. Ministeriums eingeweiht worden war. Ilnverrückt blieb er 18 Zahre hin-durch, in einer stürmisch bewegten Zeit, dem System einer geordneten, gerechtenund milden Verwaltung treu, welches in s. Lande seit Ernst dem Frommen, demUrheber der Blüthe desselben, unverbrüchlich befolgt worden war; und ohnediewe-sentlichen Einrichtungen desselben zu ändern, sehte er ihnen dennoch Vieles zu, was